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    „Tritt in die Magengrube“

    SVP-Chef Philipp Achammer

    Von „völlig unverhältnismäßigen Ankündigungen“ spricht SVP-Obmann Philipp Achammer nach den Aussagen des österreichischen Verteidigungsministers Hans Peter Doskozil.

    Von „völlig unverhältnismäßigen Ankündigungen“ spricht SVP-Obmann Philipp Achammer nach den Aussagen des österreichischen Verteidigungsministers Hans Peter Doskozil, nun „schweres Panzer-Gerät“ an den Brenner verlegen zu wollen.

    „Wir können nur immer und immer wieder wiederholen: Es kann nur eine Antwort auf die aktuelle Flüchtlingsfrage geben, und zwar eine gesamteuropäische!“ Die ständig wiederkehrenden Ankündigungen den Brenner zu schließen würden in Südtirol wie „ein Tritt in die Magengrube“ verstanden.

    „Welches Ziel man damit auch immer verfolgen will, martialischer könnten die politischen Ankündigungen wohl kaum sein“, so Achammer. „Wir befinden uns nicht im Kriegszustand!“, meint der SVP-Obmann im Bezug auf die Ankündigung Doskozils, nun „schweres Gerät“ einsetzen zu müssen. „Es entsteht immer mehr der Eindruck, dass es in der aktuellen politischen Debatte wohl mehr um rhetorisches Hochrüsten als um Sachlösungen geht!“

    Südtirol könne gerade als Grenzregion zum wiederholten Male nur appellieren, von nationalstaatlichen Maßnahmen Abstand zu nehmen und endlich ernsthafte europäische Lösungen umzusetzen. „Einzelne Staaten können nicht allein gelassen werden. Die Europäische Union muss nicht nur gemeinsame Strategien entwickeln – diese Strategien müssen schlussendlich auch von den Staaten verbindlich umgesetzt werden“, so Achammer. Die Südtiroler Volkspartei habe erst kürzlich ihre „10 Punkte für Flüchtlingspolitik“ vorgestellt und dabei erneut überstaatliche Lösungen angemahnt.

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    Kommentare (9)

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    • einereiner

      Der erste in Europa, der eine richtige Sachlösung ausgesprochen hat, war Aussenminister Kurz. Er hat als erster auf hoher Europapolitischen Ebene die Schliessung der Mittelmeerroute gefordert. Ausserdem hat Österreich erfolgreich die Balkanroute geschlossen. Wir können stolz sein auf ein Vaterland mit so viel Sachkompetenz.
      Die Südtiroler VP ist nur noch peinlich. Wie kann man nur einer Verteilung der Asylschmarotzer auf Südtirol zustimmen? Mit dem Verweis, dass in Süditalien ganze Dörfer leerstehen, hätte man alle Forderungen von Rom abweisen müssen. Die SVP macht sich zum Mithelfer der Schlepper und somit dem Sterben im Mittelmeer.

    • franz

      SVP-Obmann Philipp Achammer & CO ein Scheinpopulisten und Propagandaminister des Pd. die anstatt bilaterale Abkommen zwischen ( Alfano-Kompatscher ) zu verteidigen bzw.zu respektieren immer heftig unsere Freunde in Wien kritisieren und attackieren um den Postkommunisten in Rom dienlich in den Arsch zu kriechen.
      Achammer “Wir befinden uns nicht im Kriegszustand!“,[…]
      Wir befinden uns schon längst im Krieg , Achammer und SVP Genossen sollten gelegentlich aus ihren Glashäusern kriechen und sich informieren.
      Stattdessen unterstützen sie die nicht vom Volk gewählte Regierung bei Scheinheilgen sinnlosen Dekreten bezüglich Sicherheit. die für den Bürger hinsichtlich Sicherheit nichtsbringen.
      z. B zur Justiz-Reform,reine Wahlpropaganda und Schaumschlägerei und Augenauswischerei.
      http://www.tageszeitung.it/2017/06/16/eine-abschreckung/#comment-348228
      Achammer„Wir können nur immer und immer wieder wiederholen: Es kann nur eine Antwort auf die aktuelle Flüchtlingsfrage geben, und zwar eine gesamteuropäische“
      Abgesehen, dass beinahe alle EU Staaten nicht bereit sind Clandestini aufzunehmen,
      als erste müsste Italien- PD/SVP seinen Beitrag liefern und anstatt mit Finanzdrohungen an Gemeinden, Illegale Flüchtlinge ( Clandestini ) zu verteilen Menschen die kein Recht auf Asyl haben wieder in ihre Heimatland zurückzuschicken.

    • thefirestarter

      Schließung der Balkanroute, Schließung der Mittelmeerroute.
      Man bekämpft die Symptome aber nicht die Ursachen.
      Mit der Schließung der Routen ist das Problem nicht behoben, nur verschoben.
      Es muss den Österreichern und Europa doch klar sein, dass die Grenzen nicht ewig halten. Griechenland, Mazedonien, Montenegro, Kosovo sind heute schon „Failed States“. Diese Staaten werden dem Ansturm der Hoffnungslosen nicht mehr lange standhalten.
      Italien ist der nächste Kandidat.
      Die Süd-Ost-Europäische Peripherie gleitet ab in die Unregierbarkeit und Armut und Kern-Europa schaut zu, nein hilft auch noch mit, in der trügerischen Hoffnung somit Zeit zu gewinnen und die „Krise“ aus zu sitzen.

      Aber solange wir, die Industriestaaten, dem weltweiten kapitalistischen Raubbau keine Riegel vorschieben, wird alles nur noch Schlechter, dass was bis jetzt in Europa an kam ist nur die Vorhut.
      Die Feinde, sind nicht die mageren, dreckigen Gestalten hinter dem Stachlzaun Die Feinde sitzen in den großen Multinationalen in Anzug und Krawatte.

      • paco

        Endlich auch einmal ein vom Verstand eingegebener Kommentar – im Gegensatz zum peinlichen „Vaterlandlob“ von einereiner und zum guten franz, bei dem ich mir das Lesen schon seit Längerem erspare.
        Paco

    • franz

      @thefirestarter
      “Es muss den Österreichern und Europa doch klar sein, dass die Grenzen nicht ewig halten.“
      Wieso sollten die Grenzen nicht halten, ein souveräner Staat hat das Recht und sogar die Pflicht seine Grenzen und damit seine Bürger zu schützen, was Österreich Ungarn und die Visegrad -Staaten machen.
      Abgesehen von Ausnutzen von Bodenschätzen, wie Erdöl und anderen, Schätzen welche in erster Linie von China und USA betrieben wird bzw. korrupten Regierungen die dort herrschen , ist den dreckigen Gestalten nicht geholfen, wenn sie in Massen sich auf den Weg machen u ein besseres Leben zu suchen, was sie dann nicht finden.
      Konstruktiver wäre wenn sich diese jungen Männer ( Wirtschaftsflüchtlinge – Vaterlandsverräter ) in ihrer Heimat die Ärmel hochkrempeln würden und mit Arbeit ( ein bisschen Landwirtschaft zur Selbstversorgung ) für sich und ihre Familie zu sorgen bzw. sie zu verteidigen, anstatt zu flüchten und ihre Familie ihren Schicksal zu überlassen.

      • thefirestarter

        Die Grenzen werden den Ansturm nicht halten… Österreich hat zu wenig Panzer dafür(LOL).

        Europa hat den AKP-Staaten einen Freihandelsvertrag aufgezwungen, der ihnen keinen Freiraum lässt um ihre Wirtschaft zu schützen.
        Die korrupten Regierungen werden von europ. Firmen und Staaten getragen, jegliche Versuch einer Änderung der Machtverhältnisse wird im Keim erstickt.
        Die Firmen brauchen die Rohrstoffe aber auch die Absatzmärkte, sie brauchen Rechtssicherheit(=Immunität!) und wollen die Gewinne steuerfrei ins Ausland schaffen können. Das alles hat die EU z.B. in Afrika erreicht.
        Parallelen zu TTIP usw. sind nicht zufällig.

        Du machst es dir einfach und gibst die Schuld den USA und China. Aber die EU steckt genau so im Dreck. Siehe Uran/Frankreich, ENI/ELF/Nigeria u.v.a.m.

        Im letzten Absatz drückst du deine Verachtung für diese Menschen aus.
        Und genau das ist es was die Eliten wollen, die Armen sollen sich untereinander zerfleischen. Nur so können sie an der Macht bleiben.

        Dein Feind, Unser aller Feind sitzt in den oberen Etagen im Anzug und Krawatte. Seine Waffe ist das Geld.
        Schau dir den Inhalt des Waschington Konsens an, es ist eine Kriegserklärung an die Demokratie, an die Menschen!

        • cicero

          Schon seltsam dass die Machenschaften die du beschreibst nicht auch auf andere Teile der Welt zutreffen. Die profitoeren alle von der Globalisierung und handeln das Vorteilhafteste fürs eigene Land aus. Aber wenn korrupte Kleptokraten die Bodenschätze verscherbeln das Geld in die eigene Tasche stecken oder dem eigenen clan zukommen lassen, anstatt damit Schulen Straßen Krankenhäuser zu bauen, dann hat der böse Westeb schuld. Afrika brsucht Investoren die in die heimische Wirtschaft investieren z.B. in den Fremdenverkehr als riesiges Potential. Aber da braucht es sichere Verhältnisse und seriöse Ansprechpartner. Niemand braucht sich abhängig zu machen der es nicht SELBER WILL. Andere Weltgegenden vor 50 Jahren noch bitterarm machen es vor. Schon komisch dass offenbar nur Afrika ausgebeutet wird. Die großteils jungen Männer diexhierherkommen sind nicht arm sondern stsmmen aus der Mittelschicht und suchen ein besseres Leben in Europa ähnlich der Masse von Goldsuchern die ins sog. El dorado gestürmt waren Glücksritter eben.
          Europa kann die Probleme Afrikas nicht lösen das müssen sie selber machen und zwar wie sie es wollen und nicht wie wir es ihnen vorschreiben, indem wir immer gescheid sind werten wir die Aftikaner ab sie wären nicht imstande selbst Kösungen zu suchen. Massenhaft IllegalevMigration unter dem Deckmantel des Asylrechts zu unterstützen hilft jedenfalls ihnen und uns auch nicht. Darum gibt es nur eins, boat people werden in Europa nicht genommen., wer herkommen will soll es geregelt über Arbeitsverträge machen.

    • morgenstern

      Wo liegt das Problem, einfach die Schutzmacht anrufen und durchläuten lassen.

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