Du befindest dich hier: Home » News » Wobi-Wohnungen für Asylbewerber

Wobi-Wohnungen für Asylbewerber

Heiner Schweigkofler

Die Landesregierung hat die Zuweisungs-Kriterien für Wobi-Wohnungen zugunsten von Flüchtlingen abgeändert. Was das bedeutet.

von Heinrich Schwarz

Am Dienstag hat die Landesregierung die Kriterien für die Zuweisung von Wohnungen des Wohnbauinstitutes an besondere soziale Kategorien abgeändert. Im entsprechenden Beschluss geht es konkret um Asylbewerber.

Bereits im November 2015 gab es eine Abänderung der Kriterien. Damals wurden zu den „Angehörigen der besonderen sozialen Kategorien“ jene Personen hinzugefügt, denen ein Flüchtlingsstatus oder subsidiärer Schutz zuerkannt wurde.

Jetzt hat die Landesregierung eine weitere Personengruppe hinzugefügt: „Personen, die den Antrag auf internationalen Schutz gestellt haben und in Erwartung der entsprechenden Entscheidung seitens der zuständigen Behörden sind. Für diese Personen kann das Wohnbauinstitut an die Gemeinden und Bezirksgemeinschaften jene Wohnungen vermieten, die seit mindestens zwölf Monaten frei sind und nicht an Gesuchsteller in der Rangordnung zugewiesen werden können.“

Die Landesregierung begründet den Beschluss folgendermaßen:

„In Anbetracht der aktuellen internationalen Situation und der zu erwartenden zukünftigen Entwicklung scheint es angebracht, auch eingewanderte Personen und Flüchtlinge, welche den Flüchtlingsstatus oder den subsidiären Schutz beantragt haben, als Personen, die den besonderen sozialen Kategorien angehören, zu betrachten. Dies, um die humanitäre Notsituation tragbarer zu machen und den Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden, indem auch ihnen (…) Wohnungen zugewiesen werden können.“

Zu den „besonderen sozialen Kategorien“ gehören unter anderem auch Menschen mit Behinderung sowie Suchtkranke, Personen mit sozialem Fehlverhalten, Haftentlassene, Personen in sozialen Härtesituation und gewaltbedrohte Frauen, die jeweils nicht in der Lage sind, eine Wohnung dauerhaft auf dem freien Markt anzumieten oder zu erwerben. Das Bauprogramm des Wobi sieht vor, dass 20 Prozent der Wohnungen diesen Kategorien vorzubehalten sind.

„Ich muss vorwegnehmen, dass es schon seit Jahren eine Regelung für Flüchtlinge gibt. Es haben sich aber ständig die Rahmenbedingungen geändert, sodass die Kriterien angepasst wurden, um rechtlich in Ordnung zu sein“, erklärt Wobi-Präsident Heiner Schweigkofler auf Anfrage.

„Tatsache ist“, so Schweigkofler, „dass drei Gemeinden wegen dem SPRAR-Programm zur Flüchtlingsaufnahme bei uns nachgefragt haben. Unsere Auffassung ist zwar, dass sich die Gemeinden in erster Linie selbst anstrengen sollen, auf dem freien Markt eine Wohnung zu finden – sollte dies aber keinen Erfolg bringen, sind wir für Gespräche offen. Schließlich verfügen wir über eine sehr große Anzahl an Mietwohnungen.“

Der Präsident betont, dass das Wobi seinen Beitrag leisten werde, wenn sich eine sinnvolle Lösung ergebe und neben der Gemeinde und der Bezirksgemeinschaft auch die Landesregierung einverstanden sei. Bis heute sei den drei interessierten Gemeinden aber noch keine Wohnung für das SPRAR-Programm definitiv zur Verfügung gestellt worden.

Schweigkofler fügt hinzu, dass das Wobi das Haus „Arnika“ in Meran und das „Schwefelbad“ in Bozen hingegen schon vor Jahren für die Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung gestellt habe. Das Wobi sei in diesen Fällen aber nicht für die Zuweisung innerhalb der Immobilien zuständig. Das obliege den Hilfsorganisationen.

Nun würden sich in Bezug auf Asylbewerber und Wobi-Wohnungen mehrere Möglichkeiten ergeben. Heiner Schweigkofler erklärt: „Erstens kann man dem Land oder einer Hilfsorganisation eine Immobilie zur Verfügung stellen. Zweitens – und das ist neu in Diskussion mit den drei Gemeinden – könnten wir den Gemeinden oder Bezirksgemeinschaften Wohnungen geben, in denen sie Flüchtlinge unterbringen. Und die dritte Möglichkeit wäre, dass wir Flüchtlingen in ausgewählten Situationen selbst eine Wohnung zuweisen.“ Letzteres dürfe aber nur in einem ausgewogenen Maße stattfinden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (20)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • watschi

    suche haus mit grossflächigem grund. ach ja. die nächsten wahlen kommen bestimmt

  • erich

    Die Landesregierung sollte prüfen was heißt „Sozialwohnung“. Sollten das nicht Wohnungen sein die den Mindeststandart erfüllen wo man möglichst vielen Bedürftigen eine Unterkunft zuweisen kann? Was in Südtirol unter Sozialwohnungen gebaut wird sind Luxuswohnungen wie sich nur wenige selber leisten könnten, wo Reparaturen und Gartenarbeiten noch dazu von der öffentlichen Hand gemacht werden. Einheimische junge Familien reißen sich den Arsch auf und bauen sich im gefördertem Wohnbau ein Eigenheim, für die meisten wäre es viel einfacher sie ließen sich eine Luxuswohnung Sozialwohnung zuweisen. Nun der Höhepunkt wenn diese an Flüchtlinge zugewiesen werden!!! Luxuswohnung, durchfüttern, Rundumbetreuung, usw. Warten wir die Wahlen in Deutschland ab, dann werden wir sehen wohin der Zug fährt.

  • erich

    Ich bin bestimmt niemand neidisch, aber das geht eindeutig zu weit! Warte ab was in Deutschland passiert.

  • morgenstern

    Bis Lampedusa ist diese tolle Nachricht mit Sicherheit schon durchgesickert, was es jetzt noch braucht ist das Recht wählen zu dürfen sobald man die Wohnung bezogen hat. Eine typische Win-Win Situation also wovon „alle“ profitieren würden.

  • sepp

    die SVP wirbt überall um stimmen der ein oder andre Ausländer kann sicher schon in Südtirol wählen un als erstes sollten die Wohnungen den einheimischen zu gewiesen werden

  • franz

    „Ich muss vorwegnehmen, dass es schon seit Jahren eine Regelung für Flüchtlinge gibt. Es haben sich aber ständig die Rahmenbedingungen geändert, sodass die Kriterien angepasst wurden, um rechtlich in Ordnung zu sein“, erklärt Wobi-Präsident Heiner Schweigkofler“ [….]
    Mit Ex Dirktor von der Caritas läuft ja alles wie geschmiert anstatt Clandestini abzuschieben, werden “ Immigranten“ bereits durch Falscherklärung bei der Steuererklärung und scließlich als Konsequenz bei der Vergabe von WOBI Wohnungen gegenüber Einheimischen Familien bevorzugt werden, wie bereits zum Thema: “ wir-schauen-auf-suedtirol“ geschrieben.
    http://www.tageszeitung.it/2017/05/13/wir-schauen-auf-suedtirol/#comment-346324
    Hat die Landesregierung eine weitere Personengruppe hinzugefügt: „Personen, die den Antrag auf internationalen Schutz gestellt .
    für Asylanten bzw. Flüchtlingen die humanitären Schutz in Europa bekommen haben .
    z. B wie der 20 jährige Guerlin Butungu, aus den KONGO er kam mit den Boot auf Lampedusa das Asylrecht wurde ihn verweigert worauf er eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen bekam.
    Als Dank für Asyl oder Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen vergewaltigen diese Primaten auf brutalste Weise Frauen dealen erschlagen unschuldigen Bürger, Zugführer – Kontrolleure und attackieren Polizisten mit Messern spucken diese an wie Kamele, belästigen die Bürger als lästige Bettler von den Geschäften, welche mit den Zug aus Verona anreisen und die Kontrolleure verprügeln wenn diese den Fahrschein verlangen . und bringen gefährliche Krankheiten wie EHEC oder die Malaria Mücke mit.
    Als Zusätzlichen Bonus bekommen Asylanten – Clandestin & CO eine Bonus von 900 € als Mietbeitrag für die Miete die sie nicht bezahlen.
    http://www.tageszeitung.it/2015/04/24/der-900-euro-bonus/
    + natürlich das IPHONE mit aufgeladener SIM Card und Zigaretten usw. von der Caritas http://voxnews.info/2015/04/19/la-caritas-usa-l8-per-mille-per-regalare-iphone-e-sigarette-ai-clandestini-islamici/

  • goggile

    dank der fleissigen làmmlein die das Kreuzchen dort machten damit die Partei alleine regiert nach lust und liebe sind wir dort wo wir jetzt sind. die wahre schande sind die wàhler.

  • franzkarl

    Man kann die Leute ja schlecht einfach auf der Straße stehen lassen und sich dann darüber aufregen, dass sie das Stadtbild stören… mich interessiert aber auch warum das WOBI so viele freie Wohnungen hat. Stimmt da etwas mit der Bedarfsrechnung nicht, oder sind den „Einheimischen“ doc die Wohnungen zu schlecht?

    • franz

      @franzkarl
      Man braucht und sollte illegale Clandestini und Vaterlandsverräter nicht auf der Straße stehen lassen,
      Leute ? die unter den Vorwand von humanitären Schutz von solchen Wohlfahrtssozialhilfesystem- Südtirol profitieren bzw. sich mit Falscherklärungen Vorteile beim WOBI verschaffen ihre Miete nicht bezahlen während einheimische Familien sich hinten anstellen müssen.
      Man müsste sie zurückschicken in ihre Heimat – wo sie für ihre Familie und ihr Vaterland etwas nützliches tun könnten. z. B ihr Vaterland verteidigen und die Ärmel hochkrempeln.

  • ahaa

    Die Wobi ist bald Peite.Da kommt das Fòrdergeld vom Staat genau recht.
    Die Misswirschafft einiger ùberbezahlten Sesselwàrmer bezahlen wir weiter, so oder so.

  • adobei

    Ist es besser die genannten Wohnungen leer stehen zu lassen, als sie Asylwerbern zu geben, wenn Einheimische keinen Bedarf haben?

    • ahaa

      Der Bedarf besteht auf alle Fàlle.Aber eine einheimische Familie kann sich gleich eine frei Wohnung nehmen.Die Mietpreise unterscheiden sich nicht wirklich.Nur fùr Zuwanderer.Viele zahlen nichts!
      Das gleichen dann die Einheimischen aus!

  • franzkarl

    @ franz
    Und wenn Du nicht weißt woher sie kommen, wohin schickst Du sie denn dann? Bzw. was tust Du, wenn die Leute da so drauf sind wie Du und einfach pauschal niemanden reinlassen (bzw. wieder zu uns zurückschicken), weil auch eh keiner nachweisen kann woher die wirklich kommen? Und was ist wenn sie dort, wo sie herkommen ermordet werden oder aus Perspektivlosigkeit zugrunde gehen? Sind wir dann nicht mitschuldig?
    Davon einmal abgesehen sind das die Leute, die das demografische Defizit Europas ausgleichen, wovon wir alle noch zehren werden, auch die hirnlosen Ausländerhasser.

  • franz

    @franzkarl
    Wer seine Dokument wegwirft und damit durch Gutmenschen Gesetzen der linkes grünen Regierung bis einen Vorwand verschaffen konnte um nicht abgeschoben zu werden, muss wie von Dekret Minniti ( Decreto Legge, testo coordinato 20/02/2017 n° 14, G.U. 20/02/2017 )
    vorgesehen in ein Cpr ex CIE untergebracht werden bis sein Status bzw., seine Identität bzw. seine Herkunft geklärt ist. Oder bis er sich erinnert wie er heißt und von wo er herkommt )
    Dass auch anders geht wie seit 3 Jahren mit Renzi beweist Innenminister Minniti indem die Regierung unter Innenminister Minniti den Schleppern ONG usw. einen Riegelvorgeschoben haben und kriminellen Schleppern den Kampf angesagt haben
    Des Weiteren müssen, bereits in Auffanglager in Afrika Flüchtlinge darauf überprüft werden ob sie ein Recht auf Asyl haben oder nicht
    Wer Recht auf Asyl hat OK, wer kein Recht hat muss in sein Heimatland zurück, bzw. er wird gar nicht mehr bis Libyen kommen .
    Auf den demografische Defizit Europas können wir verzichten, wenn unsere jungen Menschen in den Maße gefördert würden wie es zur Zeit bei Zuwanderern geschieht .Dann hätten wir genügend Nachwuchs und Arbeit für jugendliche und sie müssten nicht abwandern um sich eine Arbeit im Ausland zu suchen. ( 120.000 / Jahr )
    Leider ist es die Vision der Linken sowie George Soros und der Großbanken ganz Europa mit Afrikanischen Sklaven zu überfluten um damit die Lohnkosten zu senken. wie beriets zum Thema: “fluechtlinge-im-wald“ geschrieben
    http://www.tageszeitung.it/2017/05/17/fluechtlinge-im-wald/#comment-346590Abgesehen vom Ziel des Islam ( Mohammed ) mit den demographischen Wandel das Abendland zu erobern ( sozusagen über den Bäuchen unsererFrauen wie Mohamed einmal prophezeite.)

  • franz

    @franzkarl
    Findest Du gerecht, dass sich Immigranten durch Falscherklärungen Vorteile verschaffen können ?
    http://www.tageszeitung.it/2017/05/13/wir-schauen-auf-suedtirol/#comment-346324

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen