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    „Hilfloses Zurück-Jaulen“

    Der Parlamentarier Florian Kronbichler übt Kritik an Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler in der Wolf-Debatte: „Zurückbrüllen ist keine Politik.“

    Der Parlamentarier Florian Kronbichler übt Kritik am Vorgehen der Landesverwaltung. „Bei allem Verständnis für den Ärger über das, was Bär und Wolf im Land anrichten, die Art, wie Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Schuler jetzt auf eine reale ökologische Herausforderung reagieren, kann nur als hilfloses Zurück-Jaulen bezeichnet werden“, so Kronbichler.

    Die Umtriebe der genannten Wildtiere bedürfen besonnener, angemessener Maßnahmen. Solche seien notwendig und möglich, auch im Rahmen der bestehenden Rechtslage.

    „Den Bedrohungen der Nutztiere auf den Almen und ihrer Bauern durch Wolf und Bär jetzt mit verbalen Drohgebärden gegen Staat und EU zu begegnen, so wie es der Landeshauptmann und sein Landesrat tun, ist nur Ausdruck von Hilflosigkeit, unglaubwürdig und somit kontraproduktiv. Südtirol wird Schutz für sich und seine Bewohner (Mensch wie Tier) einfordern dürfen und gewähren müssen. Einen solchen dem Staat Italien zu diktieren, ist jedoch lächerlich und wird nur trotzige Gegenreaktion herausfordern“, schreibt Kronbichler in einer Aussendung.

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    Kommentare (17)

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    • markusgufler

      Man könnte in einer Pressemitteilung auch mal die Spur einer Einsicht erkennen lassen, dass derlei Ansiedelungsprojekte einfach ein strunzdummer Blödsinn gewesen sind.
      Wen’s interessiert: hier sind die SIedlungsgebiete von Bär und Wolf in Europa einsehbar.
      http://ec.europa.eu/environment/nature/conservation/species/carnivores/conservation_status.htm

      Den Mehrwert unsere Region mit Steuergeldern und Nutztier-Schäden „beglücken“ zu müssen erkenne ich nicht wirklich.

      Aber immerhin hat Kronbichler hiermit festgehalten was er am besten kennt: eine trotzige Gegenreaktion.
      Lösungsansatz? Fehlanzeige!

      • marting.

        die Bauern könnten mehr spritzen, dann gehen Wolf und Bär von alleine wieder

      • guyfawkes

        Es gibt kein Ansiedlungsprogramm für den Wolf.

        • markusgufler

          Aber für Bären.
          Und ein Abschußverbot für Wölfe mit Aktionsplänen wie „Measures against illegal killing and control of poison baits“ oder „Habitat fragmentation and connectivity“ mit „Identify potential areas for expansion of wolf populations by spatial-
          explicit modelling using both ecological and social factors to predict future areas for natural recolonization and forecast the level of conflict that may arise;“

          Man kann auch nur behaupten, es gebe keine Aktionspläne, und aber trotzdem so tun.

          • guyfawkes

            Ich vermute mal das Abschussverbot hängt damit zusammen, dass es sich um eine geschützte Art handelt.
            Ich finde es schon ein bisschen arrogant wenn man den Afrikanern vorschreiben will, dass sie geschützte Tiere nicht abschiessen dürfen und hier beim ersten Wolf ein „bären- und wolffreies Land“ gefordert wird.

            • giftzwerg

              Wie schon gesagt, diese Viecher sind nicht vom Aussterben bedroht, allerdings die Tiere, die von ihnen gefressen werden. Deswegen geht das schon in Ordnung. Andererseits ist das Einlenken der Politiker nicht zwingend notwendig, da sich die Betroffenen so oder anders zu helfen wissen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, da sie erst erwischt werden müssten.

            • guyfawkes

              „….allerdings die Tiere, die von ihnen gefressen werden.“
              Wenn damit die Nutztiere gemeint sind, dann habe ich selten einen größeren Blödsinn gelesen.
              Wenn nicht: giftzwerg, bitte erleuchte uns.

              Noch etwas: Irgendwelche Kriminelle könnten auch bei dir zuhause einbrechen oder dich zusammenschlagen ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, da sie erst erwischt werden müssten. Was soll das bitte für eine Logik sein?

            • giftzwerg

              Wenn Nutztiere kein Eigentum sind, wieso müssen sie dann registriert werden und wieso muss dann der Eigentümer über sie die Verantwortung übernehmen? Das wird eine Verteidigung schon rechtfertigen.
              Noch was: für deine Kriminellen, es steht ihnen frei, das zu versuchen, ich liebe Herausforderungen, und glaube mir, Du hast mehr Recht, als Du denkst, sie werden tatsächlich keine rechtlichen Konsequenzen zu fürchten haben.
              Habe ich Dich nun aus dem Tal der Finsternis geführt?

      • einereiner

        Bravo Markus, gut geschrieben!
        Aber Grüne kennen das Wort Einsicht nicht für sich, sie fordern es nur permanent bei den anderen.
        Es gibt zwei Varianten:
        1. die Grünen fangen die Wölfe und Bären ein und bringen sie nach Sibirien
        2. wir erledigen sie. Bei Blei gibts ein Gulasch, zu denen wir sie vielleicht einladen, bei Gift können sie sie einen Meter unter den Radieschen suchen. Kollateralschäden bei Fleischfressenden Haustieren sind nicht zu vermeiden.
        Es reicht nämlich wirklich und die Gegenmassnahmen werden allumfassend sein.

    • hans1

      Herr Kronbichler müsste seiner Herkunft wegen das Problem mit dem Grossraubwild und den Almen eigentlich schon kennen: die Almen sinnvoll bewirtschaften unter solche Umständen ist nicht möglich. Entweder unsere vielfach klein strukturierten Almen bleiben frei von Wölfen und Bären oder die Bauern werden enteignet, damit diese Tiere freie Hand haben. So wäre wenigsten klar gestellt wo die Richtung hin geht. (wenn dann jährlich einige Wanderturisten geschnappt werden gehört das halt zum Südtirol Urlaub dazu).
      Es ist höchste Zeit das die Landesregierung klar Position bezieht und sich auf die Seite der betroffenen Bevölkerung stellt, denn sonst wissen die in Brüssel und Rom ja nicht einmal das
      wir ein Problem haben.
      Nochmal, sehr enttäuschend ist das Polemisieren des Herrn Kronbichlers, er müsste eigentlich wissen das viele Bauern eine wirklich innige Beziehung zu ihren Almen haben und die dementsprechende Reaktion verstehen und gangbare Lösungen aufzeigen.
      So steht er als nörgelnder Tepp da.

    • franz

      In Afrika gibt es riesige Gebiete wo keine Menschen leben dort haben Tiere reichlich Platz,
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nationalparks
      wenn es ein Abschussverbot gibt, dann wegen der Wilderei von aussterbenden Arten:
      Bären und Wölfe gehören nicht zu den aussterbenden Arten.
      Auch Immigranten aus Afrika brauchen kein Schutzprogramm sie sind keine aussterbende Art, haben ausreichend Lebensraum, demnach könnte man sie ohne Weiteres in ihr Herkunftsland zurückschicken.

    • thefirestarter

      Wie sie das wohl in der Schweiz hingekriegt haben?
      Ach ja, die Schweiz ist nicht in der EU!

    • sepp

      Bauern auf wachen und snägschte jahr nett SVP wählen

    • ahaa

      Die Wòlfe gibt es schon lange,es wurde verheimlicht das nicht das passiert.Die Medien puschen,und die Politik macht es sich zu nutzen.
      Bauern lassen Tiere tòten.
      1 Schaf kostet 60 Euro.
      Der Marderschaden kostete mich ùber 600.
      Und?Tòte ich jetzt alle Marder?
      In 50 Jahren gab es 8 Tote durch Wòlfe.5 hatten sich die Tollwut geholt und 3 wurden angegriffen und getòtet weil sie angefangen haben die Tiere in Rudeln zu fùttern.
      Auch um Rom gibt es viele Wòlfe.Da sind nur nicht solche Weicheier!
      Die Wahrscheinlichkeit mit dem Handy vor der Nase unters Auto zu rennen ist deutlich hòher.

      • giftzwerg

        Dir steht es frei, Deine Wölfe zu schützen, dem Bauer steht es frei, sein Vieh vor den Wölfen zu schützen. Rate mal, wer scheitert und wer im Geheimen seinen Erfolg feiert… Im Übrigen wird er sich denken, dass er es sich nicht leisten kann, sich aufzuregen, aber er kann es sich leisten, dass Du Dich aufregst…

      • einereiner

        @ahaa,
        ein Schaf kostet 60 Euro, ja. Und hundert Schafe? Wenn ein Wolf in seinem Leben nur ein Schaf erlegen würde, wäre die Sache nicht so schlimm. Aber 50 Wölfe in Südtirol würden ALLE Schafe für immer erledigen.
        Deswegen erledigen wir zuerst die Wölfe und Bären.

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