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    Verfolgungsjagd in Bozen

    Schlag gegen den Drogenhandel auf den Bozner Talferwiesen: Die Polizei hat zwei Afghanen nach einer Verfolgungsjagd durch den Fluss verhaftet.

    Wie die Bozner Quästur am Samstag mitteilte, haben die Einsatzkräfte am Freitag die zwei Afghanen Malik Fazal Safi, Jahrgang 1988, und Masto Khan, 1994, festgenommen. Beide sind bereits wegen Herstellung und Handel von Drogen vorbestraft.

    Die Polizei hatte die zwei Afghanen bereits seit Tagen beobachtet. Safi und Khan hätten an der Talfer in Bozen ein regelrechtes Drogengeschäft aufgebaut. Sie hätten alle möglichen Drogen von Haschisch zu Kokain und Heroin verkauft.

    Am Freitag schließlich entschieden die Beamten, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Kurz nach Mittag warteten die Polizisten an der Talfer hinter einem Busch, um die beiden Afghanen in flagranti zu erwischen zu können.

    Es habe nicht lange gedauert, bis ein Jugendlicher einem der Afghanen 100 Euro in die Hand drückte und im Gegenzug eine kleinere Menge Drogen erhielt. Die Polizisten kamen aus ihrem Versteck und griffen ein.

    Doch so einfach gestaltete sich die Aktion nicht: Laut Angaben der Quästur wollten zwei Polizisten die anwesenden Drogen-Käufer halten, wobei sich diese mit Schlägen und Tritten wehrten und so die Flucht ergreifen konnten.

    Zwei weitere Polizisten kümmerten sich um die beiden afghanischen Dealer. Zuerst, so die Quästur, schien es, als würden die Afghanen ihre Drogen wegschmeißen, dann allerdings seien sie gegenüber den Beamten gewalttätig geworden.

    Mit zwei Klappmessern hätten sie die Polizisten bedroht, um dann schließlich über den Fluss die Flucht zu ergreifen.

    Alle anwesenden Polizisten nahmen die Verfolgungsjagd in der Talfer auf. Mit wenig Mühe sei es dann gelungen, den Ausländern die Waffen abzunehmen und sie für eine Durchsuchung ans Ufer zu bringen.

    Die Polizisten fanden bei den beiden Afghanen und in deren „Lager“ 260 Gramm Haschisch, kleinere Mengen an Kokain, Heroin und Marihuana, zwei Präzisionswaagen, fünf Smartphones sowie die zwei Klappmesser mit einer Länge von je 18 Zentimetern.

    Daneben hatten die Dealer rund 1.000 Euro an Bargeld bei sich.

    Die beiden Afghanen wurden verhaftet wegen Widerstand und Gewalt gegenüber Polizisten sowie wegen Produktion, Handel und Besitz von illegalen Drogen.

    Sie wurden ins Bozner Gefängnis gebracht.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (3)

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    • brutus

      …Südtirol wird bunt!
      …auf diese Farben kann ich verzichten!

    • franz

      Wie die Bozner Quästur am Samstag mitteilte, haben die Einsatzkräfte am Freitag die zwei Afghanen Malik Fazal Safi, Jahrgang 1988, und Masto Khan, 1994, festgenommen.“ Beide sind bereits wegen Herstellung und Handel von Drogen vorbestraft.“ [….]
      Mit zwei Klappmessern hätten sie die Polizisten bedroht, Laut Angaben der Quästur wollten zwei Polizisten die anwesenden Drogen-Käufer halten, wobei sich diese mit Schlägen und Tritten wehrten und so die Flucht ergreifen konnten..
      Und dank “Scuota carceri“ & DL-Depenalizzazione der Regirung Renzi mit Unterstützung von SVP , sind diese kriminellen Vaterlandsverräter morgen schon wieder auf freien Fuß.
      Unter anderem wurde mit den Depenalizazione Gesetz von Renzi auch der art. 336 c. p & 337 c. p Widerstand und Gewalt gegenüber Polizisten vom Strafgesetz gestrichen.
      Certezza della pena? «Ormai il carcere è un’eccezione anche a Bolzano »
      ….il giudice deve in primo luogo verificare se il reato contestato comporti una pena massima di almeno cinque anni [….]
      http://altoadige.gelocal.it/bolzano/cronaca/2017/05/26/news/certezza-della-pena-ormai-il-carcere-e-un-eccezione-anche-a-bolzano-1.15394461?ref=hfaabzec-7
      Wozu braucht es dann ein neues Gefängnis
      ( 55,1 Millionen Euro. + laufende Kosten 18,9 Millionen Euro für 18 Jahre. ) http://www.tageszeitung.it/2016/03/09/der-55-millionen-knast/

    • yannis

      eine Unverschämtheit der Polizei diese tolle und wichtige „Bereicherung“ unserer angestammten Kultur bei der Arbeit so zu stören und sogar noch zu verhaften.

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