Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » „Habe innerlich sehr gelitten“

    „Habe innerlich sehr gelitten“

    Zuerst der Absturz vom Landesrat zum Kellner. Jetzt der Freispruch. Und dazwischen sechs harte Jahre. Das Exklusivinterview mit Ex-Landesrat Michl Laimer nach dem Freispruch. DAS VIDEO.

    Jetzt redet Michl Laimer!

    Der Ex-Landesrat ist am Freitag im Stein an Stein II-Verfahren von der Anklage des Amtsmissbrauchs voll freigesprochen worden.

    Michl Laimer im Interview mit TAGESZEITUNG Online

    Eine Last sei von ihm abgefallen, sagte Michl Laimer, als er am Montagmorgen die TAGESZEITUNG-Redakteure Lisi Lang und Artur Oberhofer zum ersten Interview nach dem Freispruch empfing.

    Im ersten Teil des ausführlichen Interviews spricht Michl Laimer über seine Emotionen, über sechs harte Jahre.

    Er berichtet, er habe sich zeitweise wie ein Schwerverbrecher gefühlt.

    SEHEN SIE SELBST!

    Im zweiten Teil des Interviews, das Sie ab Mittwoch auf TAGESZEITUNG Online sehen können, geht es um die brisanten politischen Fragen:

    • Sieht sich Michl Laimer als Bauernopfer, weil er nur das ausgeführt hat, was LH Luis Durnwalder ihm aufgetragen hat?
    • Was Michl Laimer zu Hellmuth Frasnelli sagt.
    • Und: Wird es ein politisches Comeback von Michl Laimer geben?
    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (21)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • watschi

      es gibt zwei urteile, eines negativ – eines positiv. welches ist das richtige? das wird wohl nur mehr das kassationsgericht feststellen kònnen.

    • realist

      Man muß alles ein bisschen objektiver sehen.
      In Sachen Strom hat sich in Südtirol viel getan, natürlich ist immer noch Potenzial nach oben, vor allem gegenüber das, was dem einzelnen Bürger zu gute kommt.
      Dass aber in Richtung „südtiroler Strom den Südtirolern“ eine Wende in Richtung Bürger bzw. Gemeinden in der Laimer-Ära eingeläutet wurde, ist nicht von der Hand zu weisen.
      Wenn auch Dank dem Druck der Vinschger.
      Unabhängig der Laimer-Sache,
      Mir ist es lieber, der Strom ist in Landeshand als in privater Hand (das sogenannte Geschäft einiger großen Investoren) ,
      Diesbezüglich sollte jeder in Sachen Strom die heutige Situation,
      Mit der Situation vor 20 Jahren vergleichen, dann wird automatisch jedem ein Licht aufgehen.

    • tiroler

      Ein einziger Richter spricht ihn frei, obeohl die Beweise etwas anderes zeigen. Die Staatsanwälte werden auch nicht Sachen erfinden.
      Zum Glück gibt es noch das Kassationsgericht.

    • martlstocker

      Richtigstellung:
      In der Laimer-Ära wurde keine Wende in Richtung Bürger bzw. Gemeinden eingeläutet, sondern in Richtung Volkseigener Betrieb.
      Den kleineren Südtiroler Stromproduzenten und -verteilern wurden und werden von der Landesregierung solche Prügel in den Weg gelegt, daß sie ihre Eigenständigkeit aufgeben mußten und sich der Alperia unterordnen mußten.
      In der Brennerstraße regiert die SED nach dem Motto: Weniger Selbständigkeit, mehr Zentralisierung.

    • george

      Zuerst schiefe Dinge drehen, dann die Dinge verjähren lassen, schließlich das Unschuldslamm darstellen. Für wen das alles ?

    • besserwisser

      Die Gerichtsbarkeit hat entschieden, wenn wir an die Demokratie glauben dann müssen wir auch an die Gerichtsbarkeit glauben.
      Peinlich ist es eher dass man sich jetzt nach dem Freispruch in die Öffentlichkeit begibt ……

      • yannis

        >>>wenn wir an die Demokratie glauben dann müssen wir auch an die Gerichtsbarkeit glauben<<<

        MUSS man nicht, weil auch in Demokratien die Gerichtsbarkeit nicht selten entgegen geltenden Recht urteilt und auch oft Verfahren solange verschleppt das kein gerechtes Urteil mehr möglich ist.

    • realist

      Wenn keine Wende in Sachen Energie erfolgt wäre, dann würden immer noch norditalienische Großkonzerne (Raum Mailand/Turin usw.) zum größten Teil die Strompolitik in Südtirol bestimmen.

      Dass in einem so kleinem Land ein gemeinsames vorgehen in Sachen Strom Sinn macht und nicht eine totale Aufsplitterung dürfte wohl hoffentlich den allermeisten einleuchten.

      Wer aus der Vergangenheit gelernt hat, kommt schnell drauf, dass Südtirol nur das ist , was es heute ist, weil ein gemeinsames u. weitsichtiges Handeln dem Erfolg unseres Landes vorausgegangen ist.

      • andreas

        Die Methoden, wie der Strom zum Land geholt wurden, waren nicht sauber, das ist wohl unbestreitbar.
        Weitsichtiger wäre gewesen, sich nicht erwischen zu lassen, so hinterlässt es halt einen fahlen Beigeschmack, wobei das in 5 Jahren sowieso alles vergessen ist, also fast alles richtig gemacht.

        Etwas beunruhigend ist die Dreistigkeit, mit welcher Rainer/Laimer die Sache durchgezogen haben, denn nicht mal die Mails löschen zeigt, dass sie sich für unantastbar hielten.

        • guyfawkes

          „Sich nicht erwischen lassen“ hat wohl eher etwas mit „es gewieft anstellen“ als mit Weitsicht zu tun.
          „…in 5 Jahren sowieso alles vergessen…“: sehe ich auch so. Die Namensänderung der vormaligen Sel trägt auch dazu bei: gute Entscheidung. Der Name Alperia ist nebenbei nicht mal schlecht gewählt.

      • einereiner

        @realist
        du verwechselst da Ursache und Wirkung …
        Die Monopole der italienischen Großkonzerne wurden von der EU geknackt.
        Auch ohne die SEL wären die großen Kraftwerke in Südtiroler Hand gekommen, aber dann in die Hand von Stadtwerken, Genossenschaften oder kleineren SELs.
        Wir brauchen in einem „kleineren Land“ wie Südtirol kein „gemeinsames“ Vorgehen bei der Stromproduktion, im Gegenteil, wir haben Hunderte von Kraftwerken, da kann man auch Dutzende von Firmen haben, die sich positiven Wettkampf liefern.
        Durnwalder hat viel viel zerstört….und eine Neidgesellschaft aufgebaut. Da nur derjenige weiter kommt, der das richtige Parteibuch hat und kriecht.
        Wer kritisiert soll auch eine bessere Lösung liefern…hier ist sie:
        man hätte nicht eine SEL sondern 4 kleine SELs gründen sollen, diese aber nicht im Besitz des Landes, sondern von Bezirksgemeinschaften. Damit wäre der Kardinalfehler (Schiedsrichter und Spieler zugleich) vermieden worden.
        Alles hätte super und legal abgewickelt werden können und der Strom wäre in der Hand der Südtiroler gewesen.
        Aber dies scheiterte ja am Allmachtsanspruch vom Durnwalder.

        • realist

          Kann deine Wut teilweise verstehen (Parteibuch usw.)

          Alles andere wie z.B. mehrere kleine Sel od. di EU hat den Monopol abgeschafft
          Ist nur teilweise wahr.
          Tatsache ist, dass die heutige Alperia, ein ganz anderes Potenzial ausschöpfen kann für den einzelnen Bürger, wenn man das will, als irgend eine andere Lösung.

          Man sollte eben mehr wissen, um bessere Lösungen zu haben .
          Alles in 4-5 Gesellschaften auf zu splitten, wäre Jedenfalls wesentlich schlechter für eine solide Verhandlungsbasis.
          Oder finanzkräftige Investitionen, die es dringend braucht.
          5 Gesellschaften, die gerade so über Wasser gehalten werden, haben nun einmal schlechte Investitionsmöglichkeiten.

        • yannis

          @einereiner

          gut erklärt ! nicht Dank der SVP Politik hatten die italienischen Großkonzerne Federn lassen müssen, der EU ist dies zu verdanken.
          Leider gibt es immer noch in der ganzen EU massig an Fällen womit die Nationalstaaten sich ihre extra Würste braten.

          • yannis

            …..sich ihre extra Würste braten dürfen.

          • realist

            Genau diese Extrawürste in der EU hätten trotzdem einiges möglich gemacht für diese Konzerne.
            Aber da das Land die Konzessionen vergibt, war eben in der Leimer-Ära einiges möglich.
            Aber das wäre nicht genug gewesen, um mit den Konzernen auf Augenhöhe zu verhandeln.
            Vor allem: Geld/die landeseigene Sel/ Umweltauflagen u. Zahlungen als Ausgleich an die Ufergemeinden usw.
            Haben das möglich gemacht, was heute noch einigen zu wenig erscheint.
            Alles zusammen hat eben viel,viel Geld gekostet.
            Man muß das alles viel langfristiger sehen.
            Hoffentlich irgend wann zu Gunsten der in Südtirol lebenden Menschen.

    • agugger2015

      Armer Laimi. Nur Befehle von seinem Gebieter befolgt und dann das Leben zerstört…

    • derrick

      Dann kann Laimer ja seine Pensionsvorschüsse und die Leibrente ausgiebig genießen. Gute Zeiten für Vorschusskassierer und Geldpatrioten!

    • xy

      Liebes Michele halt lieber deinen Mund, wenn du schon unschuldig bist, warum haşt du dann all die Jahre geschwiegen, auch damals als der Luis dich im Fernsehinterviw einen „Esel“ geheißen hat, hingegen deine Schwiegermutter hat Mud bewiesen, damals als sie den Luis dafūr hinausgeworfen hat.
      Es wäre besser fūr dich , wenn du auch jetzt deinen Mund halten wūrdest, und dich nicht zu frūh freust, den in der Kassation, kann es genau noch umgekert ausgehen.

      • realist

        Der Laimer hat natürlich einiges falsch gemacht,
        Dass er aber das unter anderem für die Sache “ Strom zum Land “ eingefädelt hat ist nicht von der Hand zu weisen.
        Man kann die Art u. Weise sehen wie man will,
        Tatsache ist, dass einiges gelungen ist, was natürlich auf Grund der Umstände in vielen Augen kaum gesehen wird.
        Jeden Diel kann man im nachhinein so oder so sehen,
        Die Situation, um vor allem damals das Maximum heraus zu holen,
        war alles andere als einfach.
        Mir ist es auf jeden Fall lieber, wenn der Strom den Südtirolern gehört, als einigen Investoren, die natürlich nur auf Gewinn maximierung aus sind.
        Das Land, wenn es will, kann für Land u. Leute arbeiten ohne max. Gewinnausrichtung.
        Das wünsche ich mir u. meinem Land.

    • morgenstern

      Jeder ist seines Glückes Schmied.
      Das ganze sinnfreie Geschwafel und Gelaber sollte der sich sparen.
      Die Tiroler Tageszeitung hätte den beispiellosen Sumpf von damals nicht treffender beschreiben können.

      http://www.tt.com/home/5710807-91/paradies-im-s%C3%BCndenfall.csp

      • yannis

        sehr treffender Artikel: „Implosion des Erfolgsmodells Südtirol“ und noch deutlicher der Kommentar vom• 18.11.2012 15:27 dort, >>>wer eine weisse Weste hat, braucht nicht schwarz wählen<<< um nur einen davon zu nennen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen