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    EV Zug holt den Cup

    Der EV Zug hat sich zum zweiten Mal nach 2010 den Turniersieg beim internationalen DolomitenCup in Neumarkt gesichert.

    Vor mehr als 1.200 in der rappelvollen Würtharena wies der Schweizer Vize-Meister Titelverteidiger Augsburg mit 5:4 in die Schranken.

    Das über weite Strecken hochklassige Finale begann mit wahrem Power-Eishockey der Zuger, die das Gaspedal voll durchdrückten und bereits im ersten Powerplay den Torreigen eröffneten.

    Foto: Max Pattis

    Viktor Stålberg war nach drei Minuten zur Stelle, als Panther-Goalie Jonathan Boutin die Scheibe abprallen ließ. Er netzte zum 1:0 ein. Die Schwaben fanden auch in der Folge nicht ins Spiel, auch weil sie sich durch unnötige Strafen immer wieder schwächten. Eine dieser Überzahlsituationen nutzte Zug, um in der neunten Minute auf 2:0 zu erhöhen.

    Der Kapitän des Schweizer Nationalteams Raphael Dìaz drosch die Hartgummischeibe von der blauen Linie in die Maschen. Die Panther wussten zu diesem Zeitpunkt gar nicht wie ihnen geschieht. Erst nachdem Lino Martschini mit einem Pfostenknaller am 3:0 vorbeischrammte, wachten die DEL-Cracks auf.

    Eine der ersten richtigen Offensivaktionen wurde prompt mit dem Anschlusstreffer belohnt: Scott Valentine gab dem Augsburger Schlussmann Tobias Stephan in der 16. Minute erstmals das Nachsehen.

    Power-Eishockey und Emotionen pur

    Im Mittelabschnitt begann zunächst der Titelverteidiger aus Bayern druckvoll, doch schon bald kauften ihm die Eidgenossen wieder die Schneid ab. Eine neuerliche Überzahlsituation führte schließlich zum 3:1. Auf Zuspiel von Dìaz beförderte Reto Suri den Puck ins Kreuzeck.

    Die Panther zeigten sich wenig beeindruckt und trugen nun zu einem rassigen Schlagabtausch bei, der die Gemüter in der Würtharena immer wieder hochgehen ließ. In der 33. Minute war es erneut Valentine, der die Augsburger Offensivbemühungen in einen Torerfolg ummünzte.

    Er verkürzte nach einer tollen Kombination auf 2:3. Ausgerechnet jetzt, als die Panther ihre beste Phase hatten, schlugen die Zuger bei zwei ihrer seltenen Entlastungsangriffe eiskalt zu: Zunächst war es Suri, der Boutin im Eins-gegen-Eins alt aussehen ließ, nur eine Minute später erhöhte Timothy Kast aus kurzer Distanz auf 5:2.

    Augsburg macht es nochmal spannend

    Im Schlussabschnitt zollten beide Teams dem bis dahin enorm hohen Spielrhythmus Tribut. Nennenswerte Torchancen waren nun Mangelware.

    Das lag auch daran, dass Zug bewusst Tempo rausnahm, um in der Defensive kein unnötiges Risiko einzugehen. Erst in der 54. Minute konnte Augsburg den Schweizer Abwehrriegel knacken. Mal wieder war es der überragende Valentine, der sein Team am Leben hielt und eine brisante Schlussphase einläutete.

    Die Spannung stieg nur kurze Zeit später nochmal deutlich an, als Braden Lamb Augsburg im Powerplay auf 4:5 heranbrachte. Nun kochten die Emotionen immer wieder über, doch Zug behielt am Ende den Durchblick und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Der zweite Titelgewinn beim DolomitenCup war unter Dach und Fach.

    EV Zug – Augsburger Panther 5:4 (2:1, 3:1, 0:2)

    Zug: Treutle (Jenike); Köppchen-Gilbert, Festerling-Aronson, Mebus-Torp, Alanov-Weber; Steckel-Möchel-Pföderl, Dupuis-Pfleger-Segal, Reinprecht-Ehlyz-Reimer, Buzas-Fox-Pohl
    Coach: Rob Wilson

    Augsburg: Lerg (Bertrand); Ross-McCormack, Crinon-Campbell, Raux-Faure, Ritz; Glen-Tringale-Scheid, Bouvet-Thillet-Gutierrez, Lewis-Hulshof-McDonald, Ritt-Faure-Serer
    Coach:Luciano Basile

    Tore: 1:0 Viktor Stålberg (2.49), 2:0 Raphael Dìaz (8.19), 2:1 Scott Valentine (15.26), 3:1 Reto Suri (24.51), 3:2 Scott Valentin (32.16), 4:2 Reto Suri (38.56), 5:2 Timothy Kast (39.44), 5:3 Scott Valentine (53.07), 5:4 Braden Lamb (55.49)

    „Best Player“ Zug: Viktor Stålberg
    „Best Player“ Augsburg: Scott Valentine

    Schiedsrichter: Andrea Benvegnù, Turo Virta

    Zuschauer: 1.213 (ausverkauft)

    DolomitenCup 2017:

    Freitag, 11. August
    Augsburger Panther (GER) – Les Rapaces de Gap (FRA) 5:1

    Samstag, 12. August
    Nürnberg Ice Tigers (GER) – EV Zug (SUI) 4:5 n.P.

    Sonntag, 13. August
    Spiel um Platz 3: Les Rapaces de Gap (FRA) – Nürnberg Ice Tigers (GER) 6:3
    Finale: Augsburger Panther (GER) – EV Zug (SUI) 4:5

    Ehrentafel DolomitenCup:

    2006
    1. Frankfurt Lions
    2. Servette Geneve
    3. Augsburger Panther
    4. HC Neumarkt Selection

    2007
    1. Frankfurt Lions
    2. TWK Innsbruck
    3. ERC Ingolstadt
    4. Team Italy

    2008
    1. Frankfurt Lions
    2. SC Langnau Tigers
    3. TWK Innsbruck
    4. Team Italy

    2009
    1. Kölner Haie
    2. EV Zug
    3. Black Wings Linz
    4. Team Italy

    2010
    1. EV Zug
    2. Ice Tigers Nürnberg

    2011
    1. EHC München (DEL)
    2. Klagenfurter AC? (EBEL)
    3. HC Pustertal?(SERIE A)
    4. Team Italy (ITA)

    2012
    1. HC Lugano (NLA)
    2. Iserlohn Roosters (DEL)
    3. Black Wings Linz (EBEL)
    4. Lorenskog IK (GET-LIGAEN)
    5. HC Pustertal (SERIE A)

    2013
    1. Augsburger Panther (DEL)
    2. Villacher SV (EBEL)
    3. HC Pustertal (ELITE A)
    4. SC Langnau Tigers (NLB)
    5. Grizzly Adams Wolfsburg (DEL)
    6. HC Innsbruck (EBEL)

    2014
    1. Augsburger Panther (DEL)
    2. Schwenninger Wild Wings (DEL)
    3. HC Ambrì Piotta (NLA)
    4. Ishockeyklubb Lorenskog (GET-LIGAEN)
    5. EHC Olten (NLB)

    2015
    1. Kloten Flyers (NLA)
    2. ERC Ingolstadt (DEL)
    3. Adler Mannheim (DEL)
    4. Sparta Prag (EXTRALIGA)

    2016
    1. Augsburger Panther (DEL)
    2. Nürnberg Ice Tigers (DEL)
    3. Klagenfurter AC (EBEL)
    4. HC Kometa Brno (EXTRALIGA)

    2017
    1. EV Zug (SUI)
    2. Augsburger Panther (GER)
    3. Les Rapaces de Gap (FRA)
    4. Nürnberg Ice Tigers (GER)

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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