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    Invasion der Bären

    Am Samstag wurde im Trentino ein Wanderer von einem Bären attackiert und gebissen. Jetzt wurde ein Erlass zur Beseitigung des Tieres genehmigt. Doch wie hoch ist die Gefahr in Südtirol?

    von Florian Niedermair

    Am Lamar-See im Trentino kam es am Samstag zu einem aufsehenerregenden Vorfall, bei dem ein 69-Jähriger Wanderer von einem Braunbären attackiert wurde. Seit dieser aufsehenerregenden Attacke mehrt sich die Kritik an dem Wiederansiedelungsprogramm für Braunbären in der Provinz. Hierzulande wird immer häufiger die Angst davor geäußert, dass auch in Südtirol Ähnliches passieren könnte.

    Arnold Schuler, Landesrat für Forstwirtschaft, schätzt diese Gefahr geringer ein, da die Anzahl der Bären im Vergleich zum Trentino überschaubar sei. Schuler sieht aber die Kritik am Wiederansiedelungsprogramm der Braunbären, das seit Jahren im Alpenraum umgesetzt wird, zum Teil bestätigt. „Es hat sich herausgestellt, dass die vielfache Darstellung, Bären seien grundsätzlich ungefährlich, mit Vorsicht zu genießen ist.“

    Man solle aber mit einer finalen Beurteilung noch abwarten, bis bestätigt ist, ob es sich bei der Bärin um eine Wiederholungstäterin handle.

    Arnold Schuler sagt auch, dass er nie zu den Befürwortern dieses Projektes gezählt habe. „Außerdem wurde das Ansiedelungsprojekt nie aktiv von Südtirol unterstützt.“ Doch man müsse sich nach den europäischen Richtlinien richten, laut denen Bären und Wölfe zu den streng geschützten Arten zählen.

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    Kommentare (7)

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    • martasophia

      In Nordamerika, Russland und Asien, aber auch in Finnland, gibt es ausreichend dünn besiedelte Gebiete in denen Bären den für sie idealen Lebensraum haben und auch in größerer Anzahl leben. In einem Gebiet in dem sich in der freien Natur sehr viele Menschen aufhalten – man denke neben den Einheimischen auch an die hohe Anzahl an Touristen – sollten keine Braunbären ausgesetzt werden. Die Bären fühlen sich in dünn besiedelte Gebiete wohl, das könnte heißen, dass das Wandern abseits der Touristenströme erhöhte Gefahr birgt. Ich möchte jedenfalls, insbesondere wenn ich allein unterwegs bin, nicht einem Bären begegnen und denke ich kann auch gar nicht einschätzen wie ich in einem solchen Moment des Schreckens reagieren würde.

    • sougeatsnet

      „Doch man müsse sich nach den europäischen Richtlinien richten, laut denen Bären und Wölfe zu den streng geschützten Arten zählen.“ In Bayern ist ein Abschuss möglich, bei uns aber nicht. Woran das wohl liegt? Welche Politiker erledigen da ihre Arbeit (nicht)?
      Der Unfug, dass der Wander und/oder sein Hund für den Angriff verantwortlich sind, muss vehement zurückgewiesen werden. Wenn es so weitergeht sind wir als Waldbesitzer noch für den Angriff verantwortlich. Tierschützer denken häufig ohne Hausverstand, da sie zwischen Kuscheltier und echtem Tier scheinbar nicht unterscheiden können.

    • sogeatsschungornet

      Coole Reaktion des LR… wie im Kindergarten…
      I bins net gwesn!

      • franz

        typisch für links Grüne & PD/SVP erst einen Blödsinn behaupten mit bürgerfeindliche Gesetzen die Bürger massakrieren anstatt sich um die Sicherheit der Bürger zu kümmern und nachher alles verdrehen, abstreiten, schönreden und die Bürger verarschen.
        Leider habe ich bei der letzten Wahl auch Arnold Schuler & SVP gewählt.
        Das war ein Fehler, wie sich nachträglich herausgestellt hat, der mir nicht noch einmal passiert.

    • franz

      Arnold Schuler „Außerdem wurde das Ansiedelungsprojekt nie aktiv von Südtirol unterstützt.“ .Doch man müsse sich nach den europäischen Richtlinien richten, laut denen Bären und Wölfe zu den streng geschützten Arten zählen. […]
      Ja ja , ähnlich wie bei illegalen Immigranten die von LR Arnold Schuler & SVP
      Oder bei Glyphosat die von den EU Lobbyisten gefördert und von LR Schuler vehement verteidigt wird.
      http://www.tageszeitung.it/2017/04/26/alle-gegen-eine/#comment-345363 LR Schuler droht sogar Gemeinden mit finanziellen Kürzungen sollte diese nicht bereit sein , Flüchtlinge aufzunehmen. ( LR-Schuler auf “rai radio südtirol“ 21.04.2017 -12:30 )
      Die Bürokraten vom Wwf und Gutmenschen in ihren Glashäuser hinter ihren Schreibtischen haben leicht reden .
      Sie sollten ab und zu aus ihren Glashaus kriechen und alleine ohne Polizeischutz im Wald oder im Bahnhofspark eine runde drehen, um wieder den Bezug zur Realität zu bekommen, den sie schon längst verloren haben.
      Wie am 24.07.2017 die “Dolomiten“ berichtet, wurde ein Esel mit Jungen von Wölfen gerissen und teils aufgefressen.
      Bären und Wölfe gehören nach Sibirien – Kanada – Yellowstone-Nationalpark und nicht in dicht besiedelten Gebiete.

    • der_brottler

      Seit wonn trogn Bärn blau weiss gschtroafte Kravattln???

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