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    Radtag auf das Stilfserjoch

    Am 2. September 2017 findet die 17. Auflage des Radtages auf das Stilfserjoch statt.

    Umweltlandesrat Richard Theiner und der Direktor des Nationalparks, Hanspeter Gunsch, stellten am Mittwoch die Details zum Radtag vor, zu dem mehr als 10.000 Radfahrer erwartet werden.

    „Die Passstraße auf das Stilfserjoch ist zweifelsohne die schönste und beeindruckendste in ganz Europa“, sagte Theiner, der daran erinnerte, dass der Radtag in seiner Startphase auf viel Skepsis gestoßen ist, weil die Straße mehrere Stunden für den motorisierten Verkehr gesperrt werden muss. „Heute ist der Radtag ein Werbeträger ersten Ranges, wie man auch an den Teilnehmern sieht, die nicht nur aus ganz Europa, sondern auch aus Übersee anreisen“, so Theiner.

    Parkdirektor Gunsch sagte an die Adresse von Radfahrern und Autofahrern, dass die Passstraße zwar von 8 bis 16 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. „Das gilt aber nur für den Abschnitt von Trafoi bis zum Pass, nicht jedoch für den Abschnitt von Prad nach Trafoi“, erklärt Gunsch. Hinzu kommt, dass der Radtag an einem Samstag stattfindet, an dem üblicherweise der Urlauberschichtwechsel stattfindet. „Entsprechend groß ist das Verkehrsaufkommen und entsprechend vorsichtig sollten sich deshalb alle verhalten, das gilt insbesondere für die Strecke Prad-Trafoi“, betonte Gunsch.

    Wer nach der Fahrt auf das Stilfserjoch über den Umbrail Pass und damit über die Schweiz nach Hause fahren will, sollte einen Ausweis bei sich haben. Wichtig ist auch, dass sich jeder ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und eine wetterfeste Kleidung bei sich hat. „Und natürlich sollte jeder, der mit dem Rad die Passstraße hoch und wieder hinunterfährt, einen Helm tragen“, sagte Gunsch. Vergangenens Jahr mussten immerhin 43 Personen von Sanitätern versorgt und vier Teilnehmer stationär aufgenommen werden.

    Versorgungsstationen werden auf den Kehren 31 und 14 eingerichtet, auf der Franzenshöhe befindet sich zusätzlich eine mobile Reparaturwerkstatt für defekte Räder. Wer sich T-Shirt mit dem Bartgeier-Motiv zulegen möchte, das eigens für den Radtag entworfen wurde, kann dies bei den Kehren 44 und 20 tun.

    Die Ortspolizei legt Wert auf den Hinweis, dass Teilnehmer, die mit dem Rad bis nach Prad fahren, ihr Auto möglichst am Ortsrand und nicht in der Nähe des Ortszentrums abstellen sollten. Und da viele Radbegeisterte bereits in den frühen Morgenstunden starten, wo es noch finster ist, sollte die Räder mit dem notwendigen Licht ausgerüstet sein.

    Die Veranstalter erinnerten auch daran, dass die Notrufzentrale in Südtirol mit der Nummer 118 erreichbar ist. Auf lombardischer Seite muss man jedoch im Notfall die 112 und auf Schweizer Seite die 144 wählen.

    Landesrat Theiner und Parkdirektor Gunsch dankten den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich wäre: Der Freiwilligen Feuerwehr, dem Weißen Kreuz, der Bergrettung, den Carabinieri, der Kantonspolizei im Münstertal, der Finanzwache, der Gemeindepolizei, den Mitarbeitern des Nationalparks, der Berufsfeuerwehr Bozen, dem Straßendienst Vinschgau, den Bürgermeistern und auch dem Sportverein Prad, der für Freitagabend eine Modeschau mit Sambamusik organisiert.

     

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    Kommentare (1)

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    • zufall

      Toll, so ein Event an so einem schönen Ort, aber ein sehr schlechtes Beispiel für Europa: anstatt alles einfacher und einheitlicher zu machen, muß man sich sobald man auf dem Paß ist verschiedene Notrufnummern einprägen. Wo gibts denn sowas??? Die Schweiz ist nicht in der EU, davon ist dann auch nicht die Rede, aber in einem Land sollte man gar nicht erst denken müssen, daß in verschiedenen Regionen unterschiedliche Notrufnummern zu wählen sind. Schließlich braucht man diese Nummern in dringenden Fällen und es sollte eigentlich nur eine in ganz Europa sein! Meiner Meinung nach hätte man dafür schon vor der Einführung des Euro sorgen müssen!

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