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    Volksbank gegen Aktionäre

    Foto: Südtiroler Volksbank

    Es kommt nun zu einem Gerichtsverfahren zwischen der Südtiroler Volksbank und 89 Sparern.

    von Heinrich Schwarz

    Jetzt hat die Südtiroler Volksbank zum Gegenangriff geblasen: Vor wenigen Tagen hat sie Rechtsanwalt Massimo Cerniglia, der im Namen der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) 89 Sparer vertritt, eine Klageschrift zugestellt. In dieser beanstandet die Bank die neue gerichtliche Festlegung des Rücktrittswertes der Aktien. „Dieser Wert war deutlich höher als der falsche, von der Bank einseitig festgelegte Wert“, so die VZS.

    Zur Erinnerung:

    Durch die verpflichtende Umwandlung der Volksbank in eine Aktiengesellschaft hat die Bank im letzten Winter rund 1.400 ihrer 60.000 Mitglieder verloren. Die Mitglieder haben von ihrem Austrittsrecht Gebrauch gemacht. Betroffen waren 2.645.288 Stammaktien mit einem Gegenwert von insgesamt 32 Millionen Euro.

    Die Volksbank hatte den Auszahlungspreis auf sehr niedrige 12,10 Euro festgelegt. Dabei liegt der Ausgabepreis einer Volksbank-Aktie eigentlich bei 19,65 Euro. Wer also mit der Umwandlung in eine AG nicht einverstanden war und seine Aktien loswerden wollte, musste einen saftigen Verlust in Kauf nehmen.

    Wegen des niedrigen Auszahlungspreises haben 89 Volksbank-Mitglieder, die im Rahmen der Umwandlung ausgetreten waren, mit Unterstützung der VZS eine Eingabe gemacht. Das Landesgericht ernannte daraufhin einen Sachverständigen zur Ermittlung eines korrekten Rücktrittspreises.

    Das Gutachten des Mailänder Wirtschaftsberaters Giorgio Zanetti trudelte im Juni ein: Er hat den Preis auf 14,69 Euro pro Aktie festgelegt – also um 2,59 Euro bzw. 21 Prozent höher als die Bank.

    Die Volksbank hat umgehend rechtliche Schritte geprüft – und Ende Juni fällte der Verwaltungsrat seine Entscheidung: Das Gutachten des Sachverständigen wird angefochten.

    Und nun also die Klageschrift, die auch den 89 betroffenen Mitgliedern der größten Bank des Landes laut Rechtsweg zugestellt werden muss.

    EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL UND DIE STELLUNGNAHME DER VOLKSBANK LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (13)

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    • andreasdergscheidere

      Hände weg von Aktien.Ist eine Umverteilungsmaschine von Arm zu reich

      • noando

        erklär mir bitte warum aktien eine umverteilungsmaschine von arm zu reich sind

        • ahaa

          Die Deutschen investieren in die Riesterrente,die aus Aktien besteht welche abhànig vom Verkauf von Kriegsmaterial sind.Werden viele Streubobmen und Mienen verkauft.(welche absolut jeder der das Geld hat in Dubai kaufen kann) steigen die Aktien.
          Die Menschen die dann flùchten bekommen dafùr Asyl.Verstanden?
          Ich weiss,es ist hart zu verstehen. ;-(

      • itler

        Ja, wenn man nichts versteht davon, dann Hänge weg.
        Aktie ist aber nicht gleich Aktie.
        Von Aktien die man auf dem freien Markt nicht verkaufen kann (Sparkasse, Volksbank) etc ist im generellen anzuraten.
        Die wurden nur gekauft weil die Berater der Banken ihre Kunden gedrängt haben solche zu kaufen.

        • noando

          kennt man: portfolio, anteilsverhältnis, volativität, horizont, fonds, einzel, derivate, zertifikate, blablabla

          aktien sind für eine gesellschaft eine möglichkeit um an kapital zu gelangen. ein angebot und eine nachfrage ein markt, offen

          wenn konzerne/globalplayer anbieter der aktien, eine (für mich) ethnische sozial verwerfliche handelsweise praktizieren (@and…: „umverteilung“), hat das nichts mit der aktie zu tun – es gibt keinen kaufzwang

          und wenn seitens banken, den kunden etwas verscherbelt wurde (@it: „gedrängt“), kann dies geklagt werden und urteile werden aufschluss geben. ansonsten muss man sagen, selbst schuld, sozusagen ein „unfallfreies auto“ gekauft

          • itler

            Du musst es beweisen können dass du gerdängt wurdest.
            Und das wird schwer denn die meisten Kunden unterschreiben ja eh alles blind was ihnen vom Berater vorgelegt wird.
            Ist ja auch schwer die 20 Seiten Vertrag bei jedem firlefanz durchzulesen (genau aus dem Grund ist er wohl auch 20 Seiten und nicht 2 Absätze lang…).

        • andreas

          @itler
          Blödsinn, bei der Erstausgabe der Sparkassenaktien waren die x-mal überzeichnet, nur Kunden konnten sie kaufen und auch bekam man nicht so viele man wollte, sondern es wurde jedem eine kleine Menge zugewiesen.

          Nebenbei ist von Aktien, welche nicht auf dem freien Markt gehandelt werden, eher abzuraten, da man sie wie jetzt z.B. die Sparkassen- oder Volksbankaktien gar nicht oder nur mit großen Abschlägen los wird.

          Von jedem Kunden wird in der Bank ein Risikoprofil erstellt, welches dieser unterschreiben muss und nach diesem werden ihm riskante oder weniger riskante Finanzprodukte angeboten.
          Die Banken haben sich in dieser Hinsicht abgesichert, früher gab es dies so nicht.
          Aktien sind nebenbei ein banales Finanzprodukt.

    • franz

      Fakt ist
      “Die Volksbank hatte den Auszahlungspreis auf sehr niedrige 12,10 Euro festgelegt. Dabei liegt der Ausgabepreis einer Volksbank-Aktie eigentlich bei 19,65 Euro. Wer also mit der Umwandlung in eine AG nicht einverstanden war und seine Aktien loswerden wollte, musste einen saftigen Verlust in Kauf nehmen“.[…]
      Weiter Fakt ist desweiteren dass die Volksbank eine bankrotte Bank übernommen hat die 3 Jahre lang die Bilanzen gefälscht und einen Haufen faule Kredite hinterlassen hat
      «Popolare Marostica, bilanci falsi per 3 anni»
      I bilanci del triennio 2010-2012 della Banca Popolare di Marostica, fusa per incorporazione il 1 aprile 2015 nella Popolare dell’Alto Adige (Volksbank), sono falsi. Lo scrive la Corte di Cassazione.
      http://www.ilgiornaledivicenza.it/territori/bassano/marostica/popolare-marostica-bilanci-falsi-per-3-anni-1.4752248
      Piercamillo Davigo Präsident der Nationalen Richterschaft
      „In genere rubano i poveri, ma qui la cosa singolare è che rubano i ricchi“. I politici, i colletti bianchi, i banchieri, fanno danni esponenzialmente superiori rispetto a un criminale comune, ma le pene che ricevono sono spesso inferiori rispetto alla microcriminalità. A dirlo, in un’intervista a Maria Latella su Sky Tg24 è
      “ il presidente dell’Anm Piercamillo Davigo,
      http://www.huffingtonpost.it/2016/06/19/piercamillo-davigo-anm-intervista-sky_n_10555880.html

      Daher Vorsicht bei Aktien.

    • marting.

      red mit dem „andreas“ der ist stolzer Besitzer von Aktien der Sparkasse

    • xy

      Bin sehr stolz , dass ich vor kurzen mein Konto, dass ich seit ca. 45 Jahren bei der Südtiroler Volksbank hatte gelöscht habe.
      Die Aufdringliche Art , die ihre Berater in letzter Zeit angewannt haben, ist mir so auf dem Sack gegangen, dass ich kurzerhand mein ganzes Erspartes in eine andere Bank gebracht habe.
      Nur die Aussage ja lass dier doch ein Angebot machen, vom Geld ,dass vom Ausscheiden aus meinem Arbeitsverhältniss angefallen sei: “ da könnn wir dir ein besseres Angebot machen, denn dies ist frisches Geld“, so die Aussage einer Angestellten.
      jo haben die mich dann als ihr Kunde , der 45 Jahre bei ihnen war regelrecht beim Allerwertesten genommen.
      So eine Unqualifizierte Aussage hätte ich mit nie erwartet.

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