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    Kompatschers Weg

    LH Kompatscher in Brüssel

    Dialog und Autonomie, das sind für Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher die Wegweiser zur Lösung der Katalonienfrage.

    Ein dichtes Programm absolviert derzeit Südtirols Landeshauptmann Arno Komaptscher in Brüssel. Den Auftakt bildete am Dienstag die Plenarsitzung des Ausschusses der Regionen, bei der AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz die Lage der EU beleuchtete.

    Dabei wurde auch die Situation in Katalonien analysiert. In einer Stellungnahme erklärte Südtirols Landeshauptmann, es gelte „dem Dialog und dem Ausbau der Autonomie den Vorzug gegenüber Abspaltungsbestrebungen und Konflikten“ zu geben.

    Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum wertete Landeshauptmann Kompatscher als „nicht verfassungskonform“. Er fügte jedoch hinzu, dass „die mangelnde Gesprächsbereitschaft Madrids gegenüber Barcelona ausschlaggebend dafür war“, dass es soweit gekommen sei. Nun stehe man vor einer Situation, die „Anlass zu Besorgnis“ gebe.

    „Ich hoffe, dass eine friedliche Lösung des Konflikts gefunden wird“, so Landeshauptmann Kompatscher. Das Land Südtirol sei in jedem Fall und gerne bereit, all die Erfahrung, die das Land in den vergangenen Jahrzehnten in den Bereichen Selbstverwaltung und Zusammenleben gesammelt habe, zur Verfügung zu stellen.

    „Auf Konflikte wie jener in Spanien und Katalonien sowie Nationalisierungstendenzen generell muss es eine einheitliche europäische Antwort geben“, sagte Landeshauptmann Kompatscher im AdR, „diese lautet: Aufwertung der Regionen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Beachtung des Subsidiaritätsprinzips und eine Stärkung Europas, hinter das die Einzelinteressen der Mitgliedsstaaten zurücktreten müssen. So können wir trotz oder dank Vielfalt geeint sein.“

     

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    Kommentare (8)

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    • drago

      Endlich sind Kompatscher (und Alfreider und Stocker) da, wo sie von rechts wegen hingehören: sie weisen der Welt den richtigen Weg.
      Kleinstaaten haben keinen Platz in der EU, aber die Regionen sollen aufgewertet werden und die Einzelinteressen der Mitgliedsstaaten zurücktreten.
      Ironie des Schicksals: Schottland hat gegen die Abspaltung gewählt, unter anderem weil ihnen vorgeredet wurde, dass sie ansonsten aus der EU fliegen würden, und jetzt fliegen sie aus der EU, weil sie bei Großbritannien geblieben sind.

    • unterlandler

      Mit der Aussage „.. die Erfahrung zur Verfügung zu stellen..“ macht sich der LH lächerlich.
      Die Autonomie Kataloniens ist weitreichender und besser ausgebaut und mit mehr Kompetenzen ausgestattet als jene Südtirols.

      Hoffentlich empfiehlt er ihnen nicht das Finanzabkommen, mit dem Südtirol in 8 Jahren auf 7-8 Milliarden € verzichtet (inklusive Verzicht auf Restforderungen und noch bestehende Verpflichtungen aus dem Mailänder-Abkommen).

    • franz

      Zum Thema :
      phoenix Runde: Katalonien gibt nicht auf – Spanien vor der Spaltung? – Dienstag, 10. Oktober 2017, 22.15 Uhr
      “UDO von Kampen Ehem. ZDF Korrespondent in Brüssel meint zum Thema Es braucht jetzt einen Vermittler,Brüssel so von Kampen sei jedoch nicht geeignet weil Brüssel zu Parteiisch pro Rajoy sei.
      ( Vielleicht könnte man LH Kompatscher als Vermittler vorschlagen ) 🙂
      Kritisiert wurde auch die Haltung vom König mit seine Rede ans Volk.
      Mit seiner Rede hat der König nur noch Öl ins Feuer gegossen anstatt zu vermitteln.
      https://www.youtube.com/watch?v=b7zCdPIoAVA

    • rota

      i glab der Arno isch do grod beim Probesitzn und Proberatschn für die Zeit noch seiner zweiten Legislatur als LH.

    • tff

      Den Katalanen solle man empfehlen aus ihren Träumen aufzuwachen und Realpolitk zu betreiben.Der Pudgdemont hat sich gewunden um aus der Sackgasse herauszukommen
      in die er seine aufgehetzten Anhänger getrieben hat. Trotz Schwanzeinziehen hat er nur
      enttäuschte Gesichter geerntet. Ein weiteres Lavieren werden sie ihm nicht mehr abnehmen,dakann er dann nach Andorra flüchten zu den 50 gestohlenen Millionen die sein Kollege Pujol dort versteckt hat. Ich glaube die übergrosse Mehrheit der Katalanen hat begriffen dass sie mit diesem Pudgemont nur Unfrieden, Chaos, und wirtschaftlichen Niedergang ernten. Un dass ihre verbrecherische Idee der Unabhängigkeit keine Freunde hat.Das gestrige Betteln des Pudgdemont um Unterstützung aus Europa und aus der UN sagt wohl alles.

    • thefirestarter

      Der Titel sagt schon alles.
      Es ist Kompatschers/SVPD Weg.

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