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    „Ich bin baff“

    8/02/2016 Roma, La7, trasmissione televisiva L’Aria che Tira, nella foto Michaela Biancofiore

    Wie Florian Kronbichler seine Zustimmung zum Biancofiore-Antrag rechtfertigt – und warum er der SVP schwere Vorwürfe macht.

    von Matthias Kofler 

    Florian Kronbichler hat am Donnerstag für den Antrag der Forza-Italia-Politikerin Michaela Biancofiore zur Abschaffung der Wahlgesetz-Sonderklausel für Trentino-Südtirol gestimmt. „Ich bin zwar für Sonderregelungen für Sonderprobleme, aber diese Sonderregelung muss weg. Sie ist ein Privileg, das sich die SVP mithilfe des PD und zum Preise der ewigen Treue erkauft hat. Die SVP sichert sich damit drei Sitze, während den vierten Sitz ein Italiener von SVPs Gnaden erhält“, sagte der Abgeordnete von „Articolo 1“ vor seiner Stimmabgabe.

    Seine gesamte Fraktion stimmte für den Antrag und schlug die Herabsenkung der regionalen 20-Prozent-Hürde für Trentino-Südtirol auf zehn Prozent vor.

    Verwundert zeigt sich Kronbichler über die Tatsache, dass sich kein SVP-Abgeordneter vor der Abstimmung zu Wort meldete. „Wie üblich verließen sie sich auf vorab und abseits getroffene Absprachen.“ Er habe auch nicht damit gerechnet, „dass das deutsche Wahlgesetz an den Deutschen scheitert“. „Ich bin baff“, so der Abgeordnete.

    Kronbichler ist nun in der unguten Situation, Biancofiore bei ihrem Erfolg mitgeholfen zu habe – und im selben Boot wie die FI-Politikerin zu sitzen. Doch der Abgeordnete wehrt sich: „Ich bin gegen ethnische Erpressungen und stimme aus Überzeugung für oder gegen einen Antrag.“ Die SVP habe beim Wahlgesetz „zu hoch gepokert“ und sei deshalb auch gescheitert.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (34)

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    • steve

      Der Herr mit seinem Restmandat hat doch auch schon in Toponomastik Fragen gegen uns gearbeitet…

      • rota

        @ Steve: „uns“ = Pluralis Majestatis weil der hat weder gegen noch für mich gearbeitet, wobei mir die Frage aufkommt, hat der schon mal so richtig körperlich gearbeitet? Und wie ist das bei dir Steve, ist das Deine ein Vollmandat?

        • steve

          @rota: naja es wird schon so manche geben die sich dem „uns“ zugehörig fühlen! Wenn sie die Toponomastik nicht interessiert ist das ihr Bier und mir auch völlig Wurst…

    • franz

      Der SVP müsste spätestens nach diese Schlappe klar sein , dass sie sich nicht auf ihren Blutsbruder des PD verlassen können.
      Durch den “technischen Fehler“ wie Kammerpräsidentin Laura Boldrini es nannte indem anstatt geheim abzustimmen die Abstimmung öffentlich angezeigt wurde, weiß man dass es schließlich
      Damit wurde klar, schlussendlich schuld sind die Heckenschützen innerhalb des PD
      Vermutlich will von niemand außer das Volk vorzeitige Neuwahlen.
      ., am meisten zu verlieren hat Renzi und der PD.
      ‚Giorgia Meloni, riforma elettorale: „Gli inciucisti avevano paura di ridare la parola al popolo italiano“
      Bagarre a Montecitorio, dove i franchi tiratori – svelati dal tabellone – hanno di fatto affondato l’intesa sulla riforma elettorale. Addio accordo. Ora, il caos. E su quanto accaduto ha le idee chiare Giorgia Meloni, che commenta la vicenda su Facebook. „Avevano paura che ridare la parola ai cittadini portasse l’instabilità – ha scritto la leader di FdI -, così facendo questi inciucisti incapaci hanno portato il caos“. M5s e Pd colpiti e affondati. Dunque la Meloni chiede il voto, subito: „Ci appelliamo a Mattarella affinché non prolunghi un minuto in più lo spettacolo indegno di questa legislatura“, ha concluso.
      http://www.liberoquotidiano.it/news/politica/12408503/giorgia-meloni-riforma-elettorale-inciucio-m5s-mattarella.html

    • josef

      Das ist die Quittung für die SVP vom Bündnispartner PD.
      Auch diese haben dazu beigetragen, dass der Antrag angenommen wurde.
      Die SVP-Parlamentarier haben immer noch nicht verstanden, dass man sich auf das Wort eines Italienischen Politikers NICHT verlassen kann.

    • lois

      Paradoxerweise spielt diese Entwicklung der SVP in die Hände: So wie es derzeit ausschaut ist der viel gepriesene Pakt der großen Parteien für ein neues Wahlgesetz jetzt gescheitert, was letztendlich heißt, dass dieses Wahlgesetz so nie verabschiedet bzw. wohl ganz fallen gelassen wird. Sollte sich weiterhin keine Einigung über ein Wahlgesetz finden, wird schlussendlich mit dem aktuellen (Italicum bzw. was davon noch übrig ist) gewählt, welches einerseits den von Biancofiore verachteten Südtirolpassus enthält sowie andererseits die von der SVP insgeheim verpönte Frauenquote nicht vorsieht…
      Die dämliche Biancofiore hat sich damit wohl ins eigene Fleisch geschnitten…

    • ft

      Genau so ist es. Dazu kommt noch die Wahl im Frühjahr, also 8 Monate stolzer
      Gehalt. Die ganzen rechten Schreier haben das offensichlich nicht verstanden.
      Dass der Kronbichler „Baff“ ist, verwundert mich nicht. Jemand der eine Biancofiore unterstützt, hat wohl jedes politische Kapital in Südtirol verspielt.
      Da wird auch demnächst kein Restmandat mehr reichen.

      • franz

        “Giorgia Meloni, che commenta la vicenda su Facebook. „Avevano paura che ridare la parola ai cittadini portasse l’instabilità – ha scritto la leader di FdI -, così facendo questi inciucisti incapaci hanno portato il caos“. M5s e Pd colpiti e affondati.“
        Ein Grund vorzeitige Wahlen zu verhindern dürfte in der Tat die Aussicht auf den Vitalizi sein.
        Linke wie rechte Schreier ! Vorzüglich Linke Schreier – PD & Celta Civica – Heckenschützen !

      • michih

        Ja, er wird kein Restmandat mehr bekommen, weil er gar nicht mehr antritt! 😀

    • franz

      Die SVP hat offensichtlich nicht verstanden, dass den Blutsbrüdern des PD nicht zu trauen ist.
      Die Heckenschützen des PD die schließlich das Wahlgeste versenkt haben, haben es wieder einmal bewiesen.

    • franz

      Schade, dass die Tageszeitung ähnlich wie die Dolomiten nur Halwahreheiten veröffentlich .
      Der Sache näher kommt da schon der “alto adige“
      “Legge elettorale, „Traditori, vigliacchi e codardi“: scambio di insulti tra Pd e M5s opo la ripresa dei lavori in aula alla Camera dei Deputati, e prima del rinvio del testo base della legge elettorale in commissione, sono volate parole grosse tra Ettore Rosato del Pd e Danilo Toninelli del M5s. „Noi abbiamo subito un tradimento e anche tra avversari non ci si tradisce“, attacca Rosato. „Se in quest’aula ci sono dei traditori, vigliacchi e irresponsabili, sono quelli del Pd – ribatte Toninelli – Ma non sono solo traditori, siete anche vigliacchi perché l’avete fatto nel buio del voto segreto“video di Marco Billeci e Francesco Giovannetti“ […]
      http://altoadige.gelocal.it/italia-mondo/2017/06/08/news/legge-elettorale-non-regge-il-patto-pd-m5s-1.15462120?ref=hfaabzef-1

    • franz

      @ft
      Wie schon geschrieben, leider findet man in deutschsprachigen Medien nur Halbwahrheiten.
      Will man informiert sein, ist man gezwungener sich in italienischen Medien zu informieren.
      Für Hinterwäldler und naive Gutmenschen sowie Bahnhofsklatscher oder „Teddywerfer wie ft welche eh nicht imstande sind zwei Setzte sinngemäß zu lesen reicht es wohl. 🙂
      Am liebsten steht der “homo perfektus beneficiaris“ an Bahnhöfen um zu klatschen wenn wieder einmal ein paar “Flüchtlinge“ Clandestini ankommen .
      Typisch für Gutmenschen der Gattung homo “perfektus beneficiaris“ ist es, dass sie sich selbst für intellektuell halten, während sie all diejenigen, die ihnen nicht ihrer Scheintoleranz zustimmen, gleich als primitiv, von Medien manipuliert rechtsradikal, Nazi, rassistisch als Ignoranten , voreingenommen, inkonsequent etc. diffamieren, nur um behaupten zu können, dass eine sachliche Diskussion mit jenen nicht möglich ist.
      Ein weiteres Kriterium des Gutmenschentumes ist, dass keine anderen Meinungen auch nur ansatzweise toleriert, geschweige denn akzeptiert werden. Denn nur sie allein wissen, was wirklich richtig und falsch ist, und jeder Andersdenkende wird im Namen von Toleranz und Respekt niedergemacht, da es auch ein unermesslich großes Grundbedürfnis jener Personengattung ist, sich in der eigenen moralischen Überlegenheit zu suhlen wie das Schwein im Dreck.
      Leider führte jahrelanges Gutmenschentum und falsche Toleranz zu einem politischen Stillstand, sinnlosen Gesetzen wie das DL – Depenalizzazione & das “svuota carceri“, illegaler Massenimmigration und folglich zum Anstieg von Kriminalität. erhöhte Armut -Arbeitslosigkeit und einen Berg Staatsschulden.
      Siehe 5 Jahre Regierung Renzi PD / SVP

    • richard

      Endlich eine Schlappe für diesen Stammtischstand.

    • adobei

      Jetzt wird die deutsche Opposition im Lande wohl zufrieden sein, wenn ihnen die Weiße Blume weitergeholfen hat!!!!

    • ambedue

      I bin miar net sicher, ob net die SVP in PD eingflüstert hot, mit NA zu stimmen, damit olls ban Olten bleibt. So least man Probleme. Die nette Dame hot hoffentlich a eppes glearnt; weck nia an schlofeten Hund.

    • george

      Wer sagt hier, dass alles beim Alten bleibt? Irgendwelche Änderungen werden in jedem Fall herbei geführt. Nicht einmal beim ‚ambedue‘ bleibt alles geleich, auch wenn er es so wollte.

    • franz

      Dass das Wahlgesetz “Tedeschellum“ versenkt wurde ist wohl im Interesse sämtlicher Parteien besonders jener Pilitiker die um ihren Sessel fürchten und schließlich einen beachtlichen Betrag an Gehältern bis Ende der Legislatur bekommen . .
      “Lo stipendio di un parlamentare, sommando indennità, diaria e rimborsi vari, si aggira sui 13mila euro netti al mese. Ergo, se si arriva a fine legislatura (febbraio 2018), prenderanno altri sei stipendi, non poco: sono 80mila euro netti, anche qualcosa di più considerato l’assegno di fine mandato che aumenterà anch’esso.“ […] wie “liberoquotidiano.it“ schreibt.
      Abgesehen davon , dass sich einige damit den sogenannten Vitalizo sichern.
      Der SVP kann es natürlich nur recht sein, wenn alles im Alten bleibt.
      Wie heute die Südtiroler TZ schreibt, meint der Marktschreier Renzi die M5s sind nicht verlässlich.
      Dass vor allem die Heckenschützen innerhalb des PD es waren die schließlich den ganzen Karren an die Wand gefahren haben und damit unverlässlich sind,
      sagt er nicht, typisch .

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