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    Schutzengel aus Beton

    Alle Fotos: Lpa/Wildbachverbauung

    Die Bauten der Wildbachverbauung haben bei den verheerenden Unwettern in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schlimmeres verhindert, wie diese FOTOS eindrucksvoll belegen.

    In den vergangenen Jahren haben sich die Bauwerke der Wildbachverbauung oberhalb des Campingplatzes am Toblacher See bereits mehrmals bewährt. So auch während der heftigen Unwetter am vergangenen Wochenende in Toblach.

    „Die Schutzbauten beim Campingplatz haben an die 30.000 Kubikmeter Material aufgehalten“, berichtet der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger.

    Sobald das Wasser aus dem Rückhaltebecken abgelaufen und das angeschwemmte Material transportfähig ist, wird mit der Räumung des Beckens begonnen.

    Gut funktioniert haben auch die Sperrenstaffelung und das Rückhaltebecken im Gossegraben.

    Rund 10.000 Kubikmeter Material sind hinter der Sperre liegen geblieben.

    „Ein Teil der Mure hat die Straße nach Cortina und die Rienz verlegt und infolge den Toblacher See rückgestaut. Die Schäden sind aber überschaubar, berichtet der Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost, Sandro Gius.

    Um den Wasserspiegel des Sees zu senken, musste die Freiwillige Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Wildbachverbauung am Sonntag einen Bypass (Umleitung) errichten.

    Bisher konnte der Toblacher See um etwa 50 Zentimeter abgesenkt werden. Um zu verhindern, dass sich das Bachbett der Rienz eingräbt, muss laut Gius das Wasser langsam ablaufen.

    Die Brücke über den See zu den Gastbetrieben und dem Campingplatz ist wieder frei befahrbar.

    Die übermurte Straße beim Gossegraben wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem Straßendienst geräumt. Vorarbeiter Bernhard Leimgruber und Gebhard Oberarzbacher sind bereits dabei, die überschaubaren Schäden an den Schutzbauwerken zu beheben.

    Der Campingplatz am Toblacher See war in der Vergangenheit bei heftigen Gewittern oft Sorgenkind der Wildbachverbauung.

    Der äußere Kontschieder Graben übermurte regelmäßig das Gelände. Zudem transportierte der nahe gelegene Troger Bach mehrmals jährlich große Mengen an Material bis zur Mündung in die Rienz und unterbrach einen viel begangenen Forst- und Wanderweg entlang der Rienz.

    Im Jahr 2009 beschlossen die Experten des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost der Agentur für Bevölkerungsschutz, dem Problem zu Leibe zu rücken:

    Die bereits bestehenden Ablenkdämme im Graben wurden auf insgesamt 700 Meter verlängert.

    Da die Dämme angeschwemmtes Material in den Troger Bach lenkten und ein Rückstau der Rienz verhindert werden musste, wurde im darauffolgenden Jahr im Bach eine fünf Meter hohe Rückhaltesperre aus Beton samt dem dazu gehörigen Becken und einer kleinen Brücke aus Betonelementen gebaut.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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