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    Steil nach oben

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    Neun von zehn Südtiroler Unternehmen gehen davon aus, dass sie heuer eine zufriedenstellende Ertragslage erreichen werden. Die BIP-Prognose: 1,5 Prozent.

    Die Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO bestätigt die positive Stimmung unter Südtirols Unternehmen. Laut Umfrage dürfte die Ertragslage im laufenden Jahr für 90 Prozent der Wirtschaftstreibenden zufriedenstellend ausfallen. Dies ist eine wesentliche Steigerung im Vergleich zu 2016, als die Rentabilität für 85 Prozent der Unternehmer zufriedenstellend war.

    Über ein Drittel der Unternehmen melden wachsende Umsätze und auch die Verkaufspreise sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Diese positive Entwicklung des Geschäftsvolumens betrifft sowohl den lokalen Südtiroler Markt als auch die Märkte außerhalb der Landesgrenzen. Das Geschäft mit der Kundschaft aus anderen italienischen Provinzen entwickelt sich besser als in den Vorjahren und im ersten Quartal 2017 haben Südtirols Exporte um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zugenommen.

    Die günstige Umsatzdynamik wird voraussichtlich auch zu einem leichten Zuwachs der Investitionen führen. Die Beschäftigung wird laut Meinung der befragten Unternehmen weiterhin steigen. Dies wird von den vorläufigen Daten zum Arbeitsmarkt bestätigt, zumal die Anzahl der unselbständig Beschäftigten im ersten Halbjahr 2017 um drei Prozent höher war als im Vorjahressemester.

    Schließlich werden die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit, der Zugang zum Kredit und die Zahlungsmoral der Kunden als stabil bewertet.

    Die Analyse der einzelnen Wirtschaftssektoren zeigt, dass das Geschäftsklima in allen Bereichen positiv ist. Dies betrifft auch jene Sektoren, die in den vergangenen Jahren von den Folgen der Wirtschaftskrise stark betroffen waren wie der Großhandel und das Baugewerbe.

    Die Konjunkturbefragungen des WIFO zeigen neben dem guten Geschäftsklima auch ein positives Konsumklima. Die Südtiroler Konsumenten sind optimistisch, sowohl bezüglich der allgemeinen Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in Südtirol, als auch was die eigenen Sparmöglichkeiten und die finanzielle Situation der eigenen Familie anbelangt.

    Auch in Europa ist das Vertrauensklima von Unternehmen und Konsumenten gut. Der entsprechende Index „Economic Sentiment Indicator“ ist derzeit auf dem höchsten Niveau seit zehn Jahren. Die europäische Wirtschaft entwickelt sich positiv, vor allem dank der steigenden internen Nachfrage. Die Konsumausgaben der Familien wachsen aufgrund der positiven Beschäftigungsentwicklung und der Lohnsteigerungen.

    Auch die Investitionen nehmen zu und die Fiskalpolitik ist in den meisten Ländern leicht expansiv. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unterstützt weiterhin den Aufschwung. Darüber hinaus kann die europäische Konjunktur von positiven Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten profitieren: Das Wachstum der Weltwirtschaft gewinnt an Dynamik, der internationale Handel nimmt zu und die Ölpreise bleiben auf einem eher moderaten Niveau.

    Laut jüngster Prognose des Internationalen Währungsfonds wird das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone heuer um 1,9 Prozent steigen. Südtirols wichtigster Handelspartner Deutschland wird sich in etwa auf diesem Niveau bewegen, Österreich sogar etwas darüber.

    In Italien hat sich der Aufschwung gefestigt, vor allem weil die Konsumausgaben angestiegen sind. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich im ersten Halbjahr gut und im zweiten Quartal zeigte auch das verarbeitende Gewerbe eine positive Dynamik.

    Für die zweite Jahreshälfte erwartet man eine Steigerung der Unternehmensinvestitionen, auch aufgrund der steuerlichen Begünstigungen. Die Wachstumsprognosen für Italien wurden in den letzten Wochen erheblich nach oben revidiert und belaufen sich jetzt auf etwa +1,3 Prozent.

    Aufgrund der guten Situation der lokalen Wirtschaft, des stärkeren Wachstums in Italien und der positiven europäischen Konjunkturlage geht das WIFO von einer Steigerung des Südtiroler Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent im Jahr 2017 aus.

    Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, unterstreicht die große Bedeutung der Märkte außerhalb der Landesgrenzen: „Südtirols Brückenfunktion zwischen den deutschsprachigen Ländern und Italien und die positive Entwicklung der Exporte tragen wesentlich zum Wirtschaftswachstum in Südtirol bei. Die Handelskammer und das Land unterstützen mit ihrem Sonderbetrieb IDM die Unternehmen bei der Bearbeitung des italienischen und der ausländischen Märkte.“

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