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    „Erbärmliche Diskussion“

    Florian Kronbichler (Facebook)

    Florian Kronbichler stimmt gegen die Abschaffung der Leibrenten: Der Ruf nach einer Politikkosten-Kürzung werde erst aufhören, wenn im Parlament nur mehr Märtyrer arbeiteten – und der LH ein Kapuziner sei.

    von Matthias Kofler

    Florian Kronbichler wird heute gegen das Richetti-Gesetz zur Abschaffung der Leibrenten stimmen – auch wenn er sich damit dem Vorwurf aussetze, die Politiker-Privilegien zu verteidigen. Der Abgeordnete von „Articolo 1“ betont, dass er von der Gesetzesänderung selbst nicht betroffen ist, da für ihn bereits das beitragsbezogene System gilt. Er halte aber die Abschaffung der Leibrenten für verfassungswidrig.

    Kronbichler sagt: „Für mich ist die ganze Diskussion um die Gehälter erbärmlich. Manche haben nie genug gekürzt, sondern sind erst dann zufrieden, wenn der LH ein Kapuziner ist und gar nichts mehr verdient.“ Im Parlament werde nun ein Wettkampf um die Politikkosten ausgetragen, der damit zu enden drohe, dass „nur mehr Reiche oder Märtyrer“ in die Politik gingen. „Alle haben Angst vor der Straße“, meint der Grüne, der in dem Zusammenhang von einem „Anschlag auf die repräsentative Demokratie“ spricht.

    Er selbst habe auch in seiner Zeit als Journalist nie gegen die Politikergehälter geschrieben – und so halte er es nun auch als Parlamentarier. „Jeder Politiker soll das verdienen, was er verdient – und wenn er nicht gut arbeitet, dann soll er abgewählt werden“, fordert Kronbichler.

    Wie hoch seine Pension nach fünf Jahren im Parlament ausfallen werde, wisse er noch nicht genau. „Ich habe noch nie in meinem Leben in meine Lohntüte geschaut“, behauptet der Grüne augenzwinkernd.

    Lesen Sie in der Print-Ausgabe: Wie  die SVP abstimmen wird

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    Kommentare (17)

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    • steve

      Da muss ich dem Kronbichler mal beipflichten!

    • andreas

      Er sollte Verdienst in der Amtszeit und Renten trennen.
      Politiker sollen gut verdienen, doch nicht nach ein paar Jahren ein Leben lang, und nachher die Angehörigen, durchgefüttert werden.

    • andreasdergscheidere

      Alles andere als das beitragsbezogene System ist eine Schweinerei.Das sollte auch der grüne Kronbichler einsehen.
      Oder wollen wir eine eigene Kaste die auf Samt gebettet sind?
      Sollen sich für Anhebung der Mindestrenten einsetzen und für Abbbau der Bürokratie.
      Sonst brauchen wir die A..en nicht

    • franz

      Kronbichler ist eben ein typischer Sesselkleber für sie ist vor allem wichtig diese Vitalizzi beizubehalten die Legislatur zu überstehen um ein Leben lang für sich und nachkommen von diesen Vitalizzio zu profitieren, ohne etwas sinnvolles geleistet, Im Gegenteil:
      Da es diesen Typ von Politiker nur darum geht die Legislatur zu überleben, werden noch so schwachsinnige Gesetze mit der Vertrauensfrage mit der Mehrheit befürwortet. inklusive SVP und Grüne.
      „Jeder Politiker soll das verdienen, was er verdient – und wenn er nicht gut arbeitet, dann soll er abgewählt werden“, fordert Kronbichler.
      Da stimme ich Kronbichler zu. (wäre noch hinzuzufügen, oder wenn ein Politiker nur Schäden anrichtet )
      Dann wird Kronbichler, Kompatscher & Co SVP bei den nächsten Wahlen wohl abgewählt.

    • iluap

      Das beitragsbezogene System ist richtig. Wenn man aber bedenkt wie viele Babypensionen in Italien ausbezahlt wurden ( jetzt nicht mehr möglich) wo tausende schon mit dem 37 Lebensjahres in Pension gegangen sind und gleich schon eine Pension erhalten haben und immer noch erhalten und höchsten 16 Jahre gearbeitet haben und bei einer Lebenserwartung von 82-83 Jahren also 45 Jahre lang eine Rente erhalten und dafür nur 16 Jahre gearbeitet haben, dann kann man sehen wie groß die Ungerechtigkeit ist zu jenen die 40 Jahre und mehr arbeiteten oder gearbeitet haben. Wo wären denn diese wenn es damals schon das beitragsebezogene System gegeben hätte

    • rudlmcnudl

      Wos isch den des fir a Zirkusgesicht?
      Nu so a Clown den mir durchfiatern miasn.

      Verfossungswidrig isch lei deren Dekadenz!

    • einereiner

      Wie man diesen Mensch (ebenso wie Pahl) wählen kann (konnte), ist mir ein Rätsel.
      Planet der Affen?

      • yannis

        @einereiner

        frage mich dies schon lange, wer solche Wendehälse gewählt hat.
        Aber mittlerweile geht es mit den Grünen EU weit dem Ende entgegen, es scheint dass der Bürger so langsam gemerkt hat, dass es NUR Luftpumpen sind.

    • drago

      Ein Politiker soll ordentlich bezahlt werden, damit sich nicht wirklich nur mehr Reiche und öffentliche Angestellte den Job leisten können. Was aber nicht sein muss, sind diese Sonderrenten (oder Pensionen oder „vitalizi“). Jeder hat eine Rentenversicherung und von den Politikergehältern (Gehalt in Zusammenhang mit einem Politiker ist dann schon Wortverdrehung, es handelt sich um eine Aufwandsentschädigung) soll ganz einfach wie bei jedem anderen Einkommen ein Anteil eingezahlt werden. Sobald die Herren die gesetzliche Schwelle erreicht haben (so ab 67 Jahren) können sie dann Rente beziehen. Alles andere sind zusätzliche Privilegien.

    • morgenstern

      .., römische Luftpumpe!!

    • franz

      Mit 348 Ja 17 Nein 28 Enthaltungen wurde der Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der “Vitalizi“ in der Abgeordnetenkemmer angestimmt.
      Mdp & Kronbichler & Co stimmte dagegen SVP hat sich der Stimme enthalten wie abzusehen war.
      Sollte der Gesetzesvorschlag auch im Senat die Zustimmung bekommen und somit Gesetz wird, würde das Gesetz auch rückwirkend angewandt werden.
      Außerdem würde damit auch für Politiker das “ Fornero“ diskriminierende Gesetz angewandt.
      “ percepiranno la pensione come tutti gli altri lavoratori a 66 anni e 7 mesi. Mentre per i deputati dell’attuale e delle scorse legislature valgono le regole della rifoma del 2012 che prevede 65 anni per una sola legislatura e 60 anni per chi ne ha più di una. “[…]
      “ il testo prevede anche l’estensione del nuovo sistema previdenziale anche alle regioni e alle province autonome di Trento e di Bolzano
      .“ http://www.lastampa.it/2017/07/26/italia/politica/stop-ai-vitalizi-bagarre-a-montecitorio-ora-la-legge-rischia-di-slittare-QCae9MaHiM3QrIpmOFHmpN/pagina.html

    • franz

      Außerdem würden damit auch für Politiker das “ Fornero“ diskriminierende Gesetz angewandt..Damit würden Politiker mit einen Gesetz abgestraft was sie selbst befürwortet haben. Gut so, super ! 🙂
      Vielleicht werden sie dieses schwachsinnige, diskriminierende Gesetz wohl endlich abändern.
      Mit den Menschen die 40 Jahre fleißig gearbeitet und ihren INPS Beitrag bezahlt haben und dank Fornero seit 5 Jahren ohne Rente und ohne Arbeit sind.
      La Fornero come sappiamo ha anche prodotto la disgraziata categoria degli esodati, cioé di coloro che son stati fregati per l’improvviso innalzamento della età pensionabile, avendo già concluso il rapporto di lavoro proprio in vista della pensione. Per centinaia di migliaia di persone lasciate dalla Fornero senza lavoro e senza pensione sono già state effettuate 7 „salvaguardie“, cioè provvedimenti che permettessero l’accesso a un reddito. Apposite voci di bilancio sono state stanziate allo scopo, solo che poi i governi le hanno utilizzate per altri scopi di spesa sociale, o per mance elettorali. Così gli esodati ci sono ancora e ci saranno anche dopo l’ottava salvaguardia promessa da Renzi e Poletti, che non copre tutti gli aventi diritto.
      “ la legge Fornero ha tolto ai pensionati sinora 30 miliardi. E che almeno 15 di essi vengono dalla mancata indicizzazione delle pensioni. La Corte Costituzionale aveva dichiarato incostituzionale il taglio, ma come suo solito, il governo ha sfacciatamente ignorato la sentenza e non ha restituito i soldi. Soldi
      http://www.huffingtonpost.it/giorgio-cremaschi/esodati-renzi-poletti-_b_12485750.html
      Con la pronuncia della Corte Costituzionale (Sentenza n. 70/2015) la rivalutazione prevista dall’art. 34, comma 1, della legge 23 dicembre 1998, n. 448, bloccata dalla Legge Fornero per gli anni 2012-2013, riprenderebbe a produrre effetti. ( 2011-2014 )
      Tuttavia, su detta pronuncia è intervenuto il Governo che, con il Decreto Legge n. 65 del 2015, ha limitato il diritto alla rivalutazione delle pensioni. Più precisamente, il Decreto ha stabilito diverse misure di rimborso e, in alcuni casi, l’ha addirittura escluso.

    • checker

      Typisches Argument: wir landen auf der Strasse als Bettler und nur mehr Reiche bzw. bezahlte durch Lobbies.
      Damit kann ich jede Kürzung und alles rechtfertigen, in anderen Ländern kommen die Parlamentarier und Senatorn die auf die Hälfte und der Laden Läuft trotzdem….ich weiss nicht…es geht hier ganz klar um die eigenen Privilegien.
      Meine Stimme hat hier keiner.

    • franz

      Mdp & Kronbichler & Co stimmte dagegen, SVP hat sich der Stimme enthalten wie abzusehen war.
      Alfreider auf rai radio südtirol 27.07.2017 12:00, man sollte sich bei Abstimmungen zwischen großen Parteien nicht einmischen . ha ha 🙂
      Sonst stimm die SVP bei jeden noch so Schwachsinnigen Gesetz mit Ja .typisch SVP ler.

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