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    „Ein Freund Südtirols“

    Helmut Kohl (Foto: Zdf)

    Der deutsche Altkanzler Helmut Kohl ist gestorben. Kohl wurde 87 Jahre alt. Die Reaktionen aus Südtirol.

    Der deutsche Altkanzler Helmut Kohl ist am Donnerstag gestorben. Kohl wurde 87 Jahre alt.

    Er regierte von 1982 bis 1998 als Bundeskanzler und war damit der am längsten amtierende Kanzler.

    Altkanzler Helmut Kohl ist laut Mitteilung der CDU im Alter von 87 Jahren gestorben. Laut „Bild“ starb Kohl in seinem Haus. Er wohnte in Ludwigshafen-Oggersheim.

    Der 1930 geborene CDU-Politiker war von 1982 bis 1998 der am längsten amtierende Bundeskanzler. Kohl war von 1973 bis 1998 CDU-Vorsitzender und gilt als Vater der deutschen Einheit, die in seine Kanzlerschaft fiel. In seiner Amtszeit wurde zudem die Einführung des Euro beschlossen.

    Kohl arbeitete sich rasch in der CDU Rheinland-Pfalz hoch und wurde dort 1969 Ministerpräsident. 1982 gelang ihm in einer Koalition mit der FDP der Sprung ins Kanzleramt. 1998 verlor er die Bundestagswahl gegen den SPD-Kandidaten Gerhard Schröder.

    In den vergangenen Jahren lebte Kohl sehr zurückgezogen. Seine letzten Lebensjahre waren von Krankheit geprägt. Am Staatsakt zum 20. Jahrestag des Mauerfalls nahm er 2009 im Rollstuhl sitzend teil.

    Die Reaktionen in Südtirol kommen aus dem volkstumspolitischen Lage:

    Die Freiheitliche Ulli Mair würdigt Helmut Kohl als einen „großen Europäer“, der immer an die Wiedervereinigung geglaubt und diese auch herbeigeführt habe. „Dies sollte uns Südtirolern stets Beispiel dafür sein, dass vieles möglich wird, wenn man fest daran glaubt und dafür arbeitet“.

    Heimatbund-Obmann Roland Lang schreibt:

    „Kohl prägte keineswegs nur über Jahrzehnte die deutsche Politik, er war auch einer der Väter der gemeinsamen Währung Euro und ein Kämpfer für ein friedliches, vereintes Europa. Folglich kann er, wenn man die Einheit Tirols ins Auge fasst, ein Vorbildfunktion für uns Südtiroler haben.“

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit würdigt Kohls Einsatz zur Beseitigung der deutsch-deutschen Unrechtsgrenze als „Vermächtnis für die Zukunft Europas“. Gerade für Südtirol sei sein Lebenswerk – die Wiedervereinigung Deutschlands – ein Vorbild, das aufzeige, dass auch die Teilung Tirols mit friedlichen Mitteln überwunden werden könne, so Knoll. Mit Kohl verliere Südtirol einen guten Freund.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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