Du befindest dich hier: Home » News » Der Durchbruch?

    Der Durchbruch?

    Herbert Dorfmann

    Der Umweltausschuss des EU- Parlaments befürwortet flexiblere Lösungen beim Management von Wölfen und Bären.

    Am Donnerstag hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel einen Entschließungsantrag zum Aktionsplan für Menschen, Natur und Wirtschaft verabschiedet, in dem es auch um den Schutz der großen Beutegreifer wie Wolf und Bär geht.

    Der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann hat die Entschließung als Berichterstatter der EVP ausgearbeitet. Ziel der Entschließung ist es, mehr Flexibilität auf lokaler Ebene im Umgang mit Wölfen und Bären zu erhalten.

    „Eine Mehrheit im Europäischen Parlament für diesen Antrag zu bekommen ist ein Quantensprung in der Debatte um große Beutegreifer, insbesondere dem Wolf. Bisher gab es im Europäischen Parlament immer eine breite Mehrheit gegen jeden Versuch, den absoluten Schutz von Wolf und Bär in Frage zu stellen. Die heutige Abstimmung zeigt, dass mit den heutigen Regeln das Zusammenleben von Menschen mit großen Beutegreifern, im Besonderen mit dem Wolf, vielerorts in Europa zum Problem wird und sich zunehmend die Überzeugung durchsetzt, dass es ein effizienteres Management der Wolfspopulationen braucht “ sagt Herbert Dorfmann zur positiven Abstimmung im Umweltausschuss.

    Der Wolf ist, gleich wie der Braunbär, in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als besonders schützenswerte Art eingestuft. Dies bedeutet aber nicht, dass es einen totalen Schutz der Tiere gibt.

    Im Rahmen von Managementplänen können die Mitgliedsstaaten bereits heute eingreifen, wenn die Bestände zu groß und damit zur Gefahr für den Menschen und für das biologische Gleichgewicht werden oder die Schäden in der Landwirtschaft nicht mehr tolerable Ausmaße annehmen. Das Parlament fordert in der heute genehmigten Entschließung, dass den staatlichen und lokalen Behörden größere Entscheidungsspielräume eingeräumt werden. Außerdem sollen Arten, welche sich soweit vermehrt haben, dass ihr Bestand gesichert ist, leichter und schneller in einen tieferen Schutzstatus abgestuft werden.

    „Ich hoffe, dass es nun gelingt, vernünftigere Regelungen für das Management von Wölfen und Bären auszuarbeiten. Dann müssen die Mitgliedsstaaten aber auch bereit sein, diese Spielräume zu nutzen. Wenn ich mir das Trauerspiel um den italienischen Wolfsplan ansehe, hat sich zumindest Italien vor dieser Verantwortung bisher immer gedrückt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir als Land Südtirol auch in diesem Bereich Verantwortung übertragen bekommen“ sagt Herbert Dorfmann. Ende Oktober wird dieser Antrag nun im Plenum des EU- Parlaments behandelt.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (10)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • thefirestarter

      Trauerspiel um den italienischen Wolfsplan ansehe

      Wieso Trauerspiel, die haben sich doch prächtig vermehrt.

    • drago

      Wenn Dorfmann dafür ist, bin ich aus Prinzip dagegen. Meist gibt es auch noch gute Gründe gegen die Vorschläge von Dorfmann zu sein.

    • rota

      Es geht ums Thema Wolf: würde mir von den Reportern der Tageszeitung wenn schon ein schönes Bild von Wölfen als Titel erwarten.
      Nein man bekommt immer wieder die Gesichter mehr oder weniger bedeutungsloser Politiker vorgelegt. Ich hasse Schleichwerbung und Personenkult.

    • sepp

      rota @ konn i dir lei recht geben er Dorfmann isch lei a wölfl nett a wolf a nonam und er vielen geldgeil leisten nix und fescht kassieren s gonze Geld schode für des wos er in Brüssel leistet

    • silverdarkline

      Wolfsmanagement? So a Schmarrn, ich bin dafür Problempolitiker sofort zu entnehmen.
      Ich würde den Bauern mal ordentlich in den Allerwertesten treten, lärmen und plärren und nix tun..Warum hat denn keiner um Schutzmassnahmen angefragt, würden wieder mal 2/3 an Beiträgen bekommen aber man ist ja zu faul..Almwirtschaft? Welche Almwirtschaft denn? Die Viecher werden auf die Alm getrieben und sich selbst überlassen. Beiträge kassieren und ja nix investieren. Ihr könnt euch eure „Almwirtschaft“ sonstwo hinstecken, da ist mir eine natürliche, verwilderte Landschaft mit eine paar Wölfen allemal lieber.
      Gebt sie doch auf, eure Almwirtschaft, wen interessiert’s? Ausser euch, da ihr dann keine Beiträge mehr bekommt. Dafür, dass sie ihre Arbeit erledigen, bekommen sie Beiträge vom Land..ein lächerliches System, das seinesgleichen sucht.

      • rota

        Warum sollte ich für Schutzmaßnahmen ansuchen.
        Waren es doch die Gscheidis von Schreibtischtätern mit dem Schulwissen aus der Märchenstunde welche es unterlassen haben beim Planen der Wiedereinsetzung des Wolfes an die möglichen Kollateralschäden zu denken.
        Also lieber silverdarkline, die Almwirtschaft geben wir auf und du brauchst einen Passierschein, höchsten einen alle 10 Jahren um die nun geplanten Ruhezonen besuchen zu dürfen. Dann kannst du weiter mit deinem Märchenstunde- Niveau den Gscheidn rauslassen.

        • silverdarkline

          Kollateralschäden?? Was denn für Kollateralschäden? Euch sind die paar Schafe doch egal, Hauptsache man hat wieder einen Schuldigen, aber selbst etwas für die Sicherheit der Viecher zu unternehmen? Fehlanzeige.
          Abgehobenes Pack, ihr glaubt wohl, ihr seid die einzigen, die sich in der Natur auskennen und alle anderen sind Schreibtischtäter und Stadtmenschen….Lächerliche Zunft!

    • silverdarkline

      Genau die richtige Einstellung, bravo! Warum sollte ich?? Warum wohl? Weil ihr für jeden Dreck das doppelte rausbekommt als ihr investiert. Schon mal nachgedacht, wer euch Schmarotzer eigentlich finanziert??
      Was soll denn dieser Blödsinn mit Ruhezonen bedeuten? Lieber begegne ich auf der Alm ein paar Wölfen als euch Plärrer, könnt ja nix anderes.

    • blb

      Brauchst ja nicht auf die Alm gehen, dann ist allen geholfen!

      • silverdarkline

        Keine störenden Kuhglocken, kein Schafsgeplärr..wie schön. Die Natur holt sich ihr Territorium wieder zurück. Hoffentlich bleiben in Zukunft alle im Tal, dann hab ich oben meine Ruh.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen