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    „Wir wollen Geburtshäuser“

    Das Kollegium der Hebammen bedauert, dass die Errichtung von Geburtshäusern in Südtirol von der öffentlichen Hand gebremst wird.

    Anlässlich des internationalen Tages der Hausgeburt möchte das Kollegium der Hebammen der Provinz Bozen darauf hinweisen, dass die Frauen das Recht haben sollen, frei zu entscheiden, wo sie ihr Kind auf die Welt bringen möchten: in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder zuhause.

    Astrid Di Bella, Präsidentin des Kollgiums der Hebammen der Provinz Bozen unterstreicht:

    „Auch die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass Frauen die Möglichkeit haben sollten an einem Ort zu entbinden, der möglichst nahegelegen ist, an dem sie sich sicher fühlen und an dem die Geburt sicher und angemessen betreut durchgeführt werden kann. Diese Orte können das eigene Haus, das Geburtshaus oder das Krankenhaus sein.“

    Leider sei in Südtirol dieses Wahlrecht nicht frei.

    Die Errichtung von Geburtshäuser werde von der öffentlichen Hand gebremst obwohl in anderen Provinzen Italiens immer mehr Geburtshäuser von Hebammen eröffnet werden. Die Rückvergütung bei einer Hausgeburt sei seit Jahren auf 516 Euro beschränkt geblieben. In der Nachbarprovinz Trient wurde vor einem Monat der Betrag von 500 auf 1000 erhöht. Ein deutliches Zeichen in die richtige Richtung, so das Kollegium der Hebammen.

    In der Aussendung heißt es außerdem:

    „Durch diese Nicht-Unterstützung der Entscheidungsfreiheit der Frau rund um die Geburt wird nicht nur die Wahlfreiheit der Frauen, sondern auch die Berufsausübung der freiberufliche Hebammen massiv eingeschränkt.
    Aber_:: Hebammen und Frauen treffen verantwortungsvolle Entscheidungen.

    Mit dem Hasthag #zumschreiengut lädt nun das Kollegium der Hebammen der Provinz Bozen Familien ein, ihre Geschichte zur Hausgeburt oder Geburtshausgeburt auf Facebook oder Twitter zu erzählen!“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • franzkarl

      Für die, die es nicht anders wissen, weil sie es gewohnt sind immer etwas vom Land geschenkt zu bekommen: Eine Nicht-Unterstützung ist kein Verbot. Hausgeburten sind in Südtirol möglich und kommen auch immer wieder vor. Wenn man da auch noch Geld dafür kriegt, dann sind sie im Vergleich zur Geburt im Krankenhaus auch noch gefördert. Also worüber beklagt man sich hier: dass die Leute nicht mehr Geld kriegen, sodass die Hebammen höhere Rechnngen stellen können oder darüber, dass einige Geburtenstationen geschlossen wurden? Hört die ewige Diskussion denn nie auf? Möglichst nahe bedeutet im Übrigen nicht vor der eigenen Haustür.

    • morgenstern

      Wenns nur an der Politik liegt dann hat man die Möglichkeit bei der nächsten Wahl, was nicht passt, passend zu machen.

    • franz

      „Auch die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass Frauen die Möglichkeit haben sollten an einem Ort zu entbinden, der möglichst nahegelegen ist.
      Leider sei in Südtirol dieses Wahlrecht nicht frei.
      Die Errichtung von Geburtshäuser werde von der öffentlichen Hand gebremst “[…]
      Indem man in Südtirol Geburtstationen schließt.
      franzkarl “Für die, die es nicht anders wissen, weil sie es gewohnt sind immer etwas vom Land geschenkt zu bekommen:“ […]
      Die Zeiten wo alle etwas geschenkt bekommen sind längst vorbei, früher wurden Geburtenstationen welche Frauen die Möglichkeit gab, in ihrer Nähe zu entbinden mit Steuergeldern aufrechterhalten.
      Unter der Landesregierung von LH Kompatscher und Frau Landesrätin für Soziales Stocker wird das Geld für unbegrenzte illegale Immigration verwendet.
      Was anscheinend ein großes Anliegen von Frau Stocker & Co SVP zu sein scheint

    • franzkarl

      Jetzt hier so zu tun als wäre Südtirol ein Land, das nicht einmal den Standards der WHO genügen würde, ist erstens unbegründet und zweitens reine Propaganda. Die WHO wäre heilfroh wenn weltweit der Zugang zur Gesundheitsfürsorge so garantiert wäre wie hier in Südtirol.

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