Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » „Io non sono responsabile di un c…“

    „Io non sono responsabile di un c…“

    Wildwest-Szenen im Amt für Jagd und Fischerei: Eine Gruppe von Landwirten wurde kürzlich unangemeldet bei Amtsdirektor Luigi Spagnolli vorstellig. Die Situation artete aus. 

    von Lisi Lang

    Es sind tumultartige Szenen, die sich vergangene Woche vor dem Büro von Luigi Spagnolli, dem Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei, abgespielt haben. Eine Gruppe von Landwirten ließ beim Amtsdirektor ordentlich Dampf ab und drückte ihren Unmut im Bezug auf die Probleme mit Wolf und Bär in Südtirol aus. Sie verlangten Antworten auf ihre vielen Fragen und drückten ihr Unverständnis über die Vorgehensweise der Politik aus.

    Dabei ging es aber irgendwann sehr emotional her, wie heimlich gefilmte Videoaufnahmen zeigen. Die Landwirte zeigten dem Amtsdirektor Fotos der gerissenen Schafe und betonten mehrmals, dass es so nicht weitergehen könne.

    Amtsdirektor Luigi Spagnolli versuchte die aufgebrachten Landwirte im Gespräch zu beruhigen und erklärte auch mehrmals die Rechtslage und die Möglichkeiten des Landes.

    Nur wenige Minuten später eskaliert die Situation aber, wie ein Video zeigt. Die Landwirte brüllten Spagnolli an und dieser wurde ebenfalls laut: „Ma ragazzi io cosa devo fare? Io mica faccio le regole, io le applico“, so ein aufgebrachter Spagnolli. Der Amtsdirektor wiederum wird von einem Bauern angebrüllt: „Ma lei è responsabile.“

    „No“, konterte Spagnolli, „io non sono responsabile, a Roma ci sono i responsabili. Io non sono responsabile di un c… ragazzi“, schrie der Amtsdirektor. Und er ergänzt: „Io non sono responsabile e neanche l’assessore è responsabile. Noi possiamo, con le regole che abbiamo, fare quello che si può fare.“

    LESEN SIE IN DER HEUTIGEN PRINT-AUSGABE: 

    *Was Landesrat Arnold Schuler und Amtsdirektor Luigi Spagnolli zu diesen Szenen sagen. 

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (27)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • einereiner

      Die Sache ist ganz einfach: die Bürgermeister sind für die Sicherheit der Bürger verantwortlich und können den Abschuss aus Sicherheitsgründen anordnen.

      Oder: wenn ein Jäger dem Bären (oder Wolf) begegnet, kann er ihn abschiessen und auf Notwehr plädieren. Der Heldenstatus im Dorf sollte ihn dazu genug animieren.

      Aber unsere Politiker eiern so lange rum, bis die Bauern zur Selbsthilfe greifen….dann wird es aber Kollateralschäden bei Hunden geben.

    • martasophia

      Mal ganz abgesehen vom Konflikt, den es da gibt, finde ich es schrecklich, dass heutzutage alles gleich gefilmt und an die Presse weitergegeben wird.

      • franz

        @martasophia
        Gott sei Dank, dass es noch eine freie Presse gibt, die das manchmal kriminelle bürgerfeindliche Verhalten von Politikern öffentlich machen, was die Scheinpopulisten und Sesselkleber immer schön zu vertuschen schönzureden versuchen und damit die Bürger belügen und verarschen.
        Nach dem Motto von Frau Landesrätin Stocker: “ Man sollte irgendwie Schreckensgespenste vermeiden die Menschen verunsichern oder “Begrifflichkeiten“ die den Menschen Angst machen.
        http://www.tageszeitung.it/2016/02/14/kein-hotspot-am-brenner/ Video 1:45

    • brutus

      …was artet hier aus, eine ganz normale, wenn auch heftige Diskusion, die dem brisanten Thema geschuldet ist. Ich kann die Betroffenen versteh’n…

    • andreas

      Grande Gigi, ich finde es lustig und er lacht auch gleich nachher, also nichts mit tumultartigen Szenen.

    • watschi

      das problem wäre so einfach aus der welt zu schaffen. hauptsache die aggressiven tierschützer bekommen nichts mit. „ach schade, wolf und bär sind ausgewandert, weil man sie hier einfach nicht wollte“. wer gräbt denn schon die ganzen wälder südtirols um?

    • franz

      Die Bauern sollte die für das Projekt “Wiederansiedelungsprojekt Life Ursus‘ verantwortlichen Politiker bzw. die sogenannten “selbsternannten Tierschützer“ bei der Staatsanwaltschaft wegen Tierquälerei anzeigen bzw. bei Gericht auf Schadenersatz verklagen.
      ( art. 544-ter c.p., & DL-Depenalizazione art 3 comma 1 che punisce „chiunque, per crudeltà o senza necessità, cagiona una lesione ad un animale ovvero lo sottopone a sevizie o a comportamenti o a fatiche o a lavori insopportabili per le sue caratteristiche etologiche“ multa da 10.000 € a 50.000 euro.[…] „ / Schaf, Ziege, Esel oder Kalb.. + Schadenersatz.

    • morgenstern

      Amtsdirektor ohne Zuständigkeit, willkommen in der weltbesten Voll(trottel)autonomie.

    • adobei

      @gigipipi
      passt zu deinem Niknamen – niveauloser Kommentar!

    • cif

      Spagniolli behauptet zuerst die EU trägt die Verantwortung, sobald er angepfiffen wird, verweist er auf die Römer. Was ist nun Sache?

    • franz

      Es ist wohl die arrogante Art dieser Bürokraten wie Luigi Spagnolli anlässlich dieses Treffen mit den erzürnten Bauern und LR-Schuler in der “Dolomitenausgabe“ vom 26/27 08.2017
      was die betroffenen Bauern zum kochen bringt. unter anderem, “dass es bisher stets gerechte Entschädigungen gegeben habe und wies darauf hin, dass es aber keine Entschädigung für gerissene Schafe laut EU-Richtlinien geben könne, wenn nicht ausreichend Schutzmaßnahmen für die Tiere ergriffen werden. “ […]
      “Es handelt sich dabei um öffentliche Gelder und laut EU -Grundsatz muss erst alles unternommen werden um Schäden zu vermeiden“ so LR- Schuler [..]
      ( Die beiden Herren meinen wohl die Bauern sollten die Almen einzäunen, wie Spagnolli einmal meinte ) Anscheinend haben die beiden Herren noch nie eine Alm gesehen.
      Wenn sich die Verantwortlichen an diesen Grundsatz halten würden, dann hätten die Bürokraten in Brüssel dieses Projekt das “Wiederansiedelungsprojekt Life Ursus “ nie in Leben rufen dürfen.
      Des Weiteren sollte die SVP damit anfangen illegale Immigranten
      ( laut Kassationsgericht 2016 96 % Clandestini ) http://www.riscattonazionale.it/2016/12/17/la-clandestinita-reato-italia-la-cassazione-attacca-tribunali-buonisti-rispettate-la-legge/
      die ca. 1700 Asylantragsteller die sich in Südtirol aufhalten und nach Klärung ( Ablehnung ihres Asylantrags ), bzw. die rund 100 Clandestini die sich lau Fandungsleiter Giusepper Tricarico von der Questur ( Dolomitenausgabe 26/27. 08.2017
      illegal in der Stadt aufhalten in der Stadt in ihre Heimat zurückzuschicken.
      Bei der Unterbringung von diesen Immigranten handelt es sich auch um öffentliche Gelder“

    • richard

      Sind das schon die Anzeichen, wie man in einer Diktatur denkt und lenkt?
      Anderen Lebewesen das Recht auf Leben aberkennen, zeugt nicht sehr von Anstand und Sitte!

    • cif

      @richard bist du Vegetarier?

    • richard

      Mein sein beruht nicht auf Ausgrenzen! Ich vertrete gerne jene Lebewesen, denen wir als Mensch jede Grundlage und jeden Lebensraum genommen haben. Man kann sehr wohl Bedenken verstehen, doch man muss umdenken lernen, andere Strategien und Herausforderungen annehmen. Wir nehmen den Tieren jeden Lebensraum, wir schießen das Wild ab, welches einen Teil der Nahrungskette in der Natur darstellen könnte. Die Almwirtschaft ist erst wieder in den 90 Jahren attraktiv geworden, es gab Zeiten wo man daran sehr wenig Interesse hatte. Nun, da es einen Konsumrausch gibt, besetzen wir alle Steil- und Berghänge, mit unserer wirtschaftlichen Einstellung nur auf Profit.
      Geben wir den Tieren den Raum, auf den sie aufgrund der Naturgesetze Anspruch haben.
      Und schlussendlich noch! Ich bin gegen diese Hetze und diese ganzen Tierhasspredigen, welche die Presse und so einige Kräfte „wie Raketen“ tagtäglich verschießen. Dies ist nicht anständig und menschlich, wir haben mehr in uns, als dass es nötig wäre, den Tieren jeden Lebensraum zu nehmen und solch ein Spektakel aufzuführen.

      • ft

        Sie haben Recht. Die profitgeilen Bauern glauben immer noch, es geht zu wie
        in den alten Zeiten wo man nur im Landhaus auftauchen musste, und mit dem
        was man wollte wieder abziehen konnte. Dass die Gesetze eingehalten werden müssen, haben sie nie kapiert, denn bei Bedarf wurden sie zu ihren Gunsten
        geändert. Deswegen auch die Hetze gegen den Schuler der nicht nach ihrer
        Pfeife tanzt. Die Schafe und die Wölfe sind gleichwertig. Beide verdienen das Leben.

        • franz

          Schuler der nicht nach ihrer Pfeife tanzt. ? ha ha
          LR Schuler tanzt genau nach der Pfeife der linken Postkommunisten des PD wie Stocker und LH KOmpatscher und Achammer, SVP- Vasallen des PD.

        • einereiner

          @ft
          Überleg mal wo du herkommst! Südtirol war ein armes Bauernland und ohne frühere Almwirtschaft wärst du wahrscheinlich gar nicht geboren. Schafe und Wolf sind gleichwertig? Ein Wolf frisst in seinem Leben hunderte Schafe und andere Tiere. Dann fang mal an zu rechnen!!!!!!

    • homoerektus

      Und im Osten sowie in Rumänien leben Bauern mit ihren Schafen und Rindern seit immer mit Bären und Wolf. Sind wir Tiroler Blöder?

    • franz

      Wie schon geschrieben die naiven sogenannten “selbsternannten Tierschützer“ für die nur Bär und Wolf das Recht zu leben haben, während Schaf, Ziege und Esel ( mit Esel meine ich nicht ft ) kein Recht haben bzw. nicht geschützt werden müssten gemäß Tierquälerei strafrechtlich verfolgt werden ( art. 544-ter c.p., & DL-Depenalizazione art 3 comma 1 ) bzw. auf Schadenersatz bei Gericht verklagt werden.
      Daher sollten die Bauern Politiker und naive Tierschützer wie die für das “Wiederansiedelungsprojekt Life Ursus “ und die Tierquälerei verantwortlich sind und den Bauern eine Entschädigung streitig machen ( Schuler, dass es bisher stets gerechte Entschädigungen gegeben habe und wies darauf hin, dass es aber keine Entschädigung für gerissene Schafe laut EU-Richtlinien geben könne, wenn nicht ausreichend Schutzmaßnahmen für die Tiere ergriffen werden. “ […]
      “Es handelt sich dabei um öffentliche Gelder und laut EU -Grundsatz muss erst alles unternommen werden um Schäden zu vermeiden“ so LR- Schuler [..] ( “Dolomitenausgabe“ vom 26/27 08.2017 )
      Auch bei die von LR Schuler Landesrätin Stocker untergebrachten Immigranten ( 96 % Clandestini ) handelt es sich um öffentlichen Geldern.

    • franz

      Die Wiederansiedlung von Bär und Wolf sind außer Kontrolle geraten und uns reicht es“, sagen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler.
      Dementsprechend haben sie ein Maßnahmenpakt geschnürt, das unter anderen den Ausstieg des Landes aus von Luis Durnwalder unterzeichneten den Bär- und Wolfprojekten. vorsieht
      Aus den vom Land bzw. von Luis Durnwalder unterzeichneten den Bär- und Wolfprojekten. austeigen.?
      https://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/Baer-und-Wolf-Jetzt-reicht-es-uns
      Noch gestern kritisierte LR Schuler den Bauernbund der sich dafür einsetzt ähnlich wie im Veneto aus den Wolfprojekten. auszusteigen, dazu LR Schuler wir haben diese Projekt nie unterzeichnet daher könne man auch nicht aussteigen.
      Oder -zum Thema : “invasion-der-baeren“
      Arnold Schuler „Außerdem wurde das Ansiedelungsprojekt nie aktiv von Südtirol unterstützt.“ .Doch man müsse sich nach den europäischen Richtlinien richten, laut denen Bären und Wölfe zu den streng geschützten Arten zählen. […]
      http://www.tageszeitung.it/2017/07/25/invasion-der-baeren/
      Das zeigt wie der Bürger von diesen Sesselkleber verarscht und belogen wird.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen