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    Bock auf dem Dach

    In St. Vigil in Enneberg haben zwei Jagdaufseher einen kranken Steinbock geschossen – und ihn dann auf dem Dach ihres Geländewagens spazieren gefahren. Sehr zum Missfallen der Passanten.

    von Silke Hinterwaldner

    Ein Jagdaufseher hat viele Pflichten zu erfüllen:

    Er muss die Wälder, das Wild und die Jäger kennen und sollte freilich auch ein Vorbild sein. Dass dies nicht immer gelingt, hat sich vor einigen Tagen in St. Vigil in Enneberg eindrucksvoll gezeigt.

    Eindrucksvoll deshalb, weil ein totes Tier, drapiert auf dem Dach eines Geländewagens angeblich stundenlang zur Schau gestellt worden war.

    Aber der Reihe nach: Zwei Jagdaufseher, deren Namen an dieser Stelle nicht genannt werden soll, haben in den Morgenstunden in den Wäldern um St. Vigil einen mächtigen Steinbock geschossen. Soweit verlief alles reibungslos: Der Steinbock war krank, er hatte die Gamsräude.

    Diese Krankheit kann gefährlich werden, in früheren Jahren hat sie andernorts ganze Steinbock-Populationen ausgelöscht. Zur Erklärung: Bei der Räude legt eine Milbe Eier unter die Haut, die Tiere scheuern sich auf, sehen wund und zerzaust aus. Eine Ausbreitung der Krankheit muss verhindert werden, deshalb ist es unumgänglich, dass befallene Tiere erlegt werden.

    Was aber ganz und gar nicht sein muss ist, dass tote Tierkadaver stolz zur Schau gestellt werden. Genau das ist jedoch in St. Vigil passiert.

    DIE DETAILS LESEN SIE AM FREITAG IN DER PRINT-AUSGABE.

     

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