Du befindest dich hier: Home » News » Gratisstrom für alle

    Gratisstrom für alle

    Foto: 123RF.com

    Ab dem nächsten Jahr sollen alle Südtiroler Haushalte in den Genuss eines Kontingentes an kostenlosem Strom kommen.

    von Heinrich Schwarz

    Der Artikel 13 des Autonomiestatutes spricht eine klare Sprache: „Bei Konzessionen für große Wasserableitungen zur Erzeugung elektrischer Energie haben die Konzessionsinhaber die Pflicht, den Provinzen Bozen und Trient jährlich und unentgeltlich für öffentliche Dienste und für bestimmte, durch Landesgesetz festzusetzende Verbrauchergruppen 220 Kilowattstunden für jedes Kilowatt konzessionierter mittlerer Nennleistung zu liefern.“

    Allerdings hat das Land diese Pflicht in dieser Form auch nach Jahrzehnten noch nicht umgesetzt – obwohl die Stromtarife für die Familien ständig ansteigen und die Energiekosten in Italien weiterhin zu den höchsten in Europa gehören.

    Der Grund: Es gibt laut Autonomiestatut die alternative Möglichkeit, anstelle des Gratisstroms den finanziellen Gegenwert einzuheben. Das Land nimmt dadurch jährlich rund 13 Millionen Euro ein. Die Vergütung liegt bei rund 0,08 Euro pro Kilowattstunde.

    Die Forderung, den Gratisstrom an die Südtiroler Haushalte und an öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen weiterzugeben, flammt immer wieder auf. Und jetzt macht das Land endlich Nägel mit Köpfen. Im Nachtragshaushalt, der im Juli vom Landtag verabschiedet werden soll, gibt es einen Passus zum Gratisstrom:

    „Die elektrische Energie (…) kann ab dem 1. Jänner 2018 gänzlich oder zum Teil an Verbrauchergruppen jeglicher Kategorie verteilt werden. Dies erfolgt nach Kriterien und Modalitäten, die in einem eigens von der Landesregierung genehmigten Plan festgelegt werden und im Einklang mit den unionsrechtlichen und staatlichen Bestimmungen im Bereich der Staatsbeihilfen stehen.“

    MEHR DAZU LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (13)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • criticus

      Allerdings hat das Land diese Pflicht in dieser Form auch nach Jahrzehnten noch nicht umgesetzt.
      Ein Schelm wer böses denkt! 2018 sind Landtagswahlen!!!
      Für die Mineralwasseranbieter ist anscheinend jedes Jahr Wahljahr. Siehe die geschenkten Quellen.

    • einereiner

      Ist doch alles logisch. Kaum sinkt der Erzeuger-Strompreis unter die 0,08 (auf 0,04), ist es besser den Strom zu liefern (anstelle des Geldes).
      Warum sollte der Erzeuger mehr für den Strom zahlen als er wert ist!

    • realist

      Längst überfällig
      Der Strom müsste eigentlich in der Provinz am billigsten sein, in der am meisten produziert wird.
      Die Belastung ist ja auch dem entsprechend.(Stauanlagen/Hochspannungsleitungen/Elektrosmog usw.
      Erst recht, wenn das im positiven Verhältniß, zur erneuerbaren Energie (wie in Südtitol) gegenüber auf Staatsebene produzierten konvenzionellem Strom produziert wird.

      • meintag

        Weil es dem Rest von Italien und der EU egal ist wenn einer der Staudämme bricht und einen Teil der südtiroler Bevölkerung wie die Mäuse ersaufen. Hauptsache der Gewinn wird verteilt und von der Politik wird bedauert und kondolliert.

    • josef

      Und dieses Versprechen von der SVP kurz vor den Wahlen ???
      Will man auch sagen, was auf der Gegenseite erhöht wird?
      Der Transportpreis für den Strom? Die Systemkosten für den Strom?
      Ich lass mich gern positiv überraschen, jedoch wird daraus nichts werden, jedenfalls nichts für den Endverbraucher.

    • sogeatsschungornet

      Beschlüsse der Landesregierung sind wie Gesetze auch immer zur Gänze zu lesen und zu interpretieren.
      Steht da geschrieben „…kann gänzlich oder zum Teil…“?
      Ist die Überschrift des Artikels – gelinde ausgedrückt – nicht etwas irreführend?

    • franz

      Kostenlosem Strom an den Verbraucher zu vergeben den man zum Teil teuer von außen einkaufen muss ? wie soll das gehen ?
      Wir produzieren unterm Strich in einem Jahr mehr Strom als wir verbrauchen.
      Vorausgesetzt, dass es nicht zu langen Trockenperioden kommt wie in diesen Jahr.
      Die Befürchtung, dass es in Zukunft diesbezüglich immer größere Problem geben dürfte zeigt auch der Klimawandel und mit den damit fortschreitenden schwinden der Gletscher.
      Vermutlich hat ENEL dieses Problem beim Verkauf der Kraftwerke bereits berücksichtigt.
      Wenn der Klimawandel bzw. die Gletscher in diesen Maße wie zur Zeit fortschreitet, wird es bald keine Gletscher und daher kein n Wasser in den Stauseen zur Stromerzeugung geben.
      Bekanntlich müssen wir bei Trockenperioden wie zur Zeit oder im Winter, Strom – zum Teil Spitzenstrom zukaufen müssen, ( bekanntlich ohne Wasser kann man auch keinen Strom erzeugen )
      Wenn es Stromüberfluss gibt sind die Preise meist niedrig.
      Angebot und Nachfrage bestimmen bekanntlich den Preis der von TERNA ( -ex Tochtergesellschaft von ENEL ) – der Strombörse Stündlich – täglich gestaltet wird.
      Die zwei Pumpspeicherkraftwerke mit den Kraftwerken Weißbrunn Kraftwerk Kuppelwieser Alm und mit den Stauseen “Lago Verde“ bzw. “Diga Quaira“ ist in der Tat eines der effizientesten Systeme zu Stromerzeugung.
      Damit wird meist Nachts Strom von außen zugekauft von Großkraftwerken Thermokraftwerken oder von Atomkraftwerken aus Frankreich oder auch sauberen Alternativ Strom von Anbieter wie Bozner FRI-EL Green Power Gostner & “Alerion“ ( mit Amministratore Delegato Gostner. von Alerion )
      Um Tagsüber Wasser zu nutzen um teuren Spitzenstrom zu liefern.

    • ahaa

      In Lybien war Gas,Wasser ,Strom umsonst!
      In Sùdtirol wàre es schon lange mòglich wenn nicht die Geldgeier darùber kreisen wùrden!Und die Bevòlkerung den Kopf einziehen wùrde!

      • andreas

        Im Unterschied zu Lybien stehen wir aber glänzend da, irgend etwas müssen wir also richtiger als die Lybier gemacht haben…..

        • ahaa

          Fùr andreas Kompatscher
          Dem gefallenen Grossmaul. 😉
          1. Es gab keine Stromrechnung in Libyen. Strom war kostenlos für alle Bürger.

          2. Es gab keine Zinsen auf Kredite. Die staatlichen Banken vergaben Darlehen an alle Bürger zu null Prozent Zinsen per Gesetz.

          3. Ein Heim/Zuhause zu haben galt als ein Menschenrecht in Libyen.

          4. Alle Frischvermählten in Libyen erhielten 50.000 US-Dollar. Dieses Geld sollte den Menschen ermöglichen ihre erste Wohnung zu kaufen. Die Regierung wollte so zum Start einer Familie beitragen.

          5. Bildung und medizinische Behandlungen waren frei in Libyen. Bevor Gaddafi an die Macht kam konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen. Heute liegt die Zahl bei 83 Prozent.

          6. Wollten Libyer in der Landwirtschaft Karriere machen, erhielten sie Ackerland, eine Bauernhaus, Geräte, Saatgut und Vieh als Schnellstart für ihre Farmen und das alles kostenlos.

          7. Wenn Libyer keine Ausbildung oder medizinische Einrichtungen finden konnten die sie benötigten, hatten sie die Möglichkeit mit der Hilfe staatliche Gelder ins Ausland zu gehen. Sie bekamen 2.300 USD im Monat für Unterkunft und Auto gezahlt.

          8. Wenn ein Libyer ein Auto kaufte, subventionierte die Regierung 50 Prozent des Preises.

          9. Der Preis für Benzin in Libyen war 0,14 $ (12 Rappen oder ca. 0,10 Euro) pro Liter.

          10. Wenn ein Libyer keine Arbeit bekam nach dem Studium, zahlte der Staat das durchschnittliche Gehalt des Berufs in dem er eine Arbeit suchte, bis eine fachlich adäquate Beschäftigung gefunden wurde..

          11. Libyen hat keine Auslandsschulden und ihre Reserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.

          12. Ein Teil jeden libyschen Öl-Verkaufs wurde direkt auf die Konten aller libyschen Bürger gutgeschrieben.

          13. Mütter die ein Kind gebaren erhielten 5.000 US-Dollar.

          14. 25 Prozent der Libyer haben einen Hochschulabschluss.

          15. Gaddafi startete Das “Great-Man-Made-River-Projekt” (GMMRP oder GMMR, dt. Großer menschengemachter Fluss-Projekt) in Libyen Es ist das weltweit größte Trinkwasser-Pipeline-Projekt für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft.

    • sepp

      uiuiuiu 2018 lantagswahlen Strom umsonst immer wieder as selbe on der SVP bande und herr und frau südtiroler lässt sich wieder reinlegen von unserer Landesregierung bekommt keiner was umsonst was nett doppelt zurück bezahlt wird

    • ahaa

      Und wenn, dann sind nur die ersten paar KV frei,
      Wichtig ist das sich die Leute unterhalten wie gut es laeuft,positive Stimmung zu schaffen …..in der Zeit wo am meisten gemolken wird!

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen