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Der Abschied

Schulamtsleiter Peter Höllrigl legt nach dem Ende der fünfjährigen Beauftragungsperiode am 28. Februar 2018 sein Amt zurück.

„Es ist meine Überzeugung und entspricht meinem Führungsverständnis, dass im komplexen System Schule aus vielerlei Gründen ein periodischer Wechsel in allen Führungspositionen sinnvoll und auch notwendig ist. Dies betrifft damit selbstverständlich auch die Leitung des Schulamtes und damit verbunden auch die Leitung des Bildungsressorts.“

Mit diesen Worten hat Schulamtsleiter Peter Höllrigl mitgeteilt, dass er nach dem Ablauf der dritten fünfjährigen Beauftragungsperiode am 28. Februar 2018 nicht mehr als Schulamtsleiter und auch nicht mehr als Leiter des Bildungsressorts zur Verfügung stehen werde. Bildungslandesrat Philipp Achammer gab die Entscheidung des Schulamtsleiters und Ressortdirektors heute (12. September) im Rahmen der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung bekannt.

„Aus persönlicher Sicht bedaure ich diese Entscheidung sehr“, betonte Landesrat Achammer, „denn die Zusammenarbeit war stets hervorragend. Peter Höllrigl hat wichtige Schritte für die Bildungswelt in Südtirol gesetzt.“

Eine der bedeutendsten Maßnahmen war zuletzt die Reorganisation des Bildungsressorts, die zum Zusammenwachsen der deutschen Kindergarten- und Schulwelt beitrage, berichtete der Landesrat und erinnerte daran, dass Höllrigl seit dem 1. März 2003 die Funktion des Schulamtsleiters und ab dem Jahr 2010 zusätzlich auch die Leitung des Deutschen Bildungsressorts innehat.

Achammer wies darauf hin, dass die Ernennung des Schulamtsleiters einem besonderen Verfahren unterliegt, die vom Autonomiestatut und durch die entsprechenden Durchführungsbestimmungen geregelt wird: Die Landesregierung bestimmt den Schulamtsleiter nämlich aus einem Dreiervorschlag, der vom Landesschulbeirat für die deutsche Sprachgruppe unterbreitet wird. Zudem ist die Anhörung des Unterrichtsministeriums erforderlich.

 

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Kommentare (2)

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  • unglaublich

    Dieses Führungsverständnis (periodischer Wechsel in allen Führungspositionen und vor allem auch in der Politik) ist richtig und wichtig für den Betrieb Schule und für alle anderen Betriebe auch. Betriebsblindheit kann man nicht vermeiden, man kann ihr nur aus dem Weg gehen.

  • franz02

    Philipp Achammer hat ganz ritterlich schöne Worte gefunden und den Abschied des Schulamtsleiters sehr bedauert. Peter Höllrigl ist seit dem 2. Autonomiestatut der erste Schulamtsleiter, der nicht vom Amt aus in Pension geht. Auch der Schulamtsleiter hat ganz ritterlich eine noble Begründung gefunden, warum er den Dienst quittieren will. Das ist schön, nicht dass er geht, man ist mit ihm im Großen und Ganzen recht gut gefahren, sondern die offizielle Begründung klingt geradezu harmonisch. Ob hinter den Kulissen tatsächlich alles so glatt verlaufen ist? Da wollen wir nicht weiter stochern und die Sache bei diesen schönen Erklärungen belassen. Wer weiß, ob die neue Schulamtsleiterin bzw. Ressortdirektorin schon in den Startlöchern hockt? Die Kirche (Kurie), die Svp, der Landesrat, die Musik, die Grundschulgewerkschaft und das Pustertal finden da sicher eine treffliche Schnittmenge.

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