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    Sprengung erfolgreich

    Alle Fotos: Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung

    Schadlos hat die eigens eingesetzte Task-Force den 330-Tonnen-Felsblock über dem Versuchszentrum Laimburg gesprengt. Die Evakuierung wurde aufgehoben.

    „Das war das heikelste Projekt, das ich je durchgeführt habe. Die Task-Force aus Geologen, Ingenieuren, Fachfirmen und Mitarbeitern des Landesamts für Geologie und Baustoffprüfung und der Laimburg und ganz besonders auch der Sprengmeister haben eine enorme Aufgabe in bester Zusammenarbeit bewältigt“, berichtete nach dem Eingriff bei der Laimburg der Landesgeologe Volkmar Mair.

    Er hat den von der Landesregierung auf Antrag von Landesrat Christian Tommasini am vergangenen 11. Juli genehmigten dringenden Sicherheitseingriff in der Felswand nördlich des Hauptgebäudes der Laimburg geleitet. Vorrangiges Ziel war es, einen abbruchgefährdeten 330 Tonnen schweren Felsblock aus der Wand zu entfernen.

    Die Sprengung erfolgte am Samstag, 22. Juli: Mit gefährlichen und minutiös bis ins kleinste Detail geplanten Sprengarbeiten wurde der Gesteinsblock ohne Schäden entfernt. Dabei arbeiten alle Mitglieder der Task-Force zusammen. Nach der Sprengung wurde an der Felswand von Hand nachgesäubert.

    Nun soll die im Anschluss angebrachte Vernetzung der über 70 Meter hohen Felspartie mittels Stahlnetzen die Sicherheit des Areals und der Gebäude garantieren.

    Die 22 Mitarbeiter der Laimburg, die vorsorglich evakuiert worden waren, konnten indessen bereits am Dienstag wieder in ihre Büros und Labore in der landwirtschaftlichen Forschungsstätte zurückkehren.

    „Auch wenn die Arbeiten noch nicht beendet sind, ist absehbar, dass die Maische fristgerecht eingekellert werden kann. Die zeitliche Pünktlichkeit, das gute Gelingen und die Professionalität der Task-Force geben meinen Mitarbeitern und mir das wohlige Gefühl, in guten Händen zu sein“, schreibt der Abteilungsdirektor der Versuchsanstalt, Michael Oberhuber, in einem Brief, in dem er sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Professionalität bedankt.

    „Es hat sich gezeigt, dass wir exzellente Fachleute im Lande haben, die auch die schwierigsten Situationen meistern können! Es bedarf nämlich Mut, Entschlossenheit, Zähigkeit und kühler Berechnung, um alle Faktoren zu berücksichtigen und dann die Arbeiten in der richtigen Reihenfolge und mit der notwendigen Präzision durchzuführen“, zeigt sich auch Landesgeologe Mair zufrieden.

    Um das Gelände des Versuchszentrums Laimburg umfassend zu sichern, müssen nun noch umfangreiche Bohr- und Ankerarbeiten durchgeführt werden. Damit werden laut Geologem Mair die von den technischen Normen und vom Gesetz vorgesehenen Sicherheitsfaktoren für die Felswand erreicht. Die Einsatzgruppe ist überzeugt, auch die weiteren Arbeiten nach Zeitplan abwickeln zu können.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • nimbus

      WAR DIE TASK FORCE BEI DER PLANUNG DER GEBAÜDE AUCH DABEI ODER WELCHEM HANDLANGER IST EINGEFALLEN SO NAHE AM FELSEN ZU BAUEN?ANSCHEINEND HATT MAN AUS DEM FELSSTURZ IN SINICH NICHTS GELERN DENN ANSONSTEN WÜRDE MAN NICHT AUCH NOCH DEN NEUBAU IN EINER SOLCHEN ZONE BAUEN.UND JETZT WILL MAN UNS STEUERZAHLERN AUCH NOCH WEISSMACHEN WELCH HELDENTATEN VOLLBRACHT WÜRDEN.
      ICH WÜRDE JEDEN EMPFEHLEN SICH EINMAL DIESEN UNSINN LIVE ANZUSCHAUEN

      FRÜHER VERRICHTETEN HANDLANGER HANDLANGERARBEITEN UND HEUTE MÖCHTEN SIE“ SCHAFFEN“ !!!!

      • yannis

        dies ist heutzutage doch grundsätzlich so, man baut Häuser in Senken (Risen) neben Wildbächen usw. und glaubt Lawinen und Muren gab es nur früher.
        Im Rheinland baute man ganze Siedlungen in ehemaligen Sumpfgebieten die nur trocken lieben weil der Braunkohle-Tagebau das Grundwasser abpumpt (sümpft) sobald sich das Abbaugebiet verschiebt bzw. eingestellt wird, müssen die „Sümpfungsmaßnahmen“ fortgesetzt werden (natürlich auf Steuerzahlers Buckel) oder die Siedlungen saufen ab.

        Unsere Vorfahren haben ohne dass sie HOCHSTUDIERTE Planer waren ihren natürlichen Instinkt folgend ihre Häuser an Stellen gebaut (auf den massiven Grat) wo Steinschlag so gut wie unmöglich ist.

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