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    Die Sturmschäden

    Im Etschtal haben Sturmböen in den letzten Tagen einige Landwirte schwer getroffen. Der Terlaner Bauer Thomas Hafner muss eine gesamte Apfelanlage ersetzen.

    von Lisi Lang

    Frost, Hagel und nun auch noch Sturmböen. Die Gewitter der letzten Tage und Wochen machen den Landwirten in Südtirol das Leben schwer. Nur wenige Bauern sind bisher komplett verschont geblieben, da sei es Frost- als auch die Hagelschläge großflächig vorgekommen sind.

    Im Gebiet um Terlan ist aber nicht der Hagel der letzten Tage für enorme Schäden verantwortlich. Hier haben Sturmböen ganze Obstanlagen umgefegt. Mehrere Hektar zwischen Terlan, Vilpian und Andrian sind betroffen.
    Der Terlaner Landwirt Thomas Hafner ist einer von ihnen. Er wird im kommenden Jahr eine komplette Anlage von rund 8.000 Quadratmetern austauschen müssen. „Bei uns haben die Sturmböen praktisch 8.000 Quadratmeter Fuji und Braeburn flachgelegt“, sagt der Terlaner Obstbauer.

    Die Junganlagen des Terlaner Bauers sind verschont geblieben, die mehrjährigen Bäume auf den rund 8.000 Quadratmetern wurden aber komplett abgerissen. „Die etwas älteren Bäume bieten dem Wind mehr Angriffsfläche“, bedauert Thomas Hafner. Auch andere Obstanlagen in der Nähe des Terlaners wurden beschädigt. „Nachbarn haben mir erzählt, dass Sturmböen mit fast 75 Stundenkilometern gemessen wurden – das ist wie wenn ein kleiner Tornado über uns hinwegfegen würde“, sagt Hafner. Auch Fensterscheiben und andere mehrjährige Bäume wurden vom Sturm beschädigt.

    Hagelnetz hatte der Landwirt aus Terlan auf seiner Anlage keines. „Diese Anlage stand frei, war aber relativ gut aufgestellt. Man sieht aber, dass einige Nachbarn, die ein Hagelnetz samt Querverankerung hatten, verschont geblieben sind und nur einige Drähte nachziehen mussten“, so der Landwirt.

    Der Schaden aufgrund dieser Sturmböen ist enorm: „Unsere Anlage in diesem Gebiet ist knapp zwei Hektar groß und die Versicherung hat einen Schaden von 60 Prozent geschätzt – also für jene Bäume, die abgerissen wurden einen Schaden von 100 Prozent“, erklärt Thomas Hafner. Damit aber nicht genug: Da die Bäume durch den Sturm komplett abgerissen wurden, müssen sie ausgetauscht werden. Der Landwirt muss also neben den Spesen für eine Neuanlage auch mit Ernteausfällen in den nächsten Jahren rechnen.

    LESEN SIE IN DER HEUTIGEN PRINT-AUSGABE:

    Der Bozner Paolo Bertlolini ist Betreiber des Campingplatzes Marina di Venezia in Cavallino, wo ein Wirbelsturm am Donnerstag große Schäden angerichtet hat.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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