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„Ein gerechter Hammerschlag“

Das Kassationsurteil zum Ehegattenunterhalt sorgt für Diskussionen, die Männerinitiative begrüßt die neue Richtung der Rechtsprechung allerdings, da Frauen-Privilegien endlich abgeschafft werden. 

von Lisi Lang

Das Urteil des Kassationsgerichts vom Mai zum Ehegattenunterhalt war ein Paukenschlag: Die Ehe ist keine Lebensversicherung mehr und die Höhe des Unterhaltsanspruches für Ehepartner ist demnach nicht mehr vom Lebensstil des Paares wahrend der Ehe abhängig, sondern wird anhand neuer Parameter bestimmt, die nur eine „wirtschaftliche Selbständigkeit“ der wirtschaftlich schwächeren Partei im Auge haben.

Während Frauenrechtlerinnen und Scheidungsanwältinnen Frauen vor dieser neuen Richtung der Rechtsprechung warnen, weil für Frauen nun die konkrete Gefahr bestehe, dass sie bei einer Scheidung ordentlich draufzahlen, nimmt der Verein Männerinitiative dieses Urteil mit Genugtuung und Erleichterung auf. „Bei der Unterhaltsregelung wurde eine positive Neuerung und wesentliche Wende in der Rechtsprechung eingeleitet, praktisch eine Neuinterpretation des Scheidungsgesetzes Nr. 898/ 1970 und gilt fortan als übergeordnete neue Leitlinie“, freut sich Franz Gasser, Obmann des Vereins Männerinitiative in Südtirol.

Damit, so die Männervertreter, sorge man endlich für Gerechtigkeit in den vielen Scheidungskriegen und baue die Privilegien der Frauen ab.

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Kommentare (3)

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  • deliadalia

    Des geat mir schun guet … Gerechtigkeit sollte schun sein.
    Obr wo bleib die Gerechtigkeit bei der Entlohnung???

  • noando

    nächster punkt: warum müssen männer länger arbeiten als frauen, obwohl die lebenserwartung umgekehrt ist? 😉 😀

  • martlstocker

    Dem Staat geht es mit diesem Urteil nicht darum, Gerechtigkeit zu schaffen. Wenn der geschiedene Mann fast all sein verdientes Geld seiner Ex-Frau zukommen lassen mußte, blieb kein Geld mehr für die neue Frau und evtl. Familie. Also mußte die öffentliche Hand für diese aufkommen. Kürzt man der Verflossenen den Unterhalt, kann der Mann wieder selbst für die Neue sorgen und entlastet den Staat.
    Von wegen „Gerechtigkeit“ für den Mann!

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