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Einbruch mit Transporter

Unbekannte haben mit einem gestohlenen VW-Transporter die Scheibe eines Joghurt-Geschäfts in der Bozner Weintraubengasse zertrümmert. Die politische Polizei Digos ermittelt.

(tom) Was nützen die sogenannten Jerseys, die Ende August an den wichtigsten Einfahrten zur Bozner Altstadt errichtet wurden, um terroristische Anschläge zu vereiteln? Diese Frage lässt sich anhand von dem, was in der Nacht auf Montag in der Weintraubengasse passierte, ziemlich eindeutig beantworten.

Die Betonplatten, jedenfalls jene, die in der Laurinstraße stehen, sind bei der Abwehr von fehlgeleiteten Fahrzeugen so gut wie nutzlos.

Es geschah gegen 3.00 Uhr: Ein VW-Transport vom Typ T4 raste in der Weintraubengasse, höchstens 20 Meter von den Jerseys entfernt, gegen das Schaufenster eines Joghurt-Geschäfts. Die Fensterscheibe ging umgehend zu Bruch, das Fahrzeug fuhr bald darauf weiter.

Unklar war bis gestern Abend, was hinter dem nächtlichen Zwischenfall in der Bozner Altstadt steckt. Der Umstand, dass die politische Polizei Digos die Ermittlungen übernommen hat, weist darauf hin, dass zunächst auch ein terroristischer Beweggrund nicht ausgeschlossen wurde.

Dieser wurde am Montag aber ausgeschlossen.

Wahrscheinlicher ist es, dass es sich um einen Einbruchsversuch mit Hilfe eines gestohlenen Transporters handelte. Möglich ist aber auch, dass der VW-Transporter wegen eines Fahrfehlers in die Auslage des Geschäfts gerast ist.

Sicher ist jedenfalls, dass das Fahrzeug Sonntagnacht aus einer privaten Garage in der St.-Vigil-Straße gestohlen worden ist. Zuvor hatten Unbekannte insgesamt sechs Garagentore aufgebrochen, gestohlen wurde allein der VW-Transporter.

Mit diesem müssen der oder die Täter dann in Richtung Altstadt gefahren sein, wo sich gegen 3.00 Uhr der Scheibensturz ereignete. Das gestohlene Fahrzeug wurde am Montagmorgen in einer entfernten Gegend der Stadt gefunden – in der Tiefgarage der Bonvicini-Klinik in Gries. Der Transporter wies lediglich leichte Blechschäden auf.

Die Ermittler sind überzeugt, Verantwortliche sehr bald ausfindig machen zu können. Zwischen den Betonabsperrungen und dem Joghurt-Geschäft befindet sich eine Kontrollstelle für die verkehrsbeschränkte Zone, an der einfahrende Fahrzeuge fotografiert werden.

Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi kündigte am Montag an, dass die Stadt auf Drängen der Quästur in Bozen zehn zusätzliche Überwachungskameras aufstellen werde.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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