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    Der Kasernen-Deal

    LH Kompatscher und General Magrassi haben die Übergabe des dritten Tauschabkommens festgelegt – betroffen sind je eine Kaserne in Vahrn und Brixen.

    Der Generalsekretär des Verteidigungsministeriums, General Carlo Magrassi, und Landeshauptmann Arno Kompatscher haben vereinbart, dass bis Jahresende die Übergabe zum dritten Tauschabkommen zwischen Land Südtirol und Verteidigungsministerium erfolgen wird. Damit gehen die Areale der Verdone-Kaserne samt Sportplatz in Vahrn sowie Teile der Schenoni-Kaserne in Brixen ans Land Südtirol über. Im ersten Halbjahr 2018 soll laut Vereinbarung dann das vierte Abkommen folgen.

    Die Tauschabkommen sehen im Gegenzug vor, dass das Land Südtirol auf seine Kosten eine Reihe von Bauwerken des Militärs renoviert. Der Gesamtwert der Arbeiten beträgt 220 Millionen Euro. „Es handelt sich um eine innovative Formel, die beiden Seiten Vorteile bringt – insbesondere für unsere Dörfer und Städte“, beschreibt Landeshauptmann Kompatscher das gesamte Abkommen, das auf einer Vereinbarung aus dem Jahr 2007 beruht.

    „Das Land und speziell die betroffenen Gemeinden gewinnen sehr wertvolle Areale für öffentliche Bauten oder Wohnbauzonen dazu, ohne zusätzlichen Grund bebauen zu müssen.“ Die sich daraus ergebenden Synergien hätten zu einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium und der Agentur für Staatseigentum (Demanio) geführt. „Diesen Weg möchten wir weiter beschreiten“, sagt Kompatscher.

    General Magrassi hat seinerseits die Zusammenarbeit gelobt: „Die außerordentlich guten und konkreten Ergebnisse dieses Abkommens machen es zu einem Vorbild, das wir in Zukunft auf das gesamte Staatsgebiet übertragen möchten“, sagte Magrassi, den eine Delegation unter der Führung des Alpini-Kommandanten Federico Bonato und der Regionalen Direktorin der Agentur für Staatseigentum, Rosalia Cannada-Bartoli, begleitete.

    Bislang wurden drei der insgesamt sechs Abkommen unterzeichnet. So gehören mittlerweile die Mercanti-Kaserne von Eppan und das Areal beim Flughafen Bozen dem Land Südtirol – ebenso eines in der Bozner Reschenstraße. Letzteres braucht der Sanitätsbetrieb für den Anschluss der neuen Klinik an die Fernwärme. Im Gegenzug hat das Land 150 Unterkünfte für die Familien der Mitarbeiter des Heeres und andere Gebäude, die das Militär nutzt, renoviert. Insgesamt betrifft es im ganzen Land Unterkünfte für 880 Personen.

    Im Oktober beginnt darüber hinaus ein Forschungsprojekt, das neben Land Südtirol, Verteidigungsministerium und Agentur für Staatseigentum auch die Freie Universität Bozen und die Universität Politecnico von Turin einbezieht. Es zielt darauf ab, Ideen für eine sinnvolle Neubestimmung der Militärareale in Südtirol zu sammeln.

     

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    Kommentare (5)

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    • thefirestarter

      Frage: waren diese Kasernen noch in Gebrauch oder waren sie leer und unbenutzt?
      Aosta hat sich einfach die leeren Kasrenen in der Ihrer Region genommen und ohne was dafür zu leisten.

    • george

      Die Weiterführung der Westumfahrung von Vahrn hätte man auch ohne Verdone Kasere schon vor Jahren verwirklichen können, indem den Vorschlag einer Galleriebauweise in der Böschung der Autobahn aufgegriffen hätte. Aber die Mehrheit im Gemeinderat hat immer dagegen gestimmt, weil der Vorschlag nicht von ihnen kam. So wird man halt noch mehr Grund und Boden verschwenden.

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