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    Der Schulterschluss

    Seit der Eröffnung vor bald zwei Jahrzehnten hat die Gemeinde Toblach im Grand Hotel improvisieren müssen. Jetzt übernimmt das Land.

    von Silke Hinterwaldner

    Im Rathaus von Toblach atmet man auf: Seit 18 Jahren wird das Kulturzentraum Grand Hotel als Verein geführt, unmittelbar begleitet von der Gemeinde. Dies war zunächst nur als Übergangslösung gedacht, aber in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde es zur Dauerlösung.

    Am Mittwoch Abend aber könnte eine grundlegende Änderung eingeleitet werden:

    Der Gemeinderat wird beschließen, den Verein in eine Stiftung umzuwandeln. Damit geht das Grand Hotel in die Hoheit der Landesregierung über – vor allem werden so die Finanzierung und damit die Planungssicherheit garantiert.

    In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde stets händeringend versucht, das Kulturzentrum finanziell zu unterstützen, aber für eine kommunale Verwaltung ist es nicht ganz leicht, eine Struktur dieser Größenordnung sinnvoll zu organisieren. Schon seit Monaten wurde deshalb die Umwandlung in die Stiftung mit dem unnötig komplizierten Namen „Euregio Kulturzentrum Gustav Mahler Toblach – Dolomiten“ vorbereitet.

    Nicht ohne Schwierigkeiten, denn die Vorstellungen davon, was das Grand Hotel in Zukunft bieten sollte, gingen auseinander.

    So stand etwa die Fusion der beiden Mahler-Festivals lange im Raum:

    Demnach sollten die Festspiele Südtirol mit den Mahler Musikwochen zusammengeführt werden – sehr zum Ärger der Veranstalter selbst. Von diesem Plan ist man mittlerweile wieder abgerückt.

    Ab 1. Jänner 2018 soll jetzt das Grand Hotel über eine Stiftung verwaltet werden.

    Die drei etablierten Veranstaltungen – Mahler Musikwochen, Festspiele Südtirol und Toblacher Gespräche – werden in ihrer bisherigen Form beibehalten.

    „Der Schulterschluss mit dem Land ist absolut positiv“, sagt Referent Christian Furtschegger, „so hat Toblach einen starken Partner und endlich Planungssicherheit. Die Gemeinde trägt nicht mehr allein die schwere Last der Verantwortung.“

    Er sieht das Grand Hotel an der Schnittstelle zwischen Innsbruck und Trient, das dem Gedanken der Europaregion gerecht werden soll. Die Nordtiroler haben Alpach, die Trentiner haben das Haydnorchester und nun sollen die Südtiroler mit dem Grand Hotel in Toblach auch ein Euregio-Aushängeschild bekommen.

    Der Stiftungsrat wird aus fünf Mitgliedern bestehen, zwei davon entsendet die Gemeinde Toblach. Nach dem Beschluss des Gemeinderates wird die Umwandlung in die Stiftung in Angriff genommen, schließlich soll sie bereits in einem halben Jahr aktiv sein.

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