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    „Unerträgliche Lügen“

    Incontro tra i senatori del Gruppo Per le Autonomie PSI-MAIE ed il Presidente emerito, senatore a vita Giorgio Napolitano.

    Der Grillino Riccardo Fraccaro wirft Ex-Staatspräsident Giorgio Napolitano vor, auf Staatskosten in Sexten zu urlauben. Karl Zeller schäumt vor Wut: Fraccaro solle sich schämen.

    Ricardo Fraccaro, Abgeordneter aus Trient von der 5-Sterne-Bewegung, behauptet, dass der ehemalige Staatspräsident Giorgio Napolitano in Südtirol Urlaub auf Staatskosten in einer Luxus-Suite mache.

    Kostenpunkt: 500 Euro am Tag.

    Karl Zeller ist außer sich vor Zorn:

    „Es handelt sich hierbei um eine glatte Lüge“, so der Senator.

    Zeller schreibt:

    „Wie Präsident Napolitano klargestellt hat, hat er nicht nur heute, sondern auch in seiner Amtszeit seinen Urlaub und jenen seiner Familie immer selbst bezahlt. Es kann daher keine Rede sein, dass er Urlaub auf Staatskosten macht. Dass ein ehemaliges Staatsoberhaupt einen Begleitschutz hat, ist nicht nur international übliche Praxis und hängt auch nicht von Napolitano selbst hat, sondern von den zuständigen Sicherheitsbehörden, die diesen anordnen.

    Die Lügen Fraccaros, die dazu noch auf dem Blog von Beppe Grillo veröffentlicht wurden, sind einfach unerträglich!

    Es ist leider nicht das erste Mal, dass diese Populisten, nur um Politikerhetze zu betreiben, solche Unwahrheiten und Verleumdungen in die Welt zu setzen und versuchen, damit das Ansehen von Giorgio Napolitano zu besudeln.

    Die Südtiroler können jedenfalls stolz darauf sein, einen Urlaubsgast wie Giorgio Napolitano im Land zu haben, einen großen Staatsmann, einen Freund Südtirols, der immer große Sensibilität für die Minderheiten und die Sonderautonomien gezeigt hat. Ich bin der Meinung, dass insbesondere jemand, der soviel für sein Land und Europa gegeben hat, das Recht hat, in Frieden und Ruhe seinen Urlaub zu genießen, ohne von Grillo und seiner Populistenhorde gestört zu werden. Es ist schlicht und einfach zum Schämen, wie sich Grillo und seine Leute aufführen“, erklärt Karl Zeller, Vorsitzender der Autonomiefraktion des Senats, der auch Giorgio Napolitano angehört.

    +++ UPDATE +++ Nun reagiert auch der LH auf die Vorwürfe – und wünscht Napolitano einen erholsamen Urlaub.

    LH Arno Kompatscher

    Über die Anwesenheit des ehemaligen Staatsoberhauptes Giorgio Napolitano in Südtirol, der auch in diesem Jahr in Sexten urlaubt, hat sich Landeshauptmann und Tourismuslandesrat Arno Kompatscher erfreut gezeigt. Der Landeshauptmann hat Napolitano ihn auch im Namen der Südtiroler Bevölkerung im Lande willkommen geheißen und ihm eine schöne Urlaubszeit und gute Erholung in Südtirols Bergwelt gewünscht.

    „Giorgio Napolitano pflegt seit langem eine enge Beziehung zu unserem Land, er kennt die Südtirol-Autonomie, die er immer als besondere Autonomie unter den Sonderautonomien bezeichnet hat, und hat ihre Entwicklung mitgetragen und unterstützt“, betonte Landeshauptmann Kompatscher. Napolitano war Innenminister und mit dabei, als 1998 im Rahmen der Umsetzung des Vertrages von Schengen am Brenner der Grenzbaum beseitigt wurde. In seiner Zeit als Innenminister wurde den Schützen das Tragen von Waffen wieder zugestanden. Dies seien nur zwei der vielen Gründe, warum das Land Südtirol Giorgio Napolitano gemeinsam mit dem ehemaligen österreichischen Staatsoberhaupt Fischer 2012 mit der höchsten Auszeichnung bedacht habe.

    Über die Unterstellungen, die im Zusammenhang mit Napolitanos Aufenthalt in Südtirol angestellt worden sind, zeigt sich Landeshauptmann Kompatscher daher betroffen: „Ich hoffe, dass die jüngsten Anschuldigungen, die nicht nur die Privatsphäre verletzen, richtig gestellt werden, und Napolitano seinen Urlaub in Südtirol genießen kann.“

     

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    Kommentare (7)

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    • richard

      Der Hr. Zeller von der SVP regt sich auf; warum denn?

    • wollpertinger

      Es ist eine Unverschämtheit des Herrn Kompatscher, wenn er den Pensionisten Napolitano „im Namen der Südtiroler“ willkommen heißt. In seinem Namen mag er es vorn mir aus tun, aber nicht um Namen der Bevölkerung. Ob der Napolitano hier Urlaub macht oder nicht, interessiert die meisten Südtiroler doch nicht im Geringsten, und wenn der Fraccaro wieder einmal wie alle seine Parteikollegen einschließlich ihres hiesigen Statthalters Köllensperger Unsinn von sich geben will, dann sollen sich andere darüber aufregen.

      • jennylein

        Kompatscher ist demokratisch gewählter Landeshauptmann und ist somit legitimiert im Namen Südtirols und der Südtiroler zu sprechen. Es ist sogar seine Pflicht das zu tun.

        In etwas mehr als einem Jahr sind Wahlen. Wenn „wollpertin“ glaubt, er kann besser für Südtirol sprechen, so kann er sich der Wahl stellen.

    • meintag

      Napoletano hat schon als EU Abgeordneter immer dn billigsten Flieger hin und zurück genommen und die Pauschale welche den Abgeordneten zugestanden wurde eingesackt. Übers Jahr eine gute Summe.

    • franz

      Der Titel König von Italien wurde im Zusammenhang mit der Vereinigung Italiens zu einem Nationalstaat unter dem Haus Savoyen 1861 wieder eingeführt. 1946 wurde die Monarchie als Staatsform per Referendum abgeschafft und durch eine Republik ersetzt..
      Der König blieb, es lebe der König.
      Es sei Ex-Staatspräsident Giorgio Napolitano sein Urlaub in Sexten gegönnt.
      Selbst wenn er sich seinen Urlaub von Steuerzahler bezahlen lässt.
      Bei seinen Vitalizzio ( 15000 € monatlich wie “ ilfattoquotidiano.it“ schreibt ) kann er sich jedoch sicher seinen Urlaub selbst bezahlen.
      Dies vorausgeschickt ist jedoch festzustellen, dass die Privilegien eines Ex Präsidenten doch etwas überzogen sind .
      http://www.ilfattoquotidiano.it/2015/01/13/napolitano-pensione-dorata-dal-maggiordomo-chaffeur-allufficio-100-mq/1336887/
      Genauso die Kosten für die der Steuerzahler für unseren amtierenden Staatspräsidenten
      Quirinale, nel 2016 costerà 236 milioni. Cinque in meno rispetto a 2015
      http://www.ilfattoquotidiano.it/2016/03/01/quirinale-nel-2016-costera-236-milioni-cinque-meno-rispetto-2015/2507554/
      Ob Napolitano mit der Ernennung von Monti zuerst zu Ministerpräsident uns später zum Senator auf Lebenszeit sowie später mit der Ernennung von Renzi zum Ministerpräsidenten , ( ohne dass beide jemals vom Volk gewählt wurden ) den Volk etwas Gutes getan hat kann man angesichts des Chaos was sie angerichtet und hinterlassen haben bezweifeln.

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