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    „Ein Freund Südtirols“

    Antonio Tajani und Herbert Dorfmann

    Silvio Berlusconi schickt Europaparlaments-Präsident Antonio Tajani als Spitzenkandidaten in die italienischen Parlamentswahlen. Die SVP könnte diese Entscheidung in Verlegenheit bringen. 

    Der italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi will EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani als Premierkandidat eines Mitte-rechts-Blocks ins Rennen bei den Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr schicken.

    Berlusconi selbst kann aufgrund seiner rechtskräftigen Verurteilung nicht mehr für ein politisches Mandat kandidieren.

    Diese Entscheidung könnte die SVP in Verlegenheit bringen.

    „Tajani ist ein Südtirol-Freund“, sagte der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann bei der Wahl des Parlamentspräsidenten im Januar.

    „Er kennt Südtirol sehr, sehr gut. Er hat den Minderheiten immer eine große Aufmerksamkeit geschenkt und die Minderheitenfrage auch zu einem zentralen Anliegen seiner Arbeit als Präsident erklärt“, so der SVP-Politiker.

    Für Tajani stehe Südtirol als „positives Beispiel einer funktionierenden Minderheitenpolitik“, er kenne die Autonome Provinz „in- und auswendig“. Als Verkehrs- und Industrieminister war Tajani öfters in Südtirol zu Besuch und spielte insbesondere bei der Realisierung des Brennerbasistunnels eine gewichtige Rolle.

    Tajanis Nähe zu Silvio Berlusconi sah Herbert Dorfmann nicht als Handicap: „Berlusconi spielt auf europäischer Ebene keine Rolle mehr. Tajani ist ein klassischer Christdemokrat nach dem Beispiel der deutschen CDU oder der österreichischen ÖVP“, sagte Dorfmann, der auch auf persönlicher Ebene eine gute Beziehung zum Italiener pflegt

     

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    Kommentare (5)

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    • rota

      …folglich sind für Dorfmann wie für Berlusconi Freunderln in der Politik wichtiger als Aufrichtigkeit und Korrektheit.
      Beim Berlusconi wusste man das schon lange und bei Dormann, ja der ist etwas jünger.

    • thefirestarter

      Ach Gott, schon wieder ein Freund Südtirols.
      Da können wir uns ja wieder auf etwas gefasst machen, beim lezten Freund, hat es von Seiten Roms so viele Anfechtungen von Landesgesetzen gegeben, wie nie zuvor.

    • guyfawkes

      Seit dem Abtritt von Frau Thaler Ausserhofer hat man nicht mehr viel gehört von den „bürgerlichen“ SVP’lern die eigentlich lieber mit dem „bürgerlichen“ Lager in Rom zusammenarbeiten würden. Offensichtlich möchten sich einige für die „Nach-Zeller-Ära“ neu positionieren – darunter auch der Vollzeit-Lobbyist Dorfmann.

    • andreas69

      Die SVP versucht zu allen Parteien, außer den extremen, einen guten Draht zu haben, wenn sie das Ohr auf der richtigen Stelle haben; was ist daran politisch gesehen falsch? Bei der SVP wird halt alles dem Ziel, „das Beste für Südtirol herauszuholen“ (wie es immer von Dr. Durnwalder formuliert wurde), untergeordnet. Das kann man mögen oder nicht. Eine Frage bleibt aber: Wer darf bestimmen, was das Beste für unser Land ist? Die auf-Zeit-gewählten-Politiker oder die Wähler?

    • rambo

      Tajani ist ein Südtirol-Freund, immer den gleichen Senf hört man von den besessenen SVPler.

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