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Zwölf neue Feuerwehrmänner

Arbeitssicherheit, Brandeinsatz, Gefahrgut, Wasserrettung: Nach sechs Monaten Theorie und Praxis sind zwölf junge Männer nun bereit für die Berufsfeuerwehr.

Ein Wasserbecken steht ganz oben auf der sanierten ehemaligen Mülldeponie in Sigmundskron, daneben aufgereiht Feuerwehrautos. Männer in Uniform mit dem Abzeichen der Berufsfeuerwehr Bozen folgen, mit dem Helm unterm Arm, den Ausführungen des Piloten. Gleich wird der Hubschrauber abheben und einen gefüllten Wasserkübel mehrmals über einer Fläche auskippen, die für diese Übung ausgewählt wurde. 40.000 Bäume hat das Forstinspektorat Bozen 1 in den vergangenen Jahren auf der Alt-Deponie gepflanzt; für diese Übung von zwölf angehenden Feuerwehrmännern bildet ein Abschnitt die Grundlage für einen simulierten Waldbrand.

Diese angehenden Berufsfeuerwehrmänner wurden in den wichtigsten Einsatzbereichen der Feuerwehr ausgebildet, nun können sie bei Brandeinsätzen, Unfällen, Gefahrgut- und Wasserrettungseinsätzen mitarbeiten und die derzeitigen Mannschaften verstärken. Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler hat ihnen am letzten Kurstag gemeinsam mit Ressortdirektor Klaus Unterweger einen Besuch abgestattet und ihnen zum Abschluss ihrer umfangreichen Ausbildung gratuliert.

„Die Berufsfeuerwehr mit ihren vielfältigen Aufgaben“, unterstreicht er, „spielt nicht nur im Gemeindegebiet von Bozen eine zentrale Rolle im Rettungswesen, sondern aufgrund ihrer breitgefächerten und fundierten Kompetenz bei Gefahren im ganzen Land und darüber hinaus“. Es sei ein gutes Zeichen, dass sich junge Leute bereit erklären, Verantwortung für die Sicherheit der Allgemeinheit zu übernehmen, auch unter Einsatz der eigenen Sicherheit.

„Nach Jahren ohne Neuaufnahmen stehen wir vor dem Abschluss des neunten Ausbildungskurses für Feuerwehrmänner“, freut sich Berufsfeuerwehr-Kommandant Florian Alber, „diese jungen Feuerwehrmänner werden bei der Berufsfeuerwehr einen frischen Schwung in unsere Reihen bringen“. Und: Für diese neuen Feuerwehrmänner erfüllt sich ein Jugendtraum, hat er gehört.

Der Kurs hat vor genau neun Monaten, am 5. Dezember, begonnen und endet in neun Tagen mit der Abschlussprüfung. „Die Mannschaften in den vier Dienstturnussen warten schon hart auf diese Verstärkung, denn seit einigen Jahren sind sie unterbesetzt und konnten nur mit Überstunden den Einsatzdienst aufrecht erhalten“, berichtet Berufsfeuerwehrmann Hansjörg Elsler.

Ein großer Teil der Ausbildungsmodule wurde bei der Berufsfeuerwehr Bozen organisiert und abgehalten, einige Abschnitte wurden an der staatlichen Feuerwehrschule in Rom absolviert und einige an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian, außerdem gehörte ein Modul bei der Berufsfeuerwehr München zur Ausbildung.

Kursleiter war Brandinspektor Roland Meraner von der Berufsfeuerwehr Bozen, der auch die Module geplant und die internen und externen Referenten ausgewählt hat. Einige wichtige Module in diesen sechs Monaten waren Arbeitssicherheit, Brandeinsatz, technische Hilfeleistung, Gefahrgut, Wasserrettung, Höhenrettung und der Waldarbeiterkurs mit der Forstbehörde. „Das Durchschnittsalter“, erläutert Kursleiter Meraner, „in diesem Kurs lag bei Ende 20, unter den Teilnehmern sind einige Familienväter – und keine Raucher“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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