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    „40 kleine Betriebe verheizt“

    „Die Bozner Müllverbrennungsanlage verheizt auch 40 kleine Betriebe“, klagt der Verband SHV-CNA. „Die Anlage läuft seit vier Jahren, die Subunternehmen warten aber immer noch auf 1,6 Millionen Euro.“

    Die Müllverbrennungsanlage von Bozen ist seit vier Jahren in Betrieb, die Bauarbeiten sind beendet und die Anlage läuft perfekt, schreibt der Verband SHV-CNA in einer Aussendung. „Es wird dort jedoch nicht nur Müll verbrannt. Fast 40 Betriebe, die als Subunternehmen Maurerarbeiten durchgeführt oder beim Anlagenbau beschäftigt waren, riskieren selber verheizt zu werden, da sie immer noch auf insgesamt 1,6 Millionen Euro an Bezahlungen warten.“

    „Es handelt sich durchwegs um kleinere Betriebe“, erklärt Claudio Corrarati, der Präsident des SHV-CNA, „die Außenstände zwischen ein paar tausend Euro bis zu höheren, mehrstelligen Beträgen beklagen, die seit vier Jahren nicht ausbezahlt werden.“

    Der Verband hat vor ein paar Monaten den größten Teil dieser Betriebe versammelt, um auch die daraus entstandenen finanziellen Schwierigkeiten der Betriebe zu verstehen. „Gleich darauf hat unsere Vereinigung Druck auf die Hauptauftragnehmer und die Landesverwaltung, in ihrer Rolle als Auftraggeber, ausgeübt, damit den finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Subunternehmen endlich Folge geleistet wird“, so Corrarati.

    Bis heute habe es keinen konkreten Lösungsansatz gegeben. Corrarati:

    „Somit ist es notwendig, dass wir mit diesem Problem an die Öffentlichkeit treten. Insbesondere fordern wir von der Landesverwaltung, dass sie sich des Problems annimmt und auf die Beziehungen zwischen Auftragnehmer und den kleinen Subunternehmen einwirkt. Auch wenn letztere nicht bezahlt worden sind, haben sie doch weiterhin ihre Steuern, ihre Angestellten und die Bankzinsen auf ihre Außenstände bezahlt.

    So kann es nicht weitergehen. Viele kleinere Unternehmen riskieren den Ruin. Die meisten von ihnen sind in den größeren Zentren unseres Landes angesiedelt, wo die Krise stärker als in den ländlichen Gebieten zu spüren ist.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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