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    „Erschreckende Statistik“

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    Bereits 12-Jährige nach Suff im Krankenhaus: Es gibt eine starke Zunahme des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen.

    Im Jahr 2016 mussten 325 Jugendliche (nicht älter als 25 Jahre) wegen Alkoholmissbrauchs in ein Südtiroler Krankenhaus eingeliefert werden. Diese erschreckende Zahl bestätigte Soziallandesrätin Martha Stocker auf eine entsprechende Anfrage der Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, Sven Knoll und Bernhard Zimmerhofer.

    Im Vergleich zum Jahr 2015 entspricht dies einer Zunahme von 70 Prozent.

    Von den 325 Jugendlichen mussten 43 sogar stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Einige betroffene Jugendliche waren nicht älter als zwölf Jahre. In 31 Fällen waren die Patienten männlich, in nur zwölf Fällen weiblich.

    282 Jugendliche mussten nach überhöhtem Alkoholkonsum in die Erste Hilfe eingeliefert werden. In 31 Fällen waren die jungen Komatrinker nicht älter als 15 Jahre. Der größte Teil der Betroffenen sind die 16- bis 20-Jährigen. Hier wurden 170 Fälle verzeichnet, während bei den 21- bis 25-Jährigen „nur“ mehr 81 Fälle registriert wurden.

    Unkontrollierter Alkoholkonsum scheint vorwiegend ein Problem der männlichen Jugendlichen zu sein, zumal es in 184 Fällen Buben und nur 98 Mädchen waren.

    Die Süd-Tiroler Freiheit verfolgt schon seit Jahren die Problematik des Komatrinkens bei Jugendlichen. Laut der Abgeordneten Myriam Atz Tammerle wurden im letzten Jahr 192 Fälle bei den bis 25-jährigen Jugendlichen verzeichnet. Im Jahr zuvor (2014) waren es noch 299 Fälle.

    „Diese Zahlen zeigen, dass die Politik, Jugendorganisationen und natürlich die Gesellschaft im Allgemeinen wieder stärker gefordert ist, damit es möglichst bald wieder zu einer Trendumkehr kommt“, so Atz Tammerle. Die Abgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit warnt vor den mitunter lebensbedrohlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum und dass dieser Kinder sehr viel stärker schädige als Erwachsene.

    Um so mehr gelte es, diese jungen Menschen diesbezüglich vorbeugend aufzuklären.

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