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    Der Schuldspruch

    Luis Durnwalder

    Der nächste Schuldspruch für Alt-LH Luis Durnwalder am Rechnungshof. Wegen (öffentlicher) Ausgaben zur Feier seines 70. Geburtstags auf Schloss Tirol muss er 8.036 Euro zahlen.

    Von Thomas Vikoler

    Vielleicht hätte es der damalige Landeshauptmann nicht auf diese Weise öffentlich betonen sollen: „Ich zahle alles selbst, der Landeskasse kostet das keinen Cent“. Durnwalder antwortete damit auf die Polemiken über die Kosten für die große Feier zu seinem 70. Geburtstag am 24. September 2011 auf Schloss Tirol.

    Die Rechtsprechende Sektion am Rechnungshof Bozen kommt nun zum Schluss, dass die Feier sehr wohl öffentliches Geld gekostet hat. Genau 8.036 Euro.

    Zur Zahlung eines Schadensersatzes in dieser Höhe wurde Durnwalder nun mit einem Blitz-Urteil (einen Monat nach der Verhandlung) verurteilt.

    Es ist der mittlerweile dritte Schuldspruch für den Anfang 2014 abgetretenen Alt-Landeshauptmann nach der Causa Sonderfonds (rund 300.000 Euro, der Fall behängt seit 2015 in der Berufung), und einem „verkleinerten“ erstinstanzlichen Urteil zu Gratis-Wildabschüssen (einigen tausend Euro).

    Diesmal ging es um ein Verfahren, das Staatsanwältin Alessia Di Gregorio – nach einem Bericht der TAGESZEITUNG – als „Mutter aller Schadensersatzverfahren“ gegen Durnwalder bezeichnete. Die Geburtstagsfeier auf Schloss Tirol.

    9.917 Euro Schadenersatz forderte die Staatsanwältin am 16. Mai: 1.555 Euro für den Druck der 800 Einladungskarten, 1.743 Euro für die Dankesschreiben, 500 Euro für den Transport von Gästen, 760 Euro für Postspesen, rund 1.500 Euro für Überstunden des Landespersonal, 2.000 Euro an (pauschalen) Kosten der Vorbereitungsarbeiten, 1.881 für die Nutzung von Schloss Tirol, das während der Feier teilweise für das Publikum geschlossen war.

    Lediglich letztere Forderung hält der Richtersenat unter der neuen Präsidentin Donata Cabras für nicht gerechtfertigt. Die übrigen öffentlichen Ausgaben hingegen schon. Macht also 8.036 Euro.

    Dies vor allem deshalb, weil die Geburtstagsfeier als eine rein private angesehen wird. Verteidiger Gerhard Brandstätter hatte von einer „Überschneidung von öffentlicher und privater Sphäre während 30 Jahren politischer Tätigkeit Durnwalders“ gesprochen.

     

    WIE DIE RICHTER IHRE ENTSCHEIDUNG BEGRÜNDEN; LESEN SIE AM FREITAG IN DER PRINT-AUSGABE.

     

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    Kommentare (10)

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    • josef

      Gemma sammeln für den „ARMEN MANN“ !!!

    • einereiner

      8000 ist deutlich zu wenig, da kann jemand nicht rechnen. Auch bei 40000 müsste er keine seiner Innsbrucker Wohnungen verkaufen.

      • markusgufler

        Ich kenne weder die Details zu dem Fall noch möchte ich hier für oder gegen Durnwalder sprechen.
        Ich muss aber in aller Klarheit einem solchen Bullshit von Gedankengang widersprechen: wenn welcher Schaden, von wem auch immer verursacht, ermittelt und eine entsprechender Schadensersatz definiert wurde dann hat es sich damit. Punkt!
        Es braucht keinen dahergeloffenen, offensichtlich zu kurz gekommenen, sich in der Anonymität versteckenden möchtegern Robin Hood der eine Schuldsumme an nicht gegönntem Erfolg und außerordentlichen Fleiß berechnen möchte.

        • einereiner

          Hallo Markus,
          anonym trifft nicht zu, mein Name wurde in diesem Forum des öfteren genannt.
          Kannst du rechnen? Dann rechne mal zusammen:
          1. Was kostet die Miete des Schlosses: kriegt kein anderer unter Zehn- Tausend
          2. Was kostet das Verschicken der Einladungen: einige Tausend, da die Beamten diese erst mal zusammensuchen müssen
          3. Was kosten die Landesbediensteten als Partyangestellten? Ist auch unter einigen Tausen nicht zu kriegen
          Geh mal zu einem Partyveranstalter und lass dir ein Angebot machen….meine Schätzung hast du ja schon.
          Durnwalder war in den letzten 10 Jahren seines Wirkens ein Rießenschaden für Südtirol und ich gönne ihm von Herzem jede Rechnung, die er jetzt dafür bekommt.
          Lies mal Reinholds Liste durch und kreuze alles an, was Durni verbrochen hat.

          • roadrunner

            Und du glaubst noch allen Ernstes was Besseres als die Richter zu sein? Glaubst du echt, die Richter hätten deine oberflächlichen Überlegungen bei der Urteilsverkündung nicht berücksichtigt? Was bist denn du für ein Senfomat! Du hast einen Dachschaden, altrochè der Durnwalder eon Schaden für Südtirol!! Mann mann, lass deine Frust auf einen Boxsack aus!

    • huggy

      Es scheint noch Leute zu geben, die den Ex-Landershauptmann Durnwalder für einen fehlerfreien Politiker halten. Die Sorte gibt`s aber scheinbar nicht mehr. Je älter sie werden, um so mehr denken sie nur noch an den eigenen Vorteil. Und wenn Fehler gemacht werden, zurücktreten. Ist dann alles doch nicht so schlimm , kann man vom Rücktritt ja ohne weiteres wieder zurücktreten.
      Die Zeche zahlen in jedem Fall wir Steuerzahler.!

    • morgenstern

      So kanns gehen, wenn man öffentlich und privat nicht unterscheiden kann.

    • goggile

      olle zomm PAPPN HEBN, eine schande wie mit altlandeshauptmann umgegangen wird. das Volk ist zu feige um fuer durni auf den strassen zu protestieren. die Gesellschaft ist kaputt. am ende. es lebe die wir haben ja kein sicherheitsverkuendenden beamten bezahlt von unser erarbeitenden Geld die sich auf diesen aussagen sonnen und unantastbar in der linksgruenen organisierten welt ist

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