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    Die EU-Debatte

    Maria Kuenzer Hochgruber

    Am 18 Juli findet im Südtiroler Landtag die erste EU-Debatte statt. Gäste sind die EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann und Harald Vilimsky.

    Zur ersten EU-Debatte, zu deren Durchführung der Südtiroler Landtag sich jährlich verpflichtet hat, wurde SVP-EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann von der Mehrheit des Landtages und der österreichische EU-Parlamentarier Harald Vilimsky von der Minderheit am Dienstag, 18. Juli 2017 um 10 Uhr zur Anhörung in den Landtag eingeladen.

    Für Südtirol aktuelle Themen werden während der Fragestunde mit den EU-Parlamentariern debattiert, und zwar zu EUSALP, Landwirtschaft, TTIP und Flüchtlinge.

    SVP-Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer verbindet die beiden Bereiche Landwirtschaft und EUSALP und möchte von EU-Parlamentarier Dorfmann Konkretes über die Weiterentwicklung der Qualitätsangabe „Bergerzeugnis“ erfahren.

    Hochgruber Kuenzer: „Ziel ist es, Bergerzeugnisse aus den Ländern der Euregio – Südtirol, Nordtirol und Trentino – gemeinsam zu vermarkten, um die hochwertigen Produkte systematisch am Markt anzubieten.“

    Dem Plan von Hochgruber-Kuenzer, die Euregio als Destination für die Dachmarke Bergerzeugnisse auszubauen, hat der Dreier-Landtag bereits zugestimmt: Im April 2016 stimmten Kuenzers Antrag alle Abgeordneten einstimmig dafür.

    Bergerzeugnisse aus der Euregio können mit dieser Qualitätsgarantie neue Märkte erreichen und erschließen:

    – regional innerhalb der Euregio-Länder,
    – auf Märkten der benachbarten Drittländer,
    – in Europäischen Mitgliedsländern, die aus geografischen Gründen lokal keine Bergerzeugnisse produzieren, deren anspruchsvolle Verbraucher aber ebenso Lebensmittel aus der Bergbäuerlichen Produktion wünschen.

    Bereits 2012 hat das Europäische Parlament in einer Verordnung (Nr.1151/2012) eine Qualitätsregelung für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel erlassen und den Begriff „Bergerzeugnisse“ eingeführt. Bergerzeugnisse stehen für Qualität. Um diese besondere Qualität als Label zu schützen, hat die Europäische Kommission zwei Jahre später, 2014, Kriterien festgelegt, was für die Qualität Bergerzeugnisse vorausgesetzt wird.

    Als „Bergerzeugnisse“ gelten demnach Lebensmittel, die aus lokalen Rohstoffen in Berggebieten hergestellt werden. Ziel ist es mithilfe dieser Qualitätsmarke Berggebiete als benachteiligte Gebiete zu fördern und regionale Produktion zu forcieren und unterstützen.

    SVP-Abgeordnete Hochgruber Kuenzer möchte von EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann über aktuelle Strategien zur Umsetzung der fakultativen Qualitätsangabe Bergerzeugnisse wissen:

    1) Inwieweit haben andere Europäische Regionen bereits Vermarktungsstrategien umgesetzt?

    2) Soll Südtirol gemeinsam mit der Euregio dazu die europäische Vorreiter-Rolle übernehmen, da die Produktpalette an Bergerzeugnissen innerhalb der Euregio sehr breit gefächert ist und dank wachsenden Zusammenarbeit der Euregio-Länder die Voraussetzungen sehr gut sind?

    Bergerzeugnisse der Euregio gemeinsam anzubieten, ist für Hochgruber Kuenzer ein erstes Ziel. Als nächstes soll die Dachmarke Bergerzeugnisse auch auf die Gemeinschaft EUSALP ausgeweitet werden.

    Die Landtagsabgeordnete Hochgruber Kuenzer unterstützt den Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Gemeinschaft der Alpen Länder EUSALP mit konkreten Maßnahmen und Projekten aufzubauen. Bergerzeugnisse der EUSALP sind naheliegender Ansatz, um konkret damit anzufangen.

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