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    Tag der Landfrauen

    Die Vereinten Nationen haben den 15. Oktober zum Welttag der Landfrauen erklärt. „Bäuerinnen sind geerdet, man kann auf sie bauen“, sagt Maria Kuenzer.

    „Es sind die Bäuerinnen, die die Welt ernähren. Sogar in den industrialisierten Ländern werden 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte von Landfrauen erzeugt“, schreibt die SVP-Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer anlässlich des Welttages der Landfrauen, der am 15. Oktober laut den Vereinten Nationen gefeiert wird.

    Die internationale Bewegung der Bäuerinnen verleiht zum Landfrauenwelttag an Charakterköpfe unter den Bäuerinnen eine Auszeichnung. Weltweit erhalten 2017 zehn Bäuerinnen eine Auszeichnung. Die WWFS (Women’s world summit foundation) hat ihren Sitz in Genf und setzt sich für die Frauen- und Menschenrechte sowie für die Wertschätzung und die Sichtbarkeit der Frauen ein.

    In Südtirol wurde in Vergangenheit bereits zwei Bäuerinnen diese Ehre zu teil – oder genauer gesagt, fielen diese beiden Frauen durch ihr jeweils besonderes Engagement auf. 2001 erhielt die Aldeiner Bäuerin Martina Lintner die Auszeichnung für die „Erhaltung des ländlichen Lebensentwurfs“. Und 2006 bekam die Ultner Bäuerin Waltraud Schwienbacher die Auszeichnung für ihre „explosive Kreativität“.

    „In den eigenen Reihen Vorkämpferinnen zu haben, soll allen Bäuerinnen in Südtirol Mut machen“, sagt Maria Hochgruber Kuenzer, „und zwar den Mut, den Weg zu gehen, den sie als den richtigen sehen.“

    Ein aktuelles Beispiel für einen mutigen Weg sieht die bäuerliche Abgeordnete in der Verbreitung von altem Saatgut, wie es beispielsweise die junge Bäuerin Sabine Schrott mit ihrer Gruppe „Sortengarten Südtirol“ praktiziert. Hochgruber Kuenzer: „Das Wissen von der Kraft der alten Sorten für die nachkommenden Generationen zu retten, ist ein vielversprechender Auftrag. Daher sollte das Saatgut nicht in Laboren gelagert, sondern in die Hände der Bäuerinnen gegeben werden. Landfrauen sind die Hüterinnen des Saatgutes und des Wissens der älteren und alten Generationen.“

    Sabine Schrott

    Der richtige Weg müsse dabei nicht für alle der gleiche sein. Maria Hochgruber Kuenzer sagt, „es gibt unterschiedliche Ansätze, die auch nebeneinander Platz finden.“ Viele wählen den traditionellen bäuerlichen Anbau, andere haben ihn modernisiert oder spezialisiert. „Ich sehe, dass viele Südtiroler Bäuerinnen dem Mut von Martina Lintner und Waltraud Schwienbacher gefolgt sind“, so die Politikerin.

    Der Zeitpunkt für diese Ermutigung sei aktuell. Es gebe viele Gründe, warum Konsumenten beim Einkauf von Lebensmitteln verunsichert sind: die große Auswahl, der Wettbewerb zwischen industrieller und traditionell-regionaler Produktion, die Pestizid-Diskussion, Ernährungstrends bzw. -moden und ein höheres Bewusstsein für gesunde Ernährung.

    „Das Leben mit der Natur verhilft den Bäuerinnen zu einem klaren Blick. Sie sind es, die die Zeichen der Zeit erkennen und viele gehen ihren Weg geradeaus. Bäuerinnen sind geerdet, auf sie kann man bauen“, betont Maria Hochgruber Kuenzer.

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