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    Die neue Kampagne

    Seit zehn Jahren sensibilisiert die Kampagne „S.O.S. Zebra“ dafür, am Zebrastreifen achtsam zu sein. Nun gibt es ein neues Sujet.

    „Schau links, schau rechts und los!“ – zu Schulbeginn mahnt die Kampagne „S.O.S. Zebra“ mit diesem Leitmotiv wieder zu Achtsamkeit im Straßenverkehr, vor allem an den 3150 Zebrastreifen in Südtirol. Die seit zehn Jahren laufende Kampagne präsentiert sich nun mit neuem Erscheinungsbild, das am 7. September im Safety Park in Pfatten vorgestellt wurde.

    „Mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Augenmerk auf nachhaltige Mobilität sind nach wie vor die Ziele der Kampagne“, fasst Valentino Pagani, Direktor des Ressorts für das Straßennetz und die Mobilität zusammen. Am Zebrastreifen, gelte es vor allem auf Kinder, ältere Menschen und vor allem auch Radfahrer zu achten, sagt Pagani und verweist auf das wichtige Bewusstsein für eine umfassende Verkehrsschule. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern wie beispielsweise dem Ökoinstitut Südtirol werden deshalb zu „SOS Zebra“ unterschiedliche Schulungsprogramme für Kinder und Senioren angeboten. Allein 2016 haben sich 570 Kindergartenkinder, 2000 Schüler der Grund- und Mittlernschulen sowie 100 Senioren daran teilgenommen.

    Fachleute der Landesabteilungen Straßendienst und Mobilität, des Safety Parks, der Sanitätseinheit, der Ortspolizei und seit 2015 auch dem Ökoinstitut arbeiten an der kapillaren Sensibilisierungsaktion „S.O.S. Zebra“ mit und setzen diese mit verschiedenen Partnern um.

    Seit 2016 beteiligt sich auch die Provinz Trient an der Kampagne. Wie Guido Benedetti, Vertreter der Abteilung Straßendienst der Provinz Trient, erklärt, werden dazu die Plakate, die an den wichtigsten Straßenabschnitten gezeigt werden und die Broschüren für die Kinder eigens angepasst. Mit Infrastrukturen zur Verkehrssicherheit sei man nun gut gerüstet, es gelte, nun verstärkt auf Bewusstseinsbildung zu setzen, sagt Benedetti.

    Die Erziehung für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr beginne bei den Kleinsten, unterstreicht Georg Huber, Sicherheitsinstruktor beim Safety Park. „Wir zeigen den Kindern spielerisch, dass jeder Mensch erst auf Gefahr reagieren muss, und dass Reaktions- und Bremswege oft lang sein können“, erklärt Huber.

    Aber „S.O.S. Zebra“ gibt nicht nur Tipps für richtiges Verhalten im Straßenverkehr, sondern zeigt vor allem auch Rechte, Pflichten und Strafen auf.

    Grade was die Verkehrsvergehen mit tödlichem Ausgang oder das Lenken von Fahrzeugen unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss anbelangt, habe sich das Strafausmaß letzthin deutlich verschärft, sagt Andrea Sacchetti, Staatsanwalt beim Landesgericht Bozen. Somit sei es besser vorab zu reagieren, und zwar mit Prävention, denn die Verschärfung der Strafen sei zwar eine Maßnahme für weniger Unfälle, aber Sensibilisierung sei effektiver in der öffentlichen Debatte, betont Sacchetti.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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