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„Friss oder stirb“

Die SAD zieht die Gehaltskürzungen jetzt durch – allerdings nur teilweise. Und die Gewerkschaften wollen einen neuen Vorschlag auf den Tisch legen.

von Heinrich Schwarz

Richard Goller ist stets empört, wenn er von der SAD spricht: „Die Firma kommt mit der Methode ‚friss oder stirb‘. Da werden wir ganz sicher nicht zustimmen“, so der Transportgewerkschafter des ASGB.

Zur Erinnerung:

Die SAD hat den Zusatzvertrag für die Mitarbeiter einseitig gekündigt – mit der Begründung, im Hinblick auf die anstehende Neuausschreibung der öffentlichen Busdienste wettbewerbsfähig sein zu müssen. Ab Oktober würden die Busfahrer dadurch bis zu 400 Euro weniger verdienen.

Den Gewerkschaften legte die SAD mehrmals ein neues Vertragsangebot vor, das jedoch klar abgelehnt worden ist. Die SAD will die sogenannten „Zusatzzeiten“ um die Hälfte kürzen und die Turnusse mit langen Dienstspannen deutlich ausweiten.

Richard Goller kündigt an, dass die Gewerkschaften demnächst selbst einen Vorschlag vorlegen werden. Optimal wäre es für sie, wenn zwischen ihnen und dem Land ein Territorialabkommen abgeschlossen wird, das die Betriebe anzuwenden haben. Das müsse noch rechtlich vertieft werden.

Derweil hat die SAD-Führung entschieden: „Wir haben jetzt den Prozess der Reorganisation der Produktivität eingeleitet, indem die Zusatzzeiten reduziert und die langen Dienstspannen erhöht werden.“

Weiters kündigt Geschäftsführer Ingemar Gatterer an, dass beim September-Gehalt, das im Oktober ausgezahlt wird, die Vergütung der Standzeiten außerhalb der Dienstresidenz von 20 auf zwölf Prozent gekürzt wird und die Zulagen für lange Dienstspannen gestrichen werden. „Die Kündigung der restlichen Zulagen wird bis zur endgültigen Entscheidung zum PPP-Projekt aufgeschoben“, so Gatterer.

MEHR DAZU UND ALLE DETAILS IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.
EBENFALLS DARIN ZU FINDEN:
– Der heftige Brief von SAD-Mitarbeitern an ihren Chef Ingemar Gatterer

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