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    Schützen in Barcelona

    Anlässlich des katalanischen Nationalfeiertages, DIADA genannt, reiste eine Delegation der Arbeitsgruppe „iatz!“ des Südtiroler Schützenbundes vom 9. bis zum 12. September 2017 nach Barcelona.

    Im Mittelpunkt stand dieses Jahr das am 1. Oktober stattfindende Unabhängigkeitsreferendum.

    Bei dieser Wahl kommt die Loslösung vom spanischen Zentralstaat zur Abstimmung. Die Volksbefragung wurde von Madrid bereits als verfassungswidrig erklärt und mithilfe der Staatspolizei soll alles unternommen werden, um den Urnengang zu verhindern.

    Bei der Diada selbst bot sich den Schützen ein wahres Fahnenmeer. „Hunderttausende Menschen waren auf die Straßen gegangen um für ein starkes und freies Katalonien Flagge zu zeigen. Die Stimmung dabei war ausgelassen und hatte Volksfestcharakter“, so der SSB in einer Aussendung.

    Delegationsleiter Paul Decarli schilderte die Stimmung vor Ort wie folgt:

    „Es ist beindruckend, ja kaum in Worte zu fassen, mit welcher Begeisterung und Hingabe die Menschen in Katalonien für die Unabhängigkeit eintreten. An Tagen wie diesen wird einem erst richtig bewusst, was Demokratie ist und wie gelebte europäische Grundwerte sich anfühlen. Das Recht auf Selbstbestimmung ist nicht aufzuhalten.“

    Elias Solderer und Paul Decarli in Barcelona

    Bereits am Vortag, den 10. September stand die Teilnahme bei einem traditionellen Fackelumzug auf dem Programm. Diesem Marsch folgten tausende Menschen.

    Am Vormittag des selben Tages nahmen die Vertreter des Südtiroler Schützenbundes auch an der Vorstandssitzung der International Commission of European Citizens (ICEC) teil. Diese Nichtregierungsorganisation bildet ein Netzwerk von verschiedenen Selbstbestimmungsbewegungen aus ganz Europa und dient zum Informations- und Ideenaustausch zwischen den verschiedenen Völkern.

    Bei der Sitzung stand der Einsatz von internationalen Wahlbeobachtern für das Referendum im Vordergrund. Dabei wurde vereinbart, dass auch Vertreter des Südtiroler Schützenbundes bei der Abstimmung als Wahlaufseher mit dabei sein werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • alfonszanardi

      Mancher lebt lieber in der Vergangenheit als im Jetzt.
      Wir werden das aushalten.

    • thefirestarter

      Prinzipiell glaube ich es bräuchte noch viel mehr Menschen die zum 1. Oktober nach Barcelona bzw. Katalonien fahren um mit Ihrer Präsenz der Spanischen Zentralregierung (aber auch allen anderen „Regierungen“ ) zeigen, dass die Katalanen nicht alleine da stehen. Das die Solidarität der europ. Völker sehr wohl besteht. Hoffentlich kann die Anwesenheit dieser Beobachter die span. Regierung davon abhalten, wie angekündigt, Gewalt anzuwenden.

      Ich frage mich aber ob die Schützen verstanden haben was die Katalanen da machen.
      Kurz wenn man das auf Südtirol ummünzen würde, auch die Italiener, Nordafrikaner, Ostblöckler über die Zukunft unsere Landes wählen dürften, sofern sie hier leben und arbeiten.

    • franz

      Ob das Unabhängigkeitsreferendum. überhaupt stattfindet ( stattfinden kann ) ist fraglich.
      Madrid
      Der Konflikt um die Abspaltung Kataloniens von Spanien spitzt sich zu. Knapp drei Wochen vor dem von der Regionalregierung in Barcelona angesetzten Unabhängigkeitsreferendum wies die Staatsanwaltschaft die paramilitärische Zivilgarde und auch die katalanische Polizei an, die vom Verfassungsgericht untersagte Volksbefragung zu verhindern. Die Beamten sollen danach notfalls am 1. Oktober auch Urnen und Wahlmaterial beschlagnahmen.
      http://www.handelsblatt.com/politik/international/abspaltung-kataloniens-polizei-soll-urnen-beschlagnahmen/20318160.html

    • andreas

      Zur Demokratie gehört auch, die Verfassung zu respektieren. Der Bursche widerspricht sich und ich würde wetten, dass er sich darüber nicht bewusst ist.

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