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    Straße wieder befahrbar

    Die Lage in Gais
    Foto: Agentur für Bevölkerungsschutz

    Starke Gewitter wüteten am Wochenende in Südtirol. Eine Mure verlegte die Straße ins Ahrntal. Am Montag ab 17.30 Uhr ist die Straße geräumt und befahrbar.

    Eine Gewitterfront mit Sturm, Hagel und starkem Regen zog am Wochenende über Südtirol und entlud sich besonders in Teilen des Pustertals, Passeiertals und Eisacktals. Muren und Überschwemmungen waren die Folge.

    Ein besonders starkes Gewitter ging in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Tauferer Ahrntal in der Nähe der Burg Neuhaus in Gais nieder, wo der stark angeschwollene Neuhausbach gewaltige Gesteins- und Erdmassen mit sich schwemmte. Mehrere tausend Kubikmeter Geröll, Erde und Schlamm verlegten in der Nähe der Wohnzone Mühler die Straße.

    Betroffen war auch der Gaiser Graben orographisch rechts der Ahr in der Nähe des Gasthauses Zoller. Zu verzeichnen sind Schäden an drei Häusern. Dank der Ablenkdämme, die 2004 und 2005 im Auftrag der Agentur für Bevölkerungsschutz errichtet wurden, konnte verhindert werden, dass die neue Siedlung überschwemmt wurde.

    Im Gaiser Graben ist das Rückhaltebecken voller Geschiebematerial, das derzeit ausgeräumt wird. Mit dem Rückhaltebecken wurde vor allem das Hotel Burgfrieden geschützt. Die Aufräumarbeiten werden etwa einen Monat in Anspruch nehmen und 120.000 Euro kosten.

    Neben dem Weißen Kreuz, den Freiwilligen Feuerwehren des EInzugsgebietes und den Ordnungskräften, die die Personen der naheliegenden Wohngegend in Sicherheit brachten und die Sachschäden an den Gebäuden so gering wie möglich zu halten versuchten, war auch der Straßendienst Pustertal im Einsatz.

    Der Neuhausbach im Ahrntal schwemmte große Mengen Gestein und Erde mit sich
    Foto: Agentur für Bevölkerungsschutz

    „Wegen der Mure musste die Ahrntaler Staatsstraße bei Gais aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, obwohl die Straße selbst vom Ereignis kaum betroffen war“, erklärt Elmar Grüner, Vizedirektor des Straßendiensts Pustertal.

    Bis Montagnachmittag waren die Mitarbeiter der Landesagentur für Bevölkerungsschutz bzw. des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost im Einsatz, um die betroffene Zone zu sichern. „Bis 17.30 Uhr ist die Straße geräumt und kann wieder befahren werden“, so Grüner.

    Voraussichtlich werden die Arbeiten unter der Regie der Agentur für Bevölkerungsschutz an der Problemstelle noch bis zum 14. August andauern, weshalb es für die Verkehrsteilnehmer im betroffen Abschnitt Geschwindigkeitsreduzierung geben kann.

    Mehrere Stunden lang gesperrt werden musste auch die Brennerstaatsstraße zwischen Klausen und Schrambach, weil der Brugger-Bach über die Ufer getreten war. Seit 06.30 Uhr ist die Straße wieder frei befahrbar. Die Aufräumarbeiten und die Materialentnahme aus dem Bach werden voraussichtlich noch bis Mittwoch andauern.

    Der Straßendienst des Landes war zudem im Vinschgau, im Eisacktal und im Überetsch und Unterland sowie im Burggrafenamt im Einsatz und hat dort Straßen Aufräumarbeiten durchgeführt. In St. Martin in Passeier gab es auf der Matatzer Straße nach einem Unwetter Murenabgänge. Die Straße, in Zuständigkeit der Gemeinde, ist derzeit noch geschlossen. Die Erhebungen der Unwetterschäden durch die Agentur für Bevölkerungsschutz laufen.

    Im Ahrntal und Passeiertal und im unteren Vinschgau haben die Schutzbauten der Wildbachverbauung ihren Zweck erfüllt. Vor allem die Rückhaltebecken hätten das angeschwemmte Material zurückgehalten, wodurch größere Schäden vermieden werden konnten, heißt es von der Agentur für Bevölkerungsschutz.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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