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10 miniballetti

ColletivoCinetico (Foto: Marco Davolio)

Die italienische Choreografin Francesca Pennini erzählt in „10 miniballetti“ mit viel Ironie autobiografische Geschichten aus ihrer Kindheit

Am zweiten Festivaltag von Tanz Bozen ist zum ersten Mal die italienische Künstlerin Francesca Pennini bei Tanz Bozen zu Gast. Pennini gehört zu den derzeit gefragtesten italienischen Choreografinnen. Sie reist mit ihrem ebenso ernsten wie heiteren Solostück 10 miniballetti an. Das erfolgreiche Tanzstück wurde 2014 von Paperstreet zu den zehn besten Aufführungen gewählt.

Die von Francesca Pennini und Angelo Pedroni geleitete Kompanie CollettivO CineticO ist derzeit eines der bedeutendsten Ensembles Italiens. Die 2007 gegründete Kompanie erarbeitete sich im Laufe ihres zehnjährigen Bestehens ein Repertoire aus reinen Tanzprojekten und spielerischeren Performancestücken. Das gefragteste Werk ist zweifelsohne das bei Tanz Bozen gezeigte Solo von Francesca Pennini 10 miniballetti, darin stellt die Künstlerin nicht nur ihr choreografisches, sondern auch ihr tänzerisches Können unter Beweis.

In 10 miniballetti, eine Aneinanderreihung von verschiedenen Choreografien, lässt Pennini Kindheitserinnerungen Revue passieren. Es sind Allegorien einer schon in der Kindheit verspürten Leidenschaft für den Tanz. Eine heitere und ernste Liebeserklärung der Künstlerin an den Tanz und eine Gratwanderung zwischen geometrischer Ordnung und Durcheinander, Traum und Wirklichkeit, Gewitterstürmen, fliegenden Drohnen und virtuosen grands jetés.

„Ausgangspunkt für 10 miniballetti waren zwei autobiografische Komponenten.“, erzählt Francesca Pennini, „Ich zog für die Aufführung Hefte aus der Grundschulzeit zu Rate, in denen ich Choreografien vermerkte, und stellte mich meiner Vogelphobie. Daran knüpfte ich dann verschiedene weitere Überlegungen, wie meine Verbundenheit zum Tanz und dem Element Luft. Mich fasziniert an diesem Element das Unkontrollierbare, ich kann meine Bewegungen in der Luft nicht bewusst steuern. Choreografisch entwickelte ich zwei Herangehensweisen: Zum einen sind streng durchchoreografierte Sequenzen und millimetergenaue Bewegungen vorgesehen, zum anderen improvisiere ich bestimmte Bewegungsabläufe.“

Termin: Dienstag, 18. Juli um 21.00 Uhr im Studio des Stadttheaters Bozen. Im Anschluss an die Aufführung findet ein Künstlergespräch mit Francesca Pennini und Angelo Pedroni statt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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