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    Die Euregio-Olympiade

    Sportminister Luca Lotti will die Euregio bei einer Olympia-Bewerbung für 2026 mit Geldmitteln aus Rom unterstützen. Senator Hans Berger zeigt sich erfreut.

    Von Silvia Santandrea

    Wie die TAGESZEITUNG bereits berichtet hat, werden die Tiroler im Oktober darüber abstimmen, ob sie sich das Bundesland für die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben soll oder nicht. Die Tiroler Landesregierung will die Olympischen Spiele so organisieren, dass sie „regional angepasst sowie wirtschaftlich und ökologisch“ vertretbar sind. Somit sollen keine allzu hohen Kosten für Infrastruktur anfallen oder neue Sportanlagen errichtet werden. Bereits vor ein paar Wochen wurden die Sportanlagen in Südtirol vom Organisationskomitee begutachtet und auf ihre Tauglichkeit für eine Olympiade hin überprüft.

    Nun kündigte Sportminister Luca Lotti laut einem Bericht der Zeitung „L’ Adige“ an, die Teilnahme der gesamten Europaregion mit Geldmitteln unterstützen zu wollen. Somit würde auch das Trentino bei den Olympischen Winterspielen 2026 mit Tirol kooperieren.

    SVP- Senator Hans Berger, der mit dem Sportminister befreundet ist, meint: „Mit der Aussage des Ministers ist zwar noch keine Kandidatur verbunden, doch die Euregio hätte die Unterstützung des Ministeriums.“
    Er könne sich sehr gut vorstellen, dass Minister Lotti sich für eine Bewerbung der Euregio einsetzen würde, denn er sei auch für Cortina sehr aktiv tätig. „Im Grunde ist dem Minister alles wichtig, was zur Aufwertung der Gebiete beitragen kann“, sagt Hans Berger. Welche Summe genau das Ministerium bereitstellen möchte, ist noch unklar.
    „Insofern das Vorhaben Euregio-Olympia konkrete Formen annimmt, bin auch ich auf jeden Fall Befürworter“, so der Senator. Denn grundsätzlich profitieren laut Berger Südtirol und die gesamte Euregio von Großveranstaltungen, doch die konkrete Form der Veranstaltung, der Infrastrukturen und die Investitionstätigkeiten müssten vor einer möglichen Bewerbung noch genau besprochen werden.

    „Es soll nicht so sein, dass für Olympische Spiele neue, riesige Anlagen gebaut werden, vielmehr sollen die schon bestehenden Strukturen genutzt und so angepasst werden, dass sie den Anfordernissen entsprechen“, unterstreicht Berger. Doch die meisten Sportstrukturen würden die Anfordernisse ohnehin erfüllen, weil das Land in diesem Bereich technologisch sehr gut ausgestattet sei.

    „Die Euregio hat eine Ausstattung, die ihresgleichen nicht mehr so schnell zu finden ist. Die drei Regionen zusammen, haben ein riesiges Potential und einen optimalen Bestand an Infrastrukturen für eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele“, meint der Senator.

    Für eine gemeinsame Bewerbung müssen Südtirol und das Trentino noch abwarten, wie die Volksbefragung in Tirol ausgeht. Sollten die Olympia-Befürworter die Überhand haben, dann sollen weitere Gespräche mit den Tiroler Kollegen über eine mögliche Kooperation erfolgen. Auch Hans Berger meint, die brennende Frage sei, ob Tirol überhaupt mit Südtirol und dem Trentino zusammenarbeiten möchte, auch wenn das Ministerium die Regionen unterstützen würde. „Bei solchen Ankündigungen sollte man nicht vergessen, dass im nächsten Jahr eine neue Regierung gewählt wird. Die Aussage ist sicherlich ein positives Signal, doch zwischen einer Grundsatzaussage und der Unterzeichnung einen Verpflichtung ist noch ein Stück Weg vor uns“, so Berger.

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