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    „Schutzstatus abändern“

    Herbert Dorfmann

    Am Donnerstag wird im Umweltausschuss des EU-Parlaments über eine Anfrage von Herbert Dorfmann an die EU- Kommission abgestimmt, in der gefordert wird, dass der Schutzstatus des Wolfes an die lokalen Gegebenheiten angepasst wird.

    Der Wolf ist über die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) besonders geschützt. Die Mitgliedsstaaten sind dadurch verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass Wölfe langfristig einen lebensfähigen Bestand aufbauen können (den sogenannten „guten Erhaltungszustand“). „Sobald Wölfe in Regionen Europas einen guten Erhaltungszustand erreicht haben und somit andere Arten und Nutztiere gefährden und damit das natürliche Gleichgewicht des Ökosystems stören, muss ein Bewertungsverfahren entwickelt werden, welches es ermöglicht den Schutzstatus von Arten in bestimmten Regionen abzuändern,“ erklärt der SVP Politiker Herbert Dorfmann seine Forderung an die EU- Kommission. „Der Wolf und der Braunbär sind keineswegs vom Aussterben bedrohte Arten. Deshalb muss man erkennen, dass es Gebiete in Europa gibt, in denen die Rückkehr dieser Beutegreifen zu nicht akzeptablen Konflikten führt. Das zeigt die Situation in Südtirol deutlich.“

    Foto: 123RF.com

    Zum Thema Wolf hat Herbert Dorfmann bereits im Juni dieses Jahres eine Anfrage an die EU- Kommission gestellt, und zwar ob Wolfshybride als geschützte Art im Rahmen der Habitat- Richtlinie fallen. Der EU- Kommissar für Umwelt, Karmenu Vella, hat in seiner Antwort nun nicht nur darauf verwiesen, dass Hybriden nicht demselben Schutzstatus wie der Wölfe genießen, sondern die Vermischung von Wolf und Hund als Bedrohung anzusehen ist. Herbert Dorfmann dazu: „In Italien lässt sich in den vergangenen Jahren beobachten, dass es zunehmen zur Hybridisierung von Wolf und Hund kommt.

    Rund ein Drittel der 2.000 Wölfe in Italien sind sogenannte Mischlinge. Die Gründe für diesen Vorgang sind zum einen die genetische Affinität der beiden Arten und zum anderen die wachsende Zahl an Wölfen, die ihren Lebensraum erweitert haben. Zumindest diese Tiere sind zu entnehmen. Sie nehmen oft Verhaltensweisen von Hunden an und sind damit nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die Menschen eine Gefahr. „Der nationale Wolfsplan muss deshalb endlich genehmigt werden und er muss vorsehen, dass alle Mischlinge identifiziert und entnommen werden. Zudem muss einem weiteren Ausbreiten des Wolfes Einhalt geboten werden.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (12)

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    • franz

      Hybridisierung von Wolf und Hund das ist durchaus ein Problem nicht nur bei Hund – Wolf auch bei der Immigration, was dann schließlich zu einen demographischen Wandel zu Chaos Kriminalität usw. führt.

    • thefirestarter

      und hier der Volltext der Antwort des EU-Parlament:
      Dorfmann, qui est-ce?
      Un parlementaire, ici?

      • giftzwerg

        Kennst Du die Antwort der Bauern? Es wird sich nicht um lateinische, hochnäsige Sprüche handeln, vielmehr werden sie sich ins Fäustchen lachen, wenn sie das Problem lösen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Ortskenntnisse zahlen sich aus…

        • einereiner

          Der Vorstoss von Dorfmann ist gut und verdient großes Lob. Wenn er Erfolg hat, umso besser.
          Die Antwort der Bauern wird allumfassend sein und nicht zwischen Hybrid und Rotkäppchenwolf unterscheiden. Entweder die Politik und die Jäger handeln, oder es wird ihnen das Heft aus der Hand genommen werden.

    • rota

      nun hat also die hohe Politik wieder mal rumexperimentiert und voll in die Hose gearbeitet.
      Und wer bezahlt den angerichteten Schaden?
      Gehalt stornieren, entlassen, wäre in der Privatwirtschaft das Résumé.

    • sigmundkripp

      @franz: Ihr Beitrag ist ganz klar rassistisch und widerspricht geltenden Gesetzen.
      @redaktion taz: bitte solche Kommentatoren ermahnen und ggfs. ausschliessen. Die taz muss nicht das Sprachrohr von Rassisten werden.

    • rota

      Da wird mal wieder Rasse mit Rassismus gleichgeschaltet bzw verwechselt, und jeder gebraucht immer wieder eine selbstgestrickte Definition für beide Worte. Und jeder will sich bei Gebrauch dieser Ausdrücke selbst aufwerten und das Gegenüber geringschätzen.
      Es gibt keine klare allgemeingültige Eingrenzung zu den beiden Begriffen.

    • richard

      Es scheint als hätte dieses Provinz nur das Problem Wolf und Bär! Es gibt nicht einen einzigen verletzten Menschen in dieser Provinz! Warum sind wir dann so hysterisch und vollkommen aus dem „Haus“? Sind es einige Schafe, Rinder oder andere Tiere, welche der Mensch versklavt, ausbeutet, schlachtet und in sich hineinschürft, die wir einem anderen Tier nicht gönnen? Ist unsere Verantwortung für Natur und Umwelt nur bis an die eigene Brieftasche gelangt? Dass man sich so gegen die Tierwelt verhält ist kein gutes „Omen“ für diese Gesellschaft; es stinkt nach Eigennutz und Egozentrismus pur; Verantwortungslosigkeit gegenüber der Natur in purer Hülle. Möchte eine solche Gesellschaft Anerkennung und Solidarität erwarten? Die Raubzüge des Menschen gegen die Tierwelt ist die größte Schande, welche an dieser Menschheit haftet. Milliarden an getöteten Tieren jedes Jahr; jede Minute sterben X Tausende an Tiere aus Menschenhand. Und da kommen VIER aus einem Seitental, und die Welt steht „Kopf“; da wird mit Eigeninitiative gedroht und keiner hat die Courage solchen Aussagen einen Verweis zu geben?
      Man muss „Mensch“ sein, um die anderen Lebewesen nur mit Gewalt zu begegnen! Den Tieren werden solche Menschen nicht die Würde nehmen können, ihre haben sie wohl verloren!

      • giftzwerg

        Ich gebe Dir vollkommen Recht. Du treibst den Raubtieren den über die Evolution gebildeten Jagdinstinkt und Fleischbedarf aus, dann schaff ich das beim Menschen auch. Dann werden wir nur noch synthetische Nahrungsmittel zu uns nehmen, da Pflanzen auch Lebewesen sind und wir uns dem Rassenwahn nicht hingeben, zu unterscheiden, was lebenswürdige Lebewesen und lebensunwürdige Lebewesen sind. Hast Du schon genug, Richard, sonst kann ich noch einiges hinzufügen…

        • richard

          Das einzige schädliche Raubtier dieser Welt ist der Mensch!

          • giftzwerg

            Mit Sicherheit gebe ich Dir Recht mit einem Teil Deiner Aussage, aber das bezieht sich nur auf den Teil der Menschheit, die sich zuweit von ihrer Natur, die auch die Jagd und die Nutztierhaltung beinhaltet, entfernt. Ob er schädlich ist oder nicht, entscheidet nicht ein Artgenosse des schädlichsten Raubtieres dieser Welt selbst, sondern die Natur. Und falls ja, sie wird Mittel und Wege finden, dem ein Ende zu bereiten.
            P.s.: Du wirst es mir vielleicht nicht abkaufen, aber auch ich halte nichts von einigen Begleiterscheinungen der Zivilisation und gleichwenig von der Jagd als Trophäenbeschaffung, Selbstinszenierung oder gar als gesellschaftliches Ereignis, sondern ich beschränke mich auf die Nutzung von natürlichen Resourcen.
            Darüber hinaus frage ich Dich, ob Du die Naturvölker dieser Erde auch für schädlichste Raubtiere hältst, nur weil ihre Lebensart unter anderem die Jagd, die Nutztierhaltung und den daraus resultierenden Fleischverzehr beinhaltet.

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