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    Das Last-Minute-Verbot

    Foto: 123RF.com

    Beim Brunecker Stadtfest sei einigen Vereinen kurzerhand die Verwendung von Gläsern verboten worden, klagt der Freiheitliche Hannes Zingerle.

    Am vergangenen Wochenende fand in Bruneck wieder das große Stadtfest statt. Zahlreiche Vereine lockten mit ihren kulinarischen Angeboten und Spezialitäten viele Gäste und Einheimische in die Straßen des Brunecker Stadtzentrums. Schönes Wetter bei Tag, abwechslungsreiche Musik und ein tolles Rahmenprogramm – die Rahmenbedingungen waren gegeben, damit im Hauptort vom Pustertal wieder ein „perigis Feschtl“ stattfinden konnte.

    „Nicht ganz!“, berichtigt der Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen Hannes Zingerle. „Während der Eröffnungsfeier am Freitagnachmittag erfuhr ich, dass den Vereinen kurzerhand die Verwendung von Gläsern verboten wurde. Stattdessen sollten die Getränke unter anderem in Plastikbechern angeboten werden. Auch die Aschenbecher wurden als Einweg-Aschenbecher aus Pappe und Alufolie zur Verfügung gestellt“, so Zingerle.

    Hannes Zingerle

    Der Pusterer Abgeordnete ärgert sich über die Mitteilung des Glas-Verbotes an die Vereine, die sie erst ein paar Tage vor Festbeginn erhalten hätten. Das Stadtmarketing Bruneck habe die Information weitergeleitet, das es von der Bozner Quästur erhalten hat.

    „Man muss sich vorstellen, dass die Mitglieder und Funktionäre der Vereine bereits seit Monaten ehrenamtlich für ein bestmögliches Gelingen des Stadtfestes planen und arbeiten. Viele Auflagen müssen erfüllt werden, sehr viel Zettel-Bürokratismus muss erledigt werden und es bedarf weiters an vielen Gesprächen und Sitzungen. Ein Last-Minute-Verbot wirft natürlich von alledem vieles über den Haufen“, ärgert sich Zingerle.

    Der Freiheitliche sagt weiters:

    „Es ist ein Unterschied, ob ein Festbesucher einen guten Tropfen Wein aus einem Glas genießen darf oder ob er ihn aus einem Becher trinken muss. Dies schlägt sich natürlich auch auf den Umsatz nieder. Ich finde es beschämend und nicht richtig, dass den Vereinen im allerletzten Moment ein Verbot verordnet wird. Noch dazu, wenn diese Veranstaltung in Bruneck nach Kriterien der Nachhaltigkeit geplant und organisiert wurde, im Sinne der Ziele von „GreenEvent“.

    Ein wesentlicher Faktor ist dabei das Abfallmanagement – eines der Ziele der langfristig ausgelegten Klimastrategie der Südtiroler Landesregierung. Durch das Glas-Verbot der Quästur kam natürlich eine große Menge an Plastikbechern dazu und das widerspricht eindeutig den Kriterien eines solchen „GreenEvents“.

    „Ich bedanke mich bei allen Vereinen mit ihren Mitgliedern und Funktionären, die trotz der Schikane ihr Bestes gegeben haben. Das Ehrenamt soll weiterhin an Wertschätzung gewinnen und Unterstützung erhalten. Ein Last-Minute-Verbot, so wie es beim Stadtfest in Bruneck geschehen ist, ist eine Frechheit gegenüber den Vereinen, noch dazu, wenn es gegen die Zielsetzungen eines nachhaltigen Events gerichtet ist.“

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    Kommentare (5)

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    • andreas

      Schrecklich…
      Aber besser wenn sie weniger „gute Tropfen“ aus dem Glas trinken, wir Südtiroler saufen sowieso zuviel.

    • sogeatsschungornet

      Wenn er Angst hat, dass es sich das Glasverbot nur auf den Umsatz niederschlägt, dann ist die Qualität des Inhalts doch irgendweie nebensächlich, oder?

      • yannis

        >>>dann ist die Qualität des Inhalts doch irgendweie nebensächlich<<<

        für das Polenta Bier tun es Plastikbecher allemal, schade nur, dass dabei unendlich viel vermeidbarer Müll anfällt.

    • meintag

      Nachdem Schlanders nach Jahren lettes Wochenende wieder ein Dorffest abgehalten haben war erstaunt dass kein Glasverbot bestand. Sogar der Herr Bürgermeister hat den guten Tropfen aus dem Glas sichtlich genossen.

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