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„Wahrheit muss ans Tageslicht“

Alex Schwazer mit seiner Lebensgefährtin

Die Mail-Affäre und die Posse um ein paar Milliliter Urin: Jetzt meldet sich Olympiasieger Alex Schwazer zu Wort.

Inzwischen sind auch die einstigen Skeptiker davon überzeugt, dass Alex Schwazer mehr Opfer als Täter ist.

Der Olympiasieger im Gehen hat in der Vergangenheit sicher Fehler gemacht.

Aber die Art und Weise, wie sich der (von zig Skandalen erschütterte) Internationale Leichtathletikverband und die Antidoping-Behörde WADA dagegen wehren, dass im Fall Alex Schwazer die Wahrheit ans Tageslicht kommt, ist grotesk.

Nun meldet sich Alex Schwazer zu Wort.

Der Geher aus Kalch schreibt am Samstag auf Facebook:

„Liebe Freunde,
Die Nachricht, welche mir (…) von dem obersten Richterrat in Köln übermittelt worden war, wurde von einigen Medien als Erfolg dargestellt. Dem ist leider nicht so.

Wie bereits von meinem Trainer Donati erklärt, ist die Differenz zwischen der A-Probe und der B-Probe von großer Bedeutung:

Während die B-Probe bei der Gegenanalyse vor den Augen meines Experten geöffnet und danach wieder versiegelt wurde, handelt es sich bei der A-Probe um eine seit Monaten nicht versiegelte Probe, die keinerlei Garantie bietet.

Es ist daher klar, dass die A-Probe allein nicht aussreicht, um einen aussagekräftigen Test zu gewährleisten, welcher eine Manipolation Dritter beweisen würde. Genau das ist jedoch das Ziel der IAAF, wie aus den E-mails von Fancy Bears hervorgeht.

In Dopingfällen wird zur Gegenanalyse die B-Probe verwendet.

Es würde niemanden in den Sinn kommen, dafür die A-Probe zu verwenden. Oder ist ein DNA-Test von geringerer Wichtigkeit? Ich glaube nicht…

Wie ich bereits in der Vergangenheit mehrmals erwähnt habe, bin ich überzeugt, dass es sich bei der positiven Probe zwar um meinem Urin handelt, jedoch nicht zu 100?. Ein kleiner Teil, welcher die Probe positiv erscheinen lies, ist nicht von mir. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, den gesamten restlichen Urin zu analysieren und nicht nur 10ml eines bereits göffneten Behälters.

Warum bemüht sich die IAAF um das genaue Gegenteil? Und warum wurde mein Anliegen vom obersten Richterrat in Köln nicht verstanden? Ich habe ein Recht darauf, mich zu verteidigen.

Ich muss zudem darüber schmunzeln, dass sich die WADA Sorgen über den Transport meiner Probe von Köln nach Parma macht, welche bereits über einem Jahr unversiegelt lagert und bei der nur sie die geforderten 10ml herausfiltern können, ohne dass meine Partei dabei anwesend sein kann.

Als Sportler unterliege ich strengen Regeln, welche anscheinend für einige Institutionen nicht gelten.

Dies ist eine traurige Geschichte, bei der es für viele ein leichtes ist, einen bereits gedopten Sportler auszuschalten, ohne jedoch zu berücksichtigen, dass genau jener Sportler den Großteil seiner Karriere sauber war und dabei auch seine größten Erfolge feierte.

Sicher ist allerdings auch, dass ich weiterhin, zusammen mit meinem Trainer und meinen Anwälten, dafür kämpfen werde, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen.

Eine Wahrheit, die anders ist, als von vielen beschrieben.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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