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    „Ich bin kein Grüner“

    Paul Köllensperger

    Paul Köllensperger grenzt sich in Hinblick auf die Landtagswahlen klar von den anderen Oppositionsparteien ab. Er erklärt, warum er zur Zeit nur abwarten und Tee trinken muss. Und er sagt: Die Integration der Flüchtlinge ist nicht möglich.

    TAGESZEITUNG Online: Der Parlamentarier Florian Kronbichler warnt seine grünen Freunde: Passt auf, der Paul Köllensperger kann euch bei den Parlaments- und Landtagswahlen gefährlich werden …

    Paul Köllensperger: Hat er das gesagt?

    So wie Kronbichler buhlen auch Andere um Köllensperger. Alle wollen den Paul …

    Ich wusste gar nicht, dass ich so gefragt bin. Ich fand es amüsant, dass die Grünen sich bemüßigt gefühlt haben, Pläne einer engeren Zusammenarbeit zu dementieren, als ob jemals  davon gesprochen worden wäre. Was eine Zusammenarbeit auf einzelne konkrete Themen betrifft, bin ich offen für jeden …

    Aber Sie sind kein Grüner?

    Nein, ich bin kein Grüner, aber es gibt klare Übereinstimmungen bei Umweltthemen. Und in die klassischen Rechts-Links-Schemen passe ich auch nicht.

    Warum treten Sie 2018 nicht mit einer Liste Paul Köllensperger an?

    Die 5SB hat momentan einen guten Lauf. Ich bin in der komfortablen Situation, in Südtirol freie Hand zu haben, und gleichzeitig einer Bewegung anzugehören, die laut den jüngsten Umfragen die stärkste Partei in Italien ist. Sollte diese Partei in Rom morgen etwas zu sagen haben, könnte sie den Regionenminister stellen …

    Ah, Sie wollen Regionenminister werden?

    (lacht) Nein. Aber innerhalb der Bewegung kennt man sich, ich habe einen direkten Draht zu vielen 5-Sterne-Parlamentariern. Das wäre nicht nur für mich, sondern auch für Südtirol ein interessantes Szenario, zumal die Grillini sich bislang immer für den Föderalismus ausgesprochen haben.

    Also denken Sie nicht an die Bildung einer Köllensperger-Liste?

    Sicher wäre das Potential hier in Südtirol größer, wenn ich mit einer eigenen Bürgerliste antreten würde. Aber solange es keinen triftigen Grund gibt, mit der 5SB zu brechen, wäre es unklug diese Nabelschnur nach Rom einfach zu kappen. Im Leben können sich die Dinge aber oft schnell ändern. Ein Grund, sich zu trennen, wäre, wenn die Bewegung ihre autonomiefreundliche Linie aufgäbe. In so einem Fall könnte ich nicht in der Partei bleiben und würde zurücktreten. Aber es gibt für ein derartiges Szenario keine Anzeichen und deshalb für mich auch keinen Handlungsbedarf. Ich kann abwarten und Tee trinken. Und in die Privatwirtschaft kann ich auch zurück, ich bin glücklicherweise nicht auf den Politikerjob angewiesen.

    Sie haben gesagt, das Potential wäre mit einer Köllensperger-Liste größer: weil viele Menschen Berührungsängste in Bezug auf die Grillini und Grillo haben?

    Paul Köllensperger und Brigitte Foppa

    Richtig! Ich würde vielleicht bei den italienischen Wählern ein paar Stimmen verlieren, wenn ich mit einer neuen Liste antrete. Aber viele deutschsprachige Wähler schauen sich derzeit nach einer seriösen Alternative zu den alteingesessenen Parteien um, nach jemandem, der die konkreten Fragen des Lebens aufgreift, doch sie haben vielfach Berührungsängste mit der 5SB, für die ist meine Zugehörigkeit zu den Grillini zweifelsohne ein Hemmschuh.

    Sie könnten ja auch bei den Parlamentswahlen antreten. Da in den Ein-Mann-Wahlkreisen der Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt wird, wäre ein Sieg im Senatswahlkreis Bozen–Unterland …

    … rein theoretisch wäre dort ein tolles Resultat drinnen. In diesem Wahlkreis leben 150.000 Einwohner, denen seit vielen Jahren nur leere Versprechungen gemacht werden. Es wäre durchaus ein interessantes Rennen, vor allem dann, wenn für die SVP und den PD Gianclaudio Bressa ins Rennen gehen sollte …

    Das wünschen sich SVP-Granden wie Karl Zeller …

    So scheint es. So ein Rennen wäre reizvoll, und ich denke, mit der 5-Sterne-Bewegung im Rücken könnte man hier vorne mitspielen. Auf der anderen Seite wäre es schade, die Arbeit hier im Lande mit einer in Rom einzutauschen.

    Also bleiben Sie in Südtirol?

    Ich denke schon, das Zentrum meines Lebens ist hier, und ich sehe es auch als folgerichtig an, dass ich weiterhin dafür kämpfe, die festgefahrene Situation in Südtirol und die verkrustete Politlandschaft etwas aufzubrechen. Nur wenn die SVP die absolute Mehrheit verliert, kann sich hier was ändern.

    Danach sieht es aber derzeit wirklich nicht aus?

    Sicherlich ist der Zustand der Opposition derzeit schwach. Wenn auch ich mich aus dem Staub machen würde, würde ich der SVP hierzulande noch zusätzlich einen Gefallen machen. Ich werde wohl der Südtiroler Politik erhalten bleiben.

    Nachdem die Freiheitlichen mit der neuen Führung doch einen Schwenk nach rechts gemacht haben, wird ein Vakuum in Südtirol noch größer: Viele Menschen würden sich eine bürgerlich-liberale Alternative wünschen …

    Man verspürt hier in Südtirol (und nicht nur) grundsätzlich ein Bedürfnis nach neuen Bewegungen oder Parteien. Wenn die Freiheitlichen statt auf wirtschaftsliberal nun eher auf heimatverbunden machen, öffnen sich neue Räume auch in diesem Spektrum. Wo ich aber genauso einen dringenden Handlungsbedarf sehe, ist im bürgerlichen bis sozialdemokratischen Lager. Wir haben mittlerweile die Situation, dass Familien mit zwei Kindern nicht über die Runden kommen, wenn nicht beide Elternteile in Vollzeit arbeiten. Der Mittelstand hat dramatisch an Kaufkraft verloren, während einige wenige sich immer mehr bereichern. Ich denke also, dass die Verteilungsgerechtigkeit absolut ein Thema für die Südtiroler Politik ist. Aber wie gesagt, mir persönlich liegen Sachthemen und nicht Ideologien. Ich frage mich: Wie wollen wir morgen leben? Was braucht Südtirol, um auch in Zukunft ein so toller Lebensraum zu sein? Oder ein noch besserer?

    Die Grillini werden in Südtirol als Ein-Mann-Partei wahrgenommen, als One-Man-Show. Wieso gelingt es Ihnen nicht, die Partei breiter aufzustellen?

    Mir kommt eher vor, dass die 5SB als eine rein Bozner Partei wahrgenommen wird, und außerhalb der Stadt ich hingegen von vielen gar nicht als Grillino angesehen werde. Das Problem ist, dass viele Leute in Südtirol einfach Angsthasen sind, viele getrauen sich nicht sich als Unterstützer einer Anti-System-Partei zu outen, weil sie denken was verlieren zu können. Und einer italienischen noch dazu, mit einem Kabarettisten vorne dran, das geht gar nicht. Aber ich arbeite daran.

    Eine Zusammenarbeit mit Rechtsparteien kommt für Sie nicht in Frage?

    Rechts oder links ist mir egal, mich interessieren konkrete Themen. In einzelnen Sachfragen kann ich theoretisch mit jedem zusammenarbeiten. Etwas was darüber hinausgeht, kann ich mir aber mit diesen Parteien nicht vorstellen, schon gar nicht mit den Rechtsparteien. Ich würde mich auch niemals in deren Hierarchien und Parteilogiken zurechtfinden.

    Brigitte Foppa träumt von einer schwarz-grünen Regierung in Südtirol ab 2018 …

    Dass die Grünen darauf spekulieren, ist keine Neuigkeit.

    Im Schlepptau können Sie sich ja auch der SVP als Partner anbieten?

    Im Schlepptau der Grünen? Ich würde nie eine Beteiligung eingehen, wenn ich nicht das Zünglein an der Waage bin. Es hängt alles von den Kräfteverhältnissen im nächsten Landtag ab, so wie die Wähler sie bestimmen werden. Da mich Posten nicht interessieren und man mich damit nicht locken kann,  kommt es dann ausschließlich auf die programmatischen Inhalte an. Ich bin wohl eher nicht der angenehmste unter den möglichen Partnern. Großen Einfluss wir auch die Zusammensetzung der neuen Regierung in Rom haben.  

    Wie würden Sie das Einwanderungsproblem lösen?

    Südtirol hat hier keine Zuständigkeit, und wir kleine Alpenprovinz lösen gar nichts, sondern können nur das Beste aus der Situation machen. Aber es liegt auf der Hand, dass bei über 80 Millionen neuen Armen die jedes Jahr dazu kommen, wir das Problem nie lösen werden, wenn wir eine Million Migranten in Europa aufnehmen. Ganz abgesehen davon, dass die Ärmsten es ja gar nicht bis hierher schaffen.

    Etwas anderes sind die Flüchtlinge, die hier bei uns sind, haben meistens Schlimmes hinter sich und müssen menschlich behandelt werden. Ich würde nie einem Politiker vertrauen, der gegen die Ärmsten der Armen hetzt, nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.

    Ist Integration möglich?

    An die Integration der Flüchtlinge glaube ich nicht, das kann nur gelingen, wenn ganze Familien kommen und nicht nur Männer, und auch dann nicht immer, wenn die kulturellen und religiösen Differenzen zu groß sind. Es wäre ehrlicher, diesen Menschen zu helfen, sie hier arbeiten zu lassen und ihnen auch etwas beizubringen, damit sie in ihrem Herkunftsland morgen ein neues Leben beginnen können. Daher ist das erste Gebot, die Kriege in Nahost und Afrika zu beenden, und mit dem Wiederaufbau dieser Länder zu beginnen. Dazu braucht es gerade die Männer, die zu uns geflohen sind. Einen Marshallplan für die dritte Welt und Nahost. Oder wollen wir Mauern bauen wie der blonde Spinner drüben im Westen? 

    Interview: Artur Oberhofer

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (26)

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    • ahaa

      Man muss nicht jedem eine Farbe geben!
      Kòllensperger ist ein guter Politiker,mit guten Vorschlàgen,guten Argumenten,eine Person die klare Aussagen macht und die grade Linie fàhrt!
      Fùrs halbe Geld!
      Das ganze Jahr,nicht nur vor den Wahlen!
      Das unterscheidet ihn von anderen!
      Da sehe ich keine Farbe sondern Hoffnung!

    • unglaublich

      Bravo Paul!
      Genau so ist es, Menschen hier ausbilden, damit sie in ihren eigenen Ländern zum Aufbau demokratischer und tragender Gesellschaftssysteme beitragen können. Das Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe, so wie es auch der Dalai Lama gesagt hat.
      Flüchtlinge aufnehmen (für immer) und den Diktatoren Waffen liefern ist keine Hilfe, das dient ausschließlich den Gewinnmaximierern, die zurzeit auch in der westlichen Welt das Sagen haben.

    • prof

      Herr Köllensperger ein Mann mit klarer Aussage,vieleicht nicht unbedingt in der richtigen Partei, (meiner Ansicht) aber was solls, bei der SVP hätte er zu viele Gegner ( in der Partei) denn jemand wie Köllensperger der die Finger in die Wunde legt und logisch argumentiert ist dort nicht gefragt und sicher unbequem.

    • zusagen

      Möchte mich vorsichtig ausdrücken, aber im Gegensatz zu den neuen (von den Alten will ich gar nicht erst reden) der SVP, hat Herr Köllensperger Wort gehalten. Es geht mir nicht darum dass jemand nicht gut verdient, sondern dass ein Gehalt nicht das erste Interesse eines ernst zu nehmenden Politikers sein muss. Bei den meisten aber hat man diesen Eindruck. Anscheinend läuft in der SVP ohne Ranking ums Einkommen, wie es „unsere“ Parlamentarier in Rom auch vormachen, bald gar nichts mehr?!

    • franz

      Köllensberger ist ein recht sympathischer Mann, manchmal hat er wie auch seine Genossen des M5s in Rom recht gute Ideen.
      Leider ist der M5s unwählbar durch Themen wie z.B “ raus aus den Euro“, das ist ein völliger Schwachsinn.
      Oder Mindesteinkommen 800 € für alle, ein völliger Schwachsinn, dann wären alle die um 800 € oder weniger arbeiten ja blöd.
      la Sindaca Raggi hat versprochen das Problem mit den illegalen Sinti Lager in Rom zu lösen.
      Scheinbar sollte das so gehen , 800 € für jede Familie Sinti/ Rom, als Unterstützung in eine Wohnung unterzubringen.
      Italienische Staatsbürger die im Auto schlafen müssen, bekommen nichts.
      Von der Zuwanderungspolitik des M5s nicht zu reden
      Köllensberger “ Etwas anderes sind die Flüchtlinge, die hier bei uns sind, haben meistens Schlimmes hinter sich und müssen menschlich behandelt werden. Ich würde nie einem Politiker vertrauen, der gegen die Ärmsten der Armen hetzt, nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.“[…]
      Ich vertraue keinen Politiker der die unbegrenzte illegale Immigration unterstützt nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.bzw. vom großen Business zu profitieren.
      Flüchtlinge, die hier bei uns ( bzw. in Italien ) sind, haben meisten kein Recht hier zubleiben
      ( laut Kassationsgericht 2016 nur 4 % haben ein Recht auf Asyl )
      Schließlich Flüchtlinge hier arbeiten zu lassen, heißt Lohnkosten senken und einheimischen Arbeitern vom Arbeitsmarkt zu drängen
      Nach der Vision der Linken der Hochfinanz und den Multimilliardär George SOROS
      Wie schon zum Thema: “Flüchtlinge im Wald “ geschrieben. http://www.tageszeitung.it/2017/05/17/fluechtlinge-im-wald/

    • issy

      Mir gefällt die pragmatische sachliche Art von Köllensberger.

      Die Freiheitlichen (obwohl ich auch gegen unregulierte Einwanderung bin) kann ich nicht wählen weil da zu viele ungute Charaktere dabei sind: man kann den Teufel nicht mit dem Belzebub austreiben…

      Obwohl ich die Verringerung der Umweltverschmutzung für sehr wichtig erachte und schon mal die Grünen gewählt habe, kann ich diesen scheinheiligen über den Wolken schwebenden Verrein auf keinen Fall mehr wählen.

      Pöder macht mir zu viel Obstruktions- statt Konstruktionspolitik und die SVP hat sich zwar gebessert, redet für mich aber immer noch zu wenig Klartext und lässt sich zu sehr von der Presse vor sich hertreiben.

      Ich werde entweder Köllensberger oder der SVP meine Stimme geben, momentan hat Köllensberger einen Vorsprung.

    • franz

      issy
      Köllensberger ist ein recht sympathischer Mann, manchmal hat er wie auch seine Genossen des M5s in Rom recht gute Ideen.
      Leider ist der M5s unwählbar durch Themen wie z. B “ raus aus den Euro“, das ist ein völliger Schwachsinn.
      Oder Mindesteinkommen 800 € für alle, ein völliger Schwachsinn, dann wären alle die um 800 € oder weniger arbeiten ja blöd.
      la Sindaca Raggi hat versprochen das Problem mit den illegalen Sinti Lager in Rom zu lösen.
      Scheinbar sollte das so gehen , 800 € für jede Familie Sinti/ Rom, als Unterstützung in eine Wohnung unterzubringen.
      Italienische Staatsbürger die im Auto schlafen müssen, bekommen nichts.
      Von der Zuwanderungspolitik des M5s nicht zu reden
      Köllensberger “ Etwas anderes sind die Flüchtlinge, die hier bei uns sind, haben meistens Schlimmes hinter sich und müssen menschlich behandelt werden. Ich würde nie einem Politiker vertrauen, der gegen die Ärmsten der Armen hetzt, nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.“[…]
      Ich vertraue keinen Politiker der die unbegrenzte illegale Immigration unterstützt nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.bzw. vom großen Business zu profitieren.
      Flüchtlinge, die hier bei uns ( bzw. in Italien ) sind, haben meisten kein Recht hier zubleiben
      ( laut Kassationsgericht 2016 nur 4 % haben ein Recht auf Asyl Schließlich Flüchtlinge hier arbeiten zu lassen, heißt Lohnkosten senken und einheimischen Arbeitern vom Arbeitsmarkt zu drängen
      SVP /PD nicht wählbar.
      5 Jahre PD / SVP reicht. -politischer Stillstand, leere Versprechen – Lügen , Chaos 5 Millionen arbeitslose und 600.000 Immigranten ansteigende Kriminalität durch Gesetzen wie das “svuota carceri und das DL – Depenalizzazione ( beinahe völlige Straffreiheit für kriminelle Immigranten ) dementsprechend ist die Situation im Land.

    • franz

      Köllensperger >> “Etwas anderes sind die Flüchtlinge, die hier bei uns sind, haben meistens Schlimmes hinter sich und müssen menschlich behandelt werden. Ich würde nie einem Politiker vertrauen, der gegen die Ärmsten der Armen hetzt, nur um sich ein paar Wählerstimmen herauszuschlagen.“ […..]
      Also doch ein Grüner 🙂

    • george

      Seit wann sind Personen, die Menschenrechte respektieren und verteidigen, Grüne? So ein Schwachsinn!

      • franz

        george
        Du meinst Grüne verteidigen keine Menschenrechte ?
        Aha .
        Du musst es ja wissen.
        Menschenrechte verteidigen und respektieren ist eine gute Eigenschaft.
        Links -grüner Gutmenschentum ( was nicht unbedingt mit guten Menschen zu tun hat ) ist eine andere Baustelle.
        Im Gegensatz zu einen guten Menschen der mit seinen Persönliche Mitteln Möglichkeiten etwas Gutes tut, fordert der links grüne Gutmensch von anderen mit deren Finanzmittel ( Steuermittel ) unbegrenzt illegale Flüchtlinge ( laut Kassationsgericht 2016 nur 4 % haben Recht auf Asyl ) aufzunehmen.
        Typisch für Gutmenschen ist es, dass sie sich selbst für intellektuell halten, während sie all diejenigen, die ihnen nicht in der oben genannten Scheintoleranz zustimmen, gleich als primitiv, von Medien manipuliert rechtsradikal, voreingenommen, inkonsequent etc. diffamieren, nur um behaupten zu können, dass eine sachliche Diskussion mit jenen nicht möglich ist. Ein weiteres Kriterium des Gutmenschentumes ist, dass keine anderen Meinungen auch nur ansatzweise toleriert, geschweige denn akzeptiert werden. Denn nur sie allein wissen, was wirklich richtig und falsch ist, und jeder Andersdenkende wird im Namen von Toleranz und Respekt niedergemacht, da es auch ein unermesslich großes Grundbedürfnis jener Personengattung ist, sich in der eigenen moralischen Überlegenheit zu suhlen wie das Schwein im Dreck.

    • abnormal

      Der Köllensperger ist mir so verdammt sympathisch. Er geht mit einer Ruhe an die Sachen dran, da können sich EINIGE eine Scheibe abschneiden. Mit dem würde ich gerne mal an einem Tisch sitzen und zuhören.

    • franzkarl

      Hab nicht verstanden wieso die nicht integriert werden könnten: brauchen sich ja nur an die geltenden Gesetze zu halten (was die meisten auch tun!), dann funktioniert das wunderbar. Es sei denn man versteht unter Integration, dass jemand das Leben der anderen kopieren und nicht nach eigener Facon glücklich werden soll. Das ist in der Tat kein grüner Gedanke (wobei ich mir letzthin auch dabei nicht mehr sicher bin). Zum Demokratieverständnis und zur Europafrage der 5SB braucht man eh nichts sagen: man kann sich aber fragen, ob es einer Minderheit ohne EU besser geht oder nicht (von den unzähligen Vorteilen die die EU jedem Bürger in Europa bringt ganz zu schweigen)?

      • yannis

        wie Integration funktioniert zeigt sich in DE am deutlichsten in den Gegenden wo der Bevölkerungsanteil von Ausländern (meist Muslime) hoch ist, Das Verhalten der dort existierenden Parallel-Gesellschaften zeigt sich als ALLES ANDERE als Integriert.

        Wie gut sich die Türken der 2.ten und 3.ten Generation in DE integriert haben ,bewiesen diese uns mit den „Erdowahn“ Referendum, wo sie ihren Landsleuten in ihren Herkunftsland einen Diktator verordnet haben.

        Worin liegt die Ursache ?

        erstens passt sich ihr Kulturkreis grundsätzlich nicht denen Europas an, zweitens es sind einfach zu VIELE, bekanntlich macht die „Dosis“ die Wirkung aus.

        Alle möglichen andere Nationalitäten die in DE leben, sind in der Anzahl so gering dass sich Parallel-Gesellschaften nicht bilden können, bzw. lassen.

      • franz

        @franzkarl
        Muslime sind nicht integrierbar, weil es ihnen ihre Religion nicht erlaubt.
        Denn für sie ihr Glaube mit den Kran über unseren Gesetzen unserer Kultur steht.
        Bestätigt durch den IS -Attentätern mit Islamischen Glauben 2-3 Generation in London -Berlin – und Paris usw.
        Voraussetzung sich zu integrieren muss niemand ihr Leben anderer kopieren, jedoch die Gesetze und unsere Kultur respektieren.
        Wie auch kürzlich die Richter des Kassationsgericht in ihren Urteil feststellten.

        • franzkarl

          Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, das Urteil des Kassationsgerichtshofes auch durchzulesen bevor Du es falsch zitierst, hättest Du vielleicht bemerkt, dass es darin ausschließlich darum geht, dass Einwanderer sich an die geltenden Gesetze halten müssen, auch wenn diese ihren kulturellen Gepflogenheiten widersprechen. Das ist gesellschaftlicher Konsens. Es geht aber eben ausdrücklich nicht darum, dass die Einwanderer, wie Du es verlangst, „unsere“ Kultur respektieren müssen, was auch immer darunter zu verstehen ist.

          Ein Passus im Urteil dürfte Dir aber besonders gefallen: Integration verpflichtet, in Übereinstimmung mit Art. 2 der Verfassung, der die gesellschaftliche Vielfalt als besonders wertvoll ansieht und somit fördert, nicht zur Aufgabe der eigenen Herkunfts-Kultur. So was nennt man ein liberales System, das offenbar nicht alle wünschen.

      • franz

        franzkarl
        “. Es sei denn man versteht unter Integration, dass jemand das Leben der anderen kopieren und nicht nach eigener Facon glücklich werden soll.“[…]
        Muslime sind nicht integrierbar, weil es ihnen ihre Religion nicht erlaubt.
        Denn für sie ihr Glaube mit den Kran über unseren Gesetzen unserer Kultur steht.
        Bestätigt durch den IS -Attentätern mit Islamischen Glauben 2-3 Generation in London -Berlin – und Paris usw.
        Voraussetzung sich zu integrieren muss niemand ihr Leben anderer kopieren, jedoch die Gesetze und unsere Kultur respektieren.
        Wie auch kürzlich die Richter des Kassationsgericht in ihren Urteil feststellten.
        http://www.tageszeitung.it/2017/05/16/bahnbrechendes-urteil/

    • cicero

      Vollkommen einverstanden yannis, so ist es.

    • franzkarl

      @yannis und cicero
      wenn ein Südtiroler davon spricht, dass sich ein Kulturkreis (z.B. der deutschsprachige) dem anderen, größeren (z.B. der italienischprachige), anzupassen hat, dann muss er konsequenterweise auch die Auswanderung der deutschsprachigen Südtiroler aus Südtirol verlangen, oder deren „Integration“ in den italienischen Kulturkreis (war mal gespannt was genau Ihr eigentlich unter Integration versteht).
      Es sei denn er misst mit zwei verschiedenen Maßen und ist somit nach platonischer Definition ungerecht (soviel zum Verständnis des Abendlandes).
      Vielleicht ist dieser Südtiroler aber auch einfach nur blind, wie dies bei übersteigertem Reinheitswahn schon öfter vorgekommen ist. Die eigene Geschichte wird dabei allerdings schlichtweg negiert.

      • yannis

        >>>>wenn ein Südtiroler davon spricht, dass sich ein Kulturkreis (z.B. der deutschsprachige) dem anderen, größeren (z.B. der italienischprachige), anzupassen hat, dann muss er konsequenterweise auch die Auswanderung der deutschsprachigen Südtiroler aus Südtirol verlangen, oder deren „Integration“ in den italienischen Kulturkreis<<<

        Richtig !!!

        NUR es gibt da einen kleinen Unterschied: Die Südtiroler sind NICHT in Italien eingewandert, SONDERN sie (Südtirol) wurden von den Italienern ANEKTIERT; scheint aber "franzkarl" nicht mitbekommen zu haben.

        • franzkarl

          Was Du nicht mitkriegst ist das, worum es hier im Kern geht: eine Ungleichbehandlung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe ist an sich ungerecht. Das sollten Südtiroler verstanden haben. Ob Italien Südtirol annektiert hat oder nicht, ist in dieser Diskussion reiner Formalismus. Eingewandert ist hier in Südtirol irgendwann einmal jeder. So ist das in Europa. Worin liegt der Unterschied zu denen, die jetzt einwandern? Bist du auch konsequent genug, um Dir dann selbst das Recht hier zu leben abzusprechen, so wie Du es leichtfertig bei den anderen tust?

    • franzkarl

      @franz
      war eh klar, dass Du mit Beschimpfungen loslegst, sobald Du keine stichhaltigen Argumente hast. .

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