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    Feuerwehr im Dauereinsatz

    Aufräumarbeiten in Prags und Toblach (Fotos: FF Stern, FF Welsberg und Landesfeuerwehrverband)

    In der Nacht auf Sonntag haben heftige Unwetter im Pustertal großen Schaden angerichtet. In Prags wurden 350 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    In der Nacht auf Sonntag standen die Feuerwehren im Unter- und Oberpustertal aufgrund der heftigen Gewitter mit Hagel im Dauereinsatz. Vor allem aufgrund von Murenabgängen und den damit verbundenen Suchaktionen mussten die Feuerwehrmänner immer wieder ausrücken. Auch die BF Bozen unterstützte die Wehren bei den Arbeiten. Laut Landesfeuerwehrverband standen insgesamt rund 20 Feuerwehren mit rund 500 Mann im Einsatz.

     

    Die Berufsfeuerwehr schreibt in einer Aussendung:

    In der Zone Schmieden bei Prags ist der Pragserbach über die Ufer getreten und hat das Dorf überschwemmt wegen den starken Regen von über 100 mm Niederschlag in kürzester Zeit. Mehrere Pkws wurden durch die Wassermassen des Pragserbaches mitgerissen.

    Ein Regionalzug der FS von Trenitalia welcher in Richtung Innichen unterwegs war, wurde 4 km vor Olang in folge eines Murenabganges auf den Gleisen  blockiert. Es waren 80 Fahrgäste an Bord, die von den Einsatzkräften evakuiert und in die Sammelstellen der Bahnhöfe von Olang und Welsberg gebracht wurden.

    In der Ortschaft Brüggele gingen mehreren Muren in der Nähe vom Hotel Brückele ab. Die Zufahrt zum Hotel ist zur Zeit nicht befahrbar, es wurde gegen 3:00 Uhr ein Fußweg freigelegt um das Hotel zu erreichen. Die Arbeiten gestalteten sich wegen der Dunkelheit und wegen des Stromausfalls sehr schwierig. Es sind 350 Stromanschlüsse derzeit ohne Strom.

    Auch Landesmeteorologe Dieter Peterlin zieht Bilanz: „Die Bilanz der Unwetternacht: Am heftigsten im oberen Pustertal mit 74 l/m² Niederschlag in Toblach. Südtirolweit wurden 6.400 Blitzeinschläge gezählt. Heute entwickeln sich mit Durchzug einer Kaltfront weitere Gewitter, die auch noch teils heftig sein können. Erst am Abend Wetterberuhigung.“

    Über 200 Einsatzkräfte sind derzeit noch im Schadensgebiet im Einsatz. Im Vereinshaus von Prags wurde eine Notunterkunft für die Bevölkerung und Betroffene eingerichtet, wo sich auch die Einsatzleitung befindet.

    Die Gesamteinsatzleitung unterliegt dem Landeslagezentrum in Bozen.

    Zahlreiche Straßen mussten aufgrund der Unwetter gesperrt werden. Eine derzeitige Übersicht finden Sie hier: Gesperrte Straßen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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