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    „Wir Vinschger sind Individualisten“

     

    Albrecht Plangger

    Der SVP-Abgeordnete Albrecht Plangger rechnet damit, dass das Impfdekret ohne Abänderungen durch die Kammer geht. Und er erklärt, warum in seinem Heimatbezirk so viele Impfgegner leben.

    Tageszeitung: Herr Plangger, nach der Verabschiedung des Impfdekrets im Senat ist nun die Kammer am Zug. Wie wird sich die SVP-Fraktion verhalten?

    Albrecht Plangger: Die Regierung wird wahrscheinlich die Vertrauensfrage stellen. Somit sind Änderungen am Gesetzentwurf nicht mehr möglich. Wir haben heute (am Freitag, A.d.R.) die Termine für die kommende Sitzungswoche erhalten. Demnach beginnen wir am Mittwoch mit der Debatte, am Freitag findet dann die Endabstimmung statt, wobei bereits zuvor eine Vertrauensabstimmung abgehalten wird. Das Gesetzesdekret muss bis spätestens 6. August verabschiedet werden – ansonsten geht es hier drunter und drüber. Wir haben also keinen Spielraum mehr.

    Wie bewerten Sie das Impfdekret?

    Unsere Senatoren haben das Gesetz wesentlich verbessert. Sie haben sehr gut gearbeitet – mehr war nicht drin. Letztlich handelt es sich hier um einen Mehrheitsbeschluss. Es wird immer Leute geben, die mehr wollen, und andere, die weniger. Aber in unserer Demokratie werden die Gesetze von der Mehrheit verabschiedet. Nun geht es um die Umsetzung des Gesetzes. Sollten Probleme – etwa bei den Terminen – auftreten, können wir diese mithilfe des „Milleproroghe“-Gesetzes beheben.

    In Ihrem Heimatbezirk, dem Vinschgau, ist der Anteil der nicht-geimpften Kinder besonders hoch …

    Das stimmt. Wir Vinschger sind als Individualisten bekannt, die nicht gleich springen, wenn einer anschafft. Doch auch wir haben uns an die Bestimmungen zu halten.

    Der Regionalrat hat am Donnerstag einen Beschlussantrag genehmigt, der die Parlamentarier ersucht, Zwangsmaßnahmen wie das Zulassungsverbot in Kinderhorten und Kindergärten und die drastische Erhöhung der Bußgelder aus dem Gesetz zu streichen. Wie gehen Sie mit diesem Beschlussantrag um?

    Das bringt alles nichts. Wir sind der Meinung, dass ein bestimmter Druck notwendig ist, um die Impfungen durchzusetzen. Der Beschlussantrag hilft nicht mehr viel, wenn die Vertrauensfrage gestellt wird. Sollen wir die Regierung zu Fall bringen – ausgerechnet jetzt, wo die Behandlung des wichtigen Bilanzgesetzes noch aussteht? Theoretisch könnten wir dagegen stimmen – aber dann fliegt alles.

    Interview: Matthias Kofler

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    Kommentare (4)

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    • franz

      Albrecht Plangger: Die Regierung wird wahrscheinlich die Vertrauensfrage stellen. Somit sind Änderungen am Gesetzentwurf nicht mehr möglich.[…]
      Typische von der Regierung des PD/SVP sämtliche Gesetze werden entweder per Notstandsdekret, mit der Vertrauensfrage oder notfalls mit den “Milleproroghe“ durchgeboxt, selbst bei jeden Blödsinn. wird die Vertrauensfrage gestellt.
      Sollen wir die Regierung zu Fall bringen, ausgerechnet jetzt, [….]
      Wo nicht mehr viel fehlt ? zum Vitalizzio 🙂
      Da diese Sesselkleber quer durch alle Parteien unbedingt die Legislatur überstehen wollen um sich den Vitalizzio abzusichern ( im September sollte es soweit sein, stimmen sie logischerweise immer für ein Gesetz das mit der Vertrauensfrage gestellt wir.
      So war es schon in erster Abstimmung in der Kammer als auch die SVP ler mit Ja abgestimmt haben, um es nachher zu kritisieren, Scheinheiliger geht’s nicht mehr.
      Albrecht Plangger “Es wird immer Leute geben, die mehr wollen, und andere, die weniger. Aber in unserer Demokratie werden die Gesetze von der Mehrheit verabschiedet“ Unsere Senatoren haben das Gesetz wesentlich verbessert. Sie haben sehr gut gearbeitet – […]
      Ja mit der Vertrauensfrage notfalls mit den “Milleproroghe“ wenn die Senatoren dieses Dekret in wesentlich Punkten abgeändert haben , heißt dass Plangger & seine Kollegen in der Kammer Scheiß gebaut haben.
      Außerdem, warten wir mal ab was das Verfassungsgericht zum Rekurs der Region Veneto bezüglich DDL- Lorenzin sagt.

    • petersageraeugstamalbis

      Machen Sie doch im Vintschgau eine Untersuchung über die geimpften und ungeimpften Kinder. Dann sehen sie ja selber welche gesünder sind. Leider hat ja die Landesregierung auf einen Vorschlag einer solchen Untersuchung durch einen Schweizer Professor nicht reagiert, das ist sehr schade. Ich spreche die Eltern an der Ungeimpften, fragen sie nach bei der Bezirksregierung so einen Untersuch durchzuführen.
      Niemand hat sich um die Untersuchungen der Nano Partikel gekümmert. Die Globule Partikels welche Dr. Montanari gefunden hat sind mit Temperaturen von 2000 bis 3000 Grad hergestellt worden. Die sind nicht zufällig da drin, aber niemand geht dem nach. Anscheinend ist es allen egal was genau diese Partikel in Zellengrösse im Körper eines Babys passiert. Diese Partikel können theoretisch an Körperzellen andocken und dann geht der Horror los. Auch ist es eine Tatsache, dass in den USA mit den neuesten Zahlen von Autismus jeder 10 schwarze Knabe diese Diagnose schon hat.

    • petersageraeugstamalbis

      Ganz neuer Bericht über das CDC in Atlanta USA. Die neue Direktorin denkt änderst und es geht los.

      http://bolenreport.com/big-pharma-panic-brenda-fitgerald-cdc-appointment/

      Leider auf Englisch aber spannend.

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