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    „Kläglich gescheitert“

    Sven Knoll

    Die Landesregierung und Generaldirektor Thomas Schael seien angesichts ihrer „chaotischen Gesundheitspolitik“ rücktrittsreif, findet Sven Knoll von der STF.

    Sven Knoll nimmt sich kein Blatt vor den Mund:

    „Die Landesregierung und Generaldirektor Schael sind mit ihrer chaotischen Gesundheitspolitik kläglich gescheitert und richten immer größeren Schaden an“, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.

    Sven Knoll erinnert an die Erhebung der ÖH-Medizin Innsbruck zur Abwanderungstendenz von Jungärzten, aus der hervorgehe, „wie schlecht es um das Gesundheitswesen in Südtirol bestellt“ sei.

    90 Prozent der Südtiroler Jungärzte könnten sich nicht vorstellen, nach ihrer Ausbildung nach Südtirol zurückzukehren.

    „Im Vergleich dazu gaben 2/3 der österreichischen Jungärzte an, in Österreich bleiben zu wollen. Auch 50% der deutschen Mediziner wollen nach ihrer Ausbildung nach Deutschland zurückkehren“, so Knoll am Samstag.

    Als einige Jungärzte zu Beginn des Jahres auf die Missstände im Südtiroler Gesundheitswesen aufmerksam gemacht hätten, seien sie von der SVP noch beschimpft und als Querulanten abgestempelt worden. „Nun“, so Knoll, „zeigt sich, wie ernst die Situation ist.“

    Wenn 90% der Jungärzte nicht mehr nach Süddirol zurückkehren wollten, bedeute dies in kürzester Zeit einen Kollaps der Gesundheitsversorgung, so Knoll.

    Er schreibt in der Aussendung weiter:

    „Anstatt die Ursachen der Abwanderung zu bekämpfen und den Jungärzten Anreize zu bieten, nach Südtirol zurückzukehren, wird jedoch alles unternommen, um sie aus Südtirol zu vergraulen. Erst unlängst hat die SVP im Landtag einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit niedergestimmt, mit dem eine automatische Anerkennung der österreichischen Studientitel und Facharztausbildungen in Süd-tirol gefordert wurde.

    Wie chaotisch die Landesregierung agiert, zeigt auch das Ergebnis der Anwerbung ausländischer Mediziner. Von den 134 Bewerbern kommen nur 3%, (also 4 Personen) aus dem deutschen Sprachraum, der allergrößte Teil stammt hingegen aus Nord- und Mittelitalien und spricht somit kein einziges Wort Deutsch.

    Wenn die Landesregierung so weitermacht, werden schon in kurzer Zeit wichtige Dienste in den Krankenhäusern nicht mehr aufrechtzuerhalten sein bzw. dort wo es sie noch gibt, werden sich die Süd-Tiroler mit dem Arzt nicht mehr in Deutsch verständigen können.

    Angesichts dieser vernichtenden Bilanz wären Landesregierung und Generaldirektor eigentlich rücktrittsreif!“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (1)

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    • sepp

      hot de Sven vollkommen recht so an chaos on zurichten hät mo nett an deutschen gibraucht die landesrätin und der herr sollen besser an abgang mochen bevor alles zu spät isch

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