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„Bin verärgert“

Foto: AFC Unterland Damen

Katja Schroffenegger bekam bei der Fußball-EM der Frauen keine Einsatzzeit. Und das, obwohl Sie beim letzten Testspiel gegen England noch die Nummer eins zwischen den Pfosten war. Jetzt ist ihr Verbleib in der Nationalmannschaft fraglich.

Tageszeitung: Frau Schroffenegger, ein Sieg und zwei Niederlagen ist die Bilanz der EM, wie lautet Ihr Resümee?

Katja Schroffenegger: So auszuscheiden ist bitter. Unser Plan war, mit einem Sieg gegen Russland ins Turnier einzusteigen. Das hat leider nicht geklappt und so standen wir nach einem Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand, denn mit Schweden und Deutschland warteten noch zwei starke Mannschaften. Mit dem Sieg gegen die Schwedinnen haben wir aber noch das Beste aus der Situation gemacht.

Sie wurden in keinem Spiel eingesetzt. Ist das eine Enttäuschung für Sie?

Ich bin etwas verärgert, denn wenn man die Fakten betrachtet, muss man feststellen: Ich war die einzige Torfrau, die das ganze Jahr gespielt und die Saison verletzungsfrei bestritten hat. Auch in der Nationalmannschaft war ich regelmäßig die Nummer eins, deshalb bin ich sprachlos, wie es dazu kommen konnte. Wenn wir weitergekommen wären und meine Kolleginnen super gespielt hätten, gäbe es keinen Anlass, sich zu beschweren. Aber das war nicht der Fall. Deshalb bin ich nicht ohne Grund verärgert, denn ich hätte der Mannschaft viel weiterhelfen können und hätte das gerne auch auf dem Platz gezeigt. Ich habe eine gute Saison gespielt und das Maximum gegeben. Ich werde meine Schlüsse aus dieser Erfahrung ziehen und wenn sich nicht etwas ändert, kann ich auch gerne auf die Nationalmannschaft verzichten. Vorerst möchte ich alles ein bisschen auf mich einwirken lassen und den Ärger etwas verdauen, dann werde ich mich schon dazu äußern.

Interview: Florian Niedermair

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Es kriselt es in der Südtiroler Frauenfußball-Szene. Warum die beliebteste Sportart der Welt hierzulande immer noch eine Männerdomäne ist.

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