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    Verstärkte Polizeikontrollen

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    Sitzung der Spitzenvertreter der Sicherheitskräfte: Für die Sommermonate wurden verstärkte Polizeikontrollen beschlossen. Die Details.

    Der Regierungskommissär, Präfekt Vito Cusumano, hat am Freitagvormittag eine Koordinierungssitzung zur Vorbereitung der Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf den wichtigsten außerstädtischen Verkehrsadern Südtirols und auf der Autobahn – und ganz besonders auf den verkehrsstarken Dolomiten-Passstraßen – geleitet.

    An der Sitzung haben die Spitzenvertreter der Sicherheitskräfte, der Leiter der Verkehrspolizeisektion Bozen, die Verantwortlichen der Hubschrauberstaffel der Carabinieri und der Finanzpolizei, der Beauftragte des Landesrates für Mobilität, der Verantwortliche des Landeszivilschutzes, der Brennerautobahn, zahlreiche Bürgermeister und Vertreter der besonders betroffenen Gemeinden (Corvara, Welschnofen) teilgenommen.

    Angesichts der statistischen Daten zu dem Jahr 2016 (1.752 Unfälle, 38 Verkehrstote, 2.293 Verletzte) ergab sich laut Regierungskommissariat die Notwendigkeit, der polizeilichen Verkehrsprävention durch gezielte Maßnahmen einen zusätzlichen Impuls zu geben, um eine verantwortungsvolle Teilnahme am Straßenverkehr zu fördern, Verkehrsunfälle zu verhindern bzw. deren Zahl zu senken – in Anbetracht dessen, dass sich 50 Prozent der Verkehrsunfälle außerhalb der geschlossenen Ortschaften ereignet haben.

    Ein weiteres Ziel besteht darin, den sicheren und reibungslosen Verkehr zu garantieren: Dieser werde nicht nur durch ein hohes Verkehrsaufkommen beeinträchtigt, sondern auch durch andere Faktoren wie Murenabgänge, ungünstige Witterungen, Sportveranstaltungen und andere.

    „Es braucht also einen umfassenden Präventionsplan mit zwei entsprechenden Zielsetzungen“, so das Regierungskommissariat:

    1)        mehr Sicherheit
    2)        Gewährleistung eines fließenden Verkehrs.

    Folglich wurde Folgendes beschlossen:

    –       mehr Streifen
    –       Intensivierung der Kontrollen mit Bezug auf das falsche Fahrverhalten
    –       Betreuung der Reisenden.

    Um die Dienste effizient abzustimmen und somit die besonders verkehrsstarken Gebiete Südtirols abzudecken, wird die Verkehrspolizei auf der Brennerautobahn an den Tagen mit höchsten Verkehrsaufkommen („bollino nero“), im Juli und August, verstärkt Kontrollen durchführen und präsent sein, ganz besonders an den Autobahn-Ein/Ausfahrten Sterzing, Brixen und Bozen Süd.

    Besondere Aufmerksamkeit sei auch an der Autobahnausfahrt Neumarkt/Auer geboten, von wo aus man die Ferienorte in den Seitentälern erreicht.

    Falls notwendig, kann die Verkehrspolizei, in Absprache mit der Brennerautobahn AG, die Einfahrten in die Brennerautobahn in Richtung Nord-Süd, durch die gestaffelte Sperrung der Autobahnzufahrten, kontingentieren. Im absoluten Notfall kann die dritte, die sogenannte „dynamische“ Fahrspur zwischen Trient und Rovereto-Süd für den Verkehr freigegeben werden.

    Zu diesem Zweck werden weitere 92 spezielle Dienste zugesichert, als Ergänzung der normal auf dem Territorium eingesetzten Streifen, mit einem geschätzten Personaleinsatz von nicht weniger als 184 Beamten.

    Dank der Zusammenarbeit zwischen den Einsatzzentralen der Brennerautobahn, der Verkehrsmeldezentrale, der Stadtpolizei Bozen und dem Zivilschutz, erhalten Reisende aktuelle Hinweise, Warnungen und Verkehrslagemeldungen auf Landes- und regionaler Ebene und auf der Autobahn. Somit soll der Verkehrsfluss differenziert und effizient gelenkt werden.

    Spezifische Verkehrskontrollen werden auch auf den Gebirgsstraßen und Dolomitenpässen durchgeführt (auch um gegen Geschwindigkeit und die von den Bikern verursachte Lärmbelastung vorzugehen).

    Andere Kontrolldienste werden im Rahmen des abgestimmten Verkehrspräventionsplans, in den Monaten Juli und August, auch von den Carabinieri durchgeführt, die zwischen dem 8. Juli und dem 30. September, auf den Südtiroler Passstraßen, gezielte Dienste geplant haben.

    Wie immer wird der Landeszivilschutz durch den Einsatz all seiner Komponenten, allen voran der landesweit vertretenen Freiwilligenverbände, einen grundlegenden Beitrag leisten.

    Abschließend wurde die Aufmerksamkeit der anwesenden Vertreter der jeweiligen Körperschaften auf die Waldbrandgefahr gelenkt, um die abgestimmte Vorgehensweise aller Komponenten des Zivilschutz- und Rettungssystems wie gewohnt zu gewährleisten.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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